Zum Thema "Kategorischer Imperativ" ... warum sollte es ethisch nicht reichen immer aus Liebe heraus zu handeln? Mir fehlt bei Kant die Antwort auf das "Warum"?

5 Antworten

Möglicherweise suchst du die Anwort einfach an der falschen Stelle bei Kant, denn die Antwort liegt viel früher, schon im ersten Satz der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten heißt es, dass nichts ohne Einschränkungen gut ist, außer ein guter Wille.

Richtschnur des guten Willens ist die sittliche Pflicht, also die "Notwendigkeit einer Handlung aus Achtung fürs Gesetz" (GMS IV, 400).
Diese Achtung meint hier aber nicht das Gefühl, sondern das Bewusstsein der Unterordnung des Willens unter Grundsätze, die sich das vernünftige Subjekt selbst auferlegt.

Um die Lenkung des Willens konkurrieren miteinander Vernunft und Motive (Neigungen). Das erklärt auch den imperativen Charakter Kants Ethik.

Moralprinzipien haben nicht an sich imperativischen Charakter, sondern sie werden erst durch die Beziehung auf das Wollen und Handeln eines nicht rein vernünftigen Wesens, bei dem die Prinzipien auf den Widerstand von Neigungen stoßen, zu Geboten oder Verboten.

Moralische Gesetze müssen zudem allgemeingültig sein, denn ein Gebot hat nur dann moralischen Charakter, wenn es für alle gilt, die unter denselben Umständen handeln; es muss daher unabhängig von Trieben, Instinkten, Bedürfnissen usw. gebieten, die von Mensch zu Mensch, von Volk zu Volk, von Epoche zu Epoche verschieden sein können. (W. Röd: GDP IX, 1, 79 ff.)

.. weil Liebe und Abneigung die Handlungen und Sichtweisen beeinflussen würden und somit dem kategorischen Imperativ widersprechen würden.

Liebe führt zu unvernünftigem Handeln - genau wie es die Abneigung tut.

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  • Kant hat seinen kategorischen Imperativ in mehreren Formeln verschriftlicht. Die Grundformel des kategorischen Imperativs lautet: "Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."
  • Für Kant ist dies die einzig wahre Handlungsgrundlage. Wenn ein Mensch wissen möchte, ob seine Handlungen moralisch sind, solle er sich die Formel des kategorischen Imperativs ins Gedächtnis rufen.http://www.helpster.de/kategorischer-imperativ-einfach-erklaert_126617
Woher ich das weiß:Recherche

Es heiß ja auch "Liebe macht blind !", dadurch wird nämlich das neutrale Tun und Lassen unmöglich.

Es kann mitunter sogar bis zum Mord gehen, weil es der Liebespartner so will!!

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