zum Todestag meiner Oma extra auf den Friedhof gehen..?

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14 Antworten

mache, was du für richtig empfindest

Jedem steht es doch selbst zu WIE und WANN er/sie trauert. Mach deinen Standpunkt einfach klar das du nicht auf dem Friedhof willst und erklär auch wieso. Deiner familie ist dieser tag nunmal wichtig dann tu ihnen doch den gefallen und geh einfach mit auch wenn es dir egal ist da deine Oma da ja nicht begraben ist. Du solltest auch auf andere Rücksicht nehmen, jeder Mensch trauert anders. ich gehe auch jedes Jahr zum Totensonntag mit meiner Oma ans Grab meiner Mutter. Warum? Weil es meiner Oma wichtig ist, nicht mir. Mir sind der geburtstag/Todestag wichtig nicht der Totensonntag wo scheinbar jeder seine verstorbenen betrauern will.

Ausserdem hat deine Familie nicht ganz unrecht. meinst du nicht du solltest mal eine Trauerbewältigung aufsuchen? 1 jahr ist ne lange zeit und da solltest du wirklich abgeschlossen haben. Es spricht ja nichts dagegen in Errinerungen zu schwälgen und jemanden zu vermissen wenn er/sie gestorben ist aber "immer noch" jeden zweiten tag zu weinen ist nicht gesund.

Hallo.... man muß nicht auf den Friedhof um zu trauern und an jemanden zu denken.Deine Oma ist in deinem Herzen und das ist wichtig. Nachgeben nur um des lieben Frieden willen in der Familie finde ich nicht in Ordnung......du bist alt genug um selber zu entscheiden ob du mitgehen willst.Wenn deine Familie das so nicht akzeptiert tun sie mir leid. Steh zu deiner Meinung und ich hoffe das deine Familie soviel Vernunft hat und dich versteht.

Du widersprichst Dir selbst.

Zunächst willst Du damit argumentieren, dass Deine Oma nicht am 15. sondern am 16. gestorben sei und machst einen Terz wegen genau dieser Tatsache und dweiter unten schreibst Du, dass es völlig egal sei, was für ein Tag nun angesagt ist, dass die ansonsten die Einhaltung genauer Tage piepschnurzewurst ist.

Und jetzt? Dann ist halt der 16. statt der 15 und gut ist.

Weiter geht es um Tradition und Sitte. Es ist nunmal Tradition, dass Familien an (oder um) Jahrestage zu den Gräbern pilgern und kurz gemeinsam innehalten.

Das Schlüsselwort heißt gemeinsam, das bedeutet AUCH DU!

Klar, ich weiß was jetzt kommt, das Dir Tradition sch....egal ist. Die Welt dreht sich jedoch nicht um Dich sondern wir alle fügen uns in ihr ein. Lass es und man wird Dir genau das ankreiden und jahrelang nachtragen.

Weiter geht es hierbei gar nicht um Deine Ansichten, komm mal runter von Deinem hohen Roß.

Und nur, weil Deine Family nicht ein Jahr lang mit verheulten Augen rumlief, soll da keiner getrauert haben? Jeder trauert anders und zudem, das Leben geht weiter. Genau aus diesem Grund veranstaltet man solche Tage, um einen Moment aus dem Leben raus zu nehmen, sich Zeit zu nehmen, sich zu erinnern und ja, auch zu trauern und sich dazu Zeit zu nehmen.

Niemand tut dabei so als ob.

Woher nimmst Du zudem die unglaubliche Gewissheit, dass nur Du ein Recht auf Trauer hast? Du bist im Gegenteil erst mal ein kleineres Glied in der Kette, es gibt da wohl noch das Kind dieser Dsame, Deinen Vater oder Mutter, welche zuerst mal dran wäre.

Nur ordnen Erwachsene (und nein, egal wie alt Du bist, Du bist meilenweit entfernt von der Eigenschaft erwachsen) ihre Prioritäten etwas anders, zuerst muss nämlich mal der Laden laufen, das Tagesgeschäft sozusagen stattfinden und abgewickelt werden, und wollen an einem solchen Tag, eigentlich sind es nur ein paar Minuten, diese umkehren.

Angesichts dieser Umstände, was machst Du?

Pampst blöd rum und trampelst auf Deiner Family rum, weil diese Deinen unvollkommenen und unüberlegten Ansichten nicht entsprechen. Das ist mehr als nur peinlich, es ist zudem verachtend, egoistisch und arogant bis zum Gehtnichtmehr, dass Du gerade bei diesem Thema Dich daneben benimmst.

Vorschnell ist die Jugend mit dem Wort. Nun hast Du etwas geschafft, nämlich alle vor den Kopf zu stoßen wegen Nichtigkeiten, anstatt mal (und das wäre Erwachsen gewesen) zurück zu stehen und mal für einen Moment Deine vorlaute Klappe zu halten.

Meinungsfreiheit bedeutet nicht, andere anzupampen und schon gar nicht, unbedingt zu Allem und Jedem seinen Senf dazu proleten zu müssen, man kann aus Rücksicht, Respekt und Pietät auch einfach mal den Rand halten in gewissen Situationen. Das war so eine Situation.

Un wenn ich richtig lese, um Deine Worte zu verwenden, würdest Du Deiner "ver***ten Familie allesamt gerne den Hals umdrehen".

Du bist ein vorlautes und verzogenes, zudem undankbares und verwöntes Göhr und man hätte Dir beizeiten hin und wieder den Hintern versolen sollen - und sollte das nun auch tun für genau diese Äußerungen. Wenn Dir Deine Familie nicht passt, wenn Du alle so abgrundtief hasst, dass Du ihnen nebst Beleidigungen unter der Gürtellinie den Tod wünschst, dann verlasse sie, geh.

Es wird sicherlich weder Dir und denen leid tun, im Gegenteil, wenn die hiervon erfahren, von dieser Ausdrucksweise, wird man eine Party feiern, Dich los zu sein - und hernach wird man weinen vor Trauer, Dich verloren zu haben. Aber das geht Dich ja nichts mehr an.

talladin 16.10.2012, 07:05

Ganz hast du das problem aber nicht verstanden.. soweit ich es verstehe stört es den TE das die familie auf den Friedhof will obwohl die Oma dort gar nicht begraben liegt.. das jemand keine Lust hat auf einen friedhof zu gehen wo NICHTS vond er verstorbenen ist kann ich schon nachvollziehen.

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Lilice 17.10.2012, 02:04

Ich bin weder verzogen noch vorlaut.

Allerding verbittert.

Ich brauche meine Familie nicht verlassen, sie hat mich schon vor Jahren verlassen. Ich bin so gut wie bei meiner Oma aufgewachsen, sie hat sich um mich gekümmert bis sie den Schlaganfall hatte und ich mich dannauch um sie gekümmert habe. In der Zeit, habe ich meine Familie ...lass mich überlegen...3,4 mal ? ...gesehen

Wir wohnen 5Minuten von einander entfernt..!

Warum bin ich der Meinung, dass nur ich trauern darf?

Vielleicht, weil keiner von ihnen es für nötig gehalten hat uns beiden in ihrem letzten Lebensabschnitt bei zustehen.

Vielleicht, weil sie mich mit dieser Situation vor und nach ihrem Tod komplett allein gelassen haben.

Vielleicht, weil sie nach ihrem Tod erstmal nichts besseres zu tun hatten, als mein Erbe angefochten.

Reicht dir das als Begründung?!

Ps.: ich bin 22.

PPS.: heute war der 16. ich bin nicht mit gegangen und ich bin mehr als froh über diese Tatsache ( ;

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Auch, wenn meine Antwort jetzt etwas spät kommt. Ich bin seid 2008 nicht mehr auf einem Friedhof gewesen, weil ich nicht zu einem Grab gehen muss, um mich an die schönen Zeiten mit meiner Oma zu erinnern. Meine Familie findet das zwar schade, aber sie akzeptieren es. Ich finde, du musst selber wissen, ob du hinmöchtest, oder nicht.

Also ich sehe das immer so.. meine Oma ist nicht auf dem Friedhof. Ihre Seele ist im Himmel und wenn ich einst alt bin (und sterbe) , werde ich sie wieder sehen.

Dass deine Fam. nur an diesem einen Tag so tut, als wären sie traurig.. finde ich.. wie soll ich mich ausdrücken.. peinlich... wenn man einen auf heile Fam. machen will und dann so tut, ja, dass ist peinlich und heuchlerisch.

Ich suche mir ja auch keinen bestimmten Tag an dem ich traurig bin, dass meine Oma nicht mehr da ist. Jetzt, nachdem die größte Trauer überwunden ist, kann ich hauptsächlich an die schöne Zeit mit ihr denken. Und wenn ich mir Fotos von ihr ansehe.. dann weine ich manchmal, aber meistens sind das ganz normale Tage..

Ich hoffe ich konnte dir evtl. helfen. Und ich hoffe, der Schmerz in dir macht dir bald Platz, für nur noch schöne Erinnerungen.

Alles Gute :)

Ich denke ich würde um des lieben Frieden Willen mitgehen.

Du könntest ja allein am 15 Oktober auf den Friedhof gehen und deiner Oma so nah zu sein. Oder an ihrem Geburtstag. Oder an jedem anderen Tag.

Deine Familie scheint der 16 ja wichtig zu sein. Wenn du da jetzt nicht mitgehst wirst du wohl einige Anfeindungen erfahren. Daher würde ich wohl zurückstecken.

Trauere um deine Oma so oft und so viel du möchtest. Nur du allein entscheidest, wann du "es endlich mal abschließen" möchtest.

Ich wünsch dir viel Kraft. LG

Hallo,

meine Oma ist am 4. April dieses Jahr gestorben und ich hatte dann ein ähnlichen Streit mir meiner Familie. Es ging um die Beerdigung. Wenn du mehr wissen willst schreib mich doch an.

Ich an deiner Stelle würde versuchen nochmal ruhig mit deiner Familie zu reden und ihnen deine Sicht der Dinge zu erklären. Wenn alles nichts hilft, dann sag Ihnen klipp und klar, dass du deine Art zu trauern hast und sie Ihre und sie dich in Ruhe zu lassen haben.

Also wenn du irgendwie drüber reden willst, oder meine Geschichte wissen möchtest kannst du mir schreiben.

Ich wünsche dir viel Glück&Kraft!

LG Julia

Du musst abwägen.

Du selbst willst nicht. Auch das mit dem "rumheulen auf der Wiese" kann ich nachvollziehen.

Vielleicht ist es aber einfach so, dass Deiner Familie wichtig ist, dass ihr alle zusammen geht.

Das mit dem Abschließen mit Verstorbenen klappt bei mir sehr gut an deren Ruhestätte, vielleicht heißt es genau deswegen so .... Dort ist eben ihr letzter Platz.

Du musst, wie Deine Freundin sagt, einfach abwägen, ob es nicht passender wäre, dem Wunsch Deiner Familie nachzukommen und einfach mitzugehen oder ob Dus tatsächlich Deine Sichtweise über die Wünsche Deiner Familie stellen willst.

Das ist die Sache mit dem Erwachsenwerden und Erwachesensein und dem Entscheidungen treffen ...

Lilice 16.10.2012, 01:42

Mir kommt nur der Familiensinn reichlich spät.

Wir hätten uns als Familie um Oma kümmern können (sie hatte 2Jahre vor ihrem Tod einen Schlaganfall ((pflegestufe 3)) und ich habe sie zu Hause gepflegt)...

Wir hätten in der Zeit, nach ihrem Tod "zusammen" bleiben können...

Wir hatten schon die ganze Zeit, zeit um zusammen zu trauern...

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Kayana 16.10.2012, 01:58
@Lilice

Ja, ich verstehe, Du bist sauer auf Deine Familie. Es ist nicht leicht, die Mutter zu pflegen. Meine Schwiegermutter ist im Pflegeheim, ich krieg meinen Mann nicht dazu, sie zu besuchen. Glücklicherweise ist sie so dement, dass sie ihn eh nicht mehr erkennt und nix mehr zusammenkriegt. Aber für ihn ist das so schlimm sie so zu sehen, er kanns nicht. :-( Als es ihr noch besser ging, hat er sie gepflegt.

Viele Menschen können erst mal gar nicht trauern .... als meine Oma starb, bei der ich aufwuchs war ich 20. Ich habe weder bei der Nachricht noch bei der Beerdigung geweint. In meinem Kopf kamen 1000 Bilder aus der Vergangenheit mit ihr auf mich zu, ich konnte das überhaupt nicht bremsen, ich war so beschäftigt, die Bilder zu verarbeiten, dass ich gar nicht an meine Gefühle kam ...

War sehr seltsam und ich habe im Grunde bis heute nicht um sie getrauert, wie man es erwarten würde ... ich kanns nicht erklären.

Es ist sehr bewundernswert, dass Du sie gepflegt hast!

Es geht glaube ich nicht ums zusammen trauern, sondern ums zusammen "hingehen", "besuchen" und irgendwie ist der Besuch an einem Grab (auch wenn Du es nicht als solches akzeptierst besinnlich. Mir fällt kein passenderes Wort ein. Mich macht es immer ganz, ganz ruhig und es erdet mich ....

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geh mit, weil famlienleben, wie jede beziehung aus ab-und zugeben besteht. niemand sollte in einer famlie auf seinen standpunkt beharren, deine eltern werden sicher auch dinge für dich tun, die sie nicht so gerne machen. also geh mit und mach deine trauer sonst mit dir aus

Trauern ist wie beten....entweder man machts oder nicht, aber wenn dann wann man will

von daher stehts dir frei, solange du mit dir selbst übereinkommst, dass deine Trauer so in Ordnung und angemeßen ist

Ich denke nicht das der Tag eine rolle spielt.

Ich für meinen Teil halte von Friedhofsbesuchen nicht viel. Ich bin eher einer der immer wieder an besondere Menschen denkt, ohne auf den Friedhof gehen zu müssen.

lg

Du musst auf deine Art die Trauer verarbeiten. Sonst geh lieber alleine auf den Friedhof, vielleicht gehts dir dabei besser :-o

Lilice 16.10.2012, 01:34

Ich will ja gar nicht auf den Friedhof, da gibt es "nichts" von meiner Oma.

Mir geht es mehr darum, dass ich nicht nachvollziehen will, warum das meiner Familie so wichtig ist...

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alnennaaa 16.10.2012, 01:38
@Lilice

Das ist einfach deren Art deiner Oma zu gedenken. Ich kann deinen Standpunkt sehr gut verstehen, aber du solltest seiner Familie keine Vorwürfe machen.

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Jeder trauert auf seine Weise über den Tod eines geliebten Menschen! Du siehst nur Deine Tränen, bist Du immer mit den Anderen zusammen, so ,daß Du beurteilen kannst, ob sie weinen oder nicht?

Wer zählt für Dein jetziges Leben denn noch?Die Tote?

Lilice 16.10.2012, 01:49

nachdem du dass hier gleich 5mal gepostet hast...

Wenn sie trauern würden, warum muss ich mir dann blöde Kommentare anhören, wenn ich wegen Oma heule muss?

Die Tote ist das einzige, was für mich nach wie vor zählt. Das war schon immer so und ich HOFFE, dass das immer so bleiben wird. Zu mindestens jetzt bin ich noch nicht bereit "los" zulassen.

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talladin 16.10.2012, 07:13
@Lilice

Denk mal über deinen Satz nach... "Wenn sie trauern würden, warum muss ich mir dann blöde Kommentare anhören, wenn ich wegen Oma heule muss?" Fällt dir was auf? DU verstehst nicht wie man nicht trauern kann bzw seine trauer nicht zeigen kann deine Familie versteht aber auch nicht wie man ständig heulen kann. Eigentlich sieht die Sache eher so aus das scheinbar KEINER von euch verstehen kann/will wieso der eine so trauert und der andere so.

Als mein Schwiegervater verstorben ist hat es mich auch tierisch gewundert das mein Mann keine Träne vergossen hat, bis ich ihn im bad hab weinen hören.. er ist halt so erzogen worden das ein Mann nicht vor fremden zu weinen hat, aber mit sowas muss man eben Leben.

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man MUSS gar nicht zum feidhof, du kannst auch an deine oma denken das ist ihr bestimmt lieber als das du gezwungen zum friedhof gehst. tu das was für dich das beste ist.

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