Zum vollen Gehalt arbeiten trotz "Bedarfsgemeinschaft"?

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4 Antworten

Im SGB II-Rechtsbereich sind Kinder gegenüber den anderen Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft nicht unterhaltspflichtig. Dein anrechenbares (!) Einkommen wird nur auf deinen Bedarf angerechnet... nicht auf die Bedarfe deiner Mutter. (Einzige Ausnahme wäre lediglich ggf. der Teil deines Kindergeldes, den du nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigst). Sofern du deine Mutter also nicht freiwillig unterstützt, versorgst du sie mit deinem Einkommen nicht mit. Es ist nur so, dass deine Leistung auf ihr Konto (als Haushaltsvorstand) mitüberwiesen wird. Das, was du aus eigenem Einkommen selber bestreiten musst, bekommt deine Mutter vom Jobcenter entsprechend (für dich !) weniger aufs Konto überwiesen.
Sobald du deinen Bedarf (= deinen Regelsatz plus deine kopfanteiligen Wohnkosten) aus eigenem anrechenbarem Einkommen selber decken kannst, fällst du aus der Bedarfsgemeinschaft deiner Mutter heraus. http://www.gutefrage.net/frage/zuverdienstgrenze-monatlich-oder-jaehrlich-hartz-iv#answer93073132

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Informiere dich mal über ALG II.

"alles über 165 Euro wird abgezogen " ist total falsch, das ist bei ALG, nicht bei ALG II.

Wenn du verdienst, werden beim ALG II die ersten 100.- Euro nicht angerechnet, von 200.- bis 800.- Euro werden 20% nicht angerechnet. Bei 400.- Euro werden also 240.- angerechnet.

Du bildest mit deiner Mutter eine Bedarfsgemeinschaft, da du noch nicht 25 bist.

( schau mal in den Bewilligungsbescheid, da ist eine Abrechnung)


Wenn du z.B. 1.000.- Euro im Monat verdienst, kannst du für dich selber sorgen. Deiner Mutter wird nichts "abgezogen", sie erhält die Hälfte der angemessenen Kosten der Unterkunft und ihren Regelsatz.

Für dich bekommt sie aber dann nichts vom Jobcenter.


Wichtig:

Das Kindergeld wird als Einkommen angerechnet, eventuell bei der Mutter. Das kann man aber direkt an dich zahlen lassen. Bei vollem Gehalt bekommst du aber keinen Kindergeld.

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Da gerade Verwandte einander unterhaltspflichtig sind, wird das nicht gehen.

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Kommentar von Larah10
13.07.2013, 19:35

Im SGB II-Rechtsbereich sind Kinder gegenüber den anderen Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft nicht unterhaltspflichtig.

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Das wird schwierig sein, weil ihr Verwandte seid.

Ich glaube nicht, dass das Amt es akzeptieren wird. Kinder sind, wenn sie genug verdienen auch für ihre Eltern zahlungspflichtig, ebenso wie umgekehrt.

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Kommentar von Larah10
13.07.2013, 19:38

Im SGB II-Rechtsbereich sind Kinder gegenüber den anderen Mitgliedern der Bedarfsgemeinschaft nicht unterhaltspflichtig.

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