Zungebändchen durchtrennen - Erfahrungen?

13 Antworten

Also zu den ganzen negativen Kommentaren hier möchte ich auch mal etwas sagen. Ich hatte meine kleine "OP" heute morgen und ich bin echt positiv überrascht. Ich bin so ziemlich der größte Schisser dieser Erde und hatte richtig Panik vor diesem Termin. Mein Zungenbändchen war ziemlich fest verwachsen und wirklich sehr sehr kurz. Ich war dann dort und der Arzt hat mir zunächst ein Betäubungsspray auf den Bereich gesprüht, um den Pieckser der Spritze angenehmer zu gestalten. Ich hatte so eine Angst vor der Spritze! Ganz umsonst. Es hat nicht ansatzweise wehgetan, dank dem Spray. Den Schnitt hat man natürlich nicht mehr gemerkt. Bei mir hat es so ca. 10 min gedauert, ich war aber auch der Ausnahmefall, da mein Zungenband, wie schon erwähnt, total verwachsen war. Hab bis jetzt eine Schmerzmitteldosis (1 Tablette) eingenommen und überhaupt keine Schmerzen. Wurde bei mir übrigens nicht vernäht. Ich bin wirklich froh, dass ich es hinter mir habe und freue mich auf mein "neues" Leben, haha :) Ganz liebe Grüße und macht euch nicht so viel Stress ♥ Lea

Grüetzi, ein weiterer Erfahrungsbericht auch von mir. Ich war am 06.09.2016 beim Kieferchirurgen. Der Op ging eine Begutachtung voraus, Ergebnis: Zungenbändchen zu kurz (stark verkürzt). Kurz zu mir: Männlich, 26 Jahre, hervorragende Aussprache, aber wie oben und in anderen Foren und Artikeln beschrieben konnte ich kein Eis lecken wie alle anderen, ich habe es immer abbeißen müssen, beim Küssen bekam ich teils Krämpfe in der Zunge weil ich sie nicht heben konnte und zum Schluss litt auch mein Sexleben. Wenn die Dame des Herzens nicht direkt nach 2 Minuten kommt, sondern der Herr sich (gerne bis dato) minutenlang "abkämpfte" bis sie ihren Höhepunkt erlebte und man danach ständig ein überreiztes und teils entzündetes Zungenbändchen hatte, nervt das nicht nur einen selbst, auch sie fühlte sich danach unter Druck gesetzt und das Liebesleben litt. Also musste Abhilfe her. Ich habe lange und viel gegoogled, es noch einige Monate aufgeschoben, aber es am Ende nicht ausgehalten mich und meine Partnerin unglücklich sterben zu lassen. Also die Zahnärztin meines Vertrauens gefragt wie und wo, auf zum Chirurgen und dieser bestätigte mir das mein Zungenbändchen stark verkürzt sei. Nach dem ersten Termin verging noch ein Monat, da die Praxis im Urlaub war. Dienstag war dann der Tag, mit einem leicht mulmigen Gefühl bin ich zum Doc, mit einem Spray betäubte die Assistentin den Bereich rund um das Zungenbändchen, der Doc setzte 10 Minuten später einige Stiche mit der Spritze, die ich aber schon nicht mehr spürte. Er sagte mir es dürfe absolut nichts weh tun, wenn doch, Hand heben und er würde nochmal nachspritzen. Er musste wirklich zweimal nachlegen. Die Schmerzen während bzw. kurz davor waren aber minimal. Die erste Aktion nach der Betäubung war, ein "Band" wie es auch später zum nähen verwendet wurde durch das oberste Ende des Bändchens zu ziehen, mit dem die Assistentin ohne die von mir beschriebenen Krämpfe in der Zunge diese einfach hochziehen konnte um dem Doc die Arbeit zu erleichtern. Die ganze Op hat ca. 10 Minuten gedauert, und endete damit das der Doc mir mein Zungenbändchen auf seinem Op-Tisch zeigte. Er hat es komplett rausgeschnitten. Ich durfte 20 Minuten nach der Op alleine nachhause gehen. Ein Info-Blatt gab mir etliche Hilfestellungen für jeden Fall der Fälle (Blutungen, Schmerzen, Essen, Trinken, Nachbehandlung). Ich brauchte am ersten Tag fünf 400er Ibus um der Schmerzen Herr zu werden. Heute am Mittwoch waren es nur noch 3. Die Nähte spüre ich heute kaum noch. Ich habe die erste Nacht wie auch oben schon erwähnt recht viel Speichel verloren, habe aber gut geschlafen und bin auch morgens ohne Schmerzen aufgewacht. Im Verlauf des Tages ging das Sprechen immer besser, aber auch da habe ich bis jetzt (Mittwoch 23 Uhr) ein nicht sehr sexy Lispeln drin. Mein S ist absolut matschig und Freunde fragten mich ob ich getrunken habe. Der Arzt sagte mir aber dass das durch die (bei mir recht starke) Schwellung der Zunge bedingt sei. Diese kann bis zu fünf Tagen anhalten und "eigentlich" sollte sich danach die Aussprache wieder zügig normalisieren. Laut ihm kann in einigen Fällen aber auch eine "Therapie" beim Logopäden anstehen. Das wird sich zeigen. Zur Nachbehandlung: Vom Arzt wurde mir natürlich nur zu absolut weicher und flüssiger Kost geraten, so lange wie die Fäden drin sind. Ich sollte und tue es wirklich, 10-20 mal am Tag mit kaltem Kamillentee den Mund für ein bis zwei Minuten spülen (kalter Kamillentee schmeckt nichtmal soooo schlecht). Und er verschrieb mir quasi Wassereis bis ich brechen muss. Seitdem lutsche ich 24h Wassereis, und es hilft wirklich. Meine Zunge ist immer noch dick und unförmig, aber sie fühlt sich von Stunde zu Stunde besser an. Die Op war wie gesagt am Dienstag, heute am Mittwoch war ich zur Kontrolle. Die Nähte sahen wunderbar aus sagte der Arzt, aber ich solle trotzdem Donnerstag und auch Freitag noch mal zu ihm. Ich hoffe das alles gut wird, was ich aber heute schon feststellen kann, die Bewegungsfreiheit meiner Zunge ist unfassbar. Ich kann, wenn auch aktuell mit leichten Schmerzen verbunden, meine Zunge gerade herausstrecken. Das ging vorher nicht. Ich kann sie an meinen Gaumen drücken und bin freudig gespannt darauf was alles geht wenn ich sie uneingeschränkt und ohne die Fäden nutzen kann. Fazit: Mit den Schmerzen müsst ihr Leben, Ibuprofen hilft aber zuverlässig. Wegen der Aussprache und der Empfindlichkeit werdet ihr sicher krankgeschrieben. Ich bereue es bis heute nicht, bin aber vor allem gespannt auf die Zeit nach der Heilung. Lasst euch Untersuchen und Beraten wenn ihr unsicher seid.

Also .. Nun auch was von mir ;) Ich habe mir das Zungenbändchen vor 3 Tagen durchtrennen lassen in einer chirurgischen Praxis . Bei mir hat man eine Art Skalpell benutzt. Von dem Eingriff selbst habe ich nicht gemerkt. Die Spritze ist zwar etwas unangenehm aber nicht schmerzhaft ... Was wirklich echt blöd ist, ist dass man den Mund die ganze Zeit geöffnet hat und das ist recht nervig .. Als ich aus der Praxis raus war, kamen dann die Schmerzen .. Die waren ziemlich heftig ... Aber mit guten Schmerztabletten geht's ;) dann ist es zwar nicht mehr so schmerzhaft aber echt nervig. Man kann nicht richtig schlucken und sabbert viel . Viel schlimmer ist aber, dass man nicht essen kann ... Selbst heute nach 3 Tagen nehme ich flüssig Nahrung für Säuglinge zu mir ... Mit einem Strohhalm ... -.-

Das sprechen funktioniert langsam aber auch nicht lange ...

Ich würde all die jenigen davon abraten die es einfach nur machen lassen wollen, weil sie es cooler fänden ... Wer keine Probleme hat mit einem verkürzten Zungenbändchen ... Lasst es .. Es lohnt sich nicht .. Am Ende müsst ihr es aber selbst wissen ....

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