Zum ersten Mal beim Psychiater. Was genau passiert?

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6 Antworten

Hi,

ich habe schon eine Psychotherapie bei einem Psychologen mitgemacht. Die ersten Sitzungen waren bei mir eher "das Kennenlernen". Der Psychologe hat mich über alles ausgefragt. Wieso ich hier bin, was ich erwarte, wie meine sozialen und familiären Verhältnisse sind und, und, und.
Im Gegenzug stellte sich aber auch der Psychologe vor bei mir.

In der Therapie hat man viele Probleme besprochen - miteinander. Ich musste auch manchmal fiktive Briefe schreiben - die zum Beispiel nicht an jemanden zugehen sollten - sondern viel mehr dann in der Therapiesitzung besprochen werden sollten. Der Psychologe hat den Brief dann vorgelesen und "auseinandergenommen" und dann viele Stellen mit mir besprochen usw.

Rückblickend auf meine ambulante Psychotherapie bei  meinem Psychologen kann ich nur Gutes berichten und war froh, dass ich so einen guten Psychologen hatte - die Therapie an sich hat mir auch sehr gut geholfen.

Wichtig ist noch zu sagen, dass aber auch die Chemie zum Psychologen und Patienten gut passen muss - denn nur so kann der beste Erfolg erzielt werden.

PS: Wie es beim Psychiater ist, kann ich Dir leider nicht sagen. Aber ja, so war es bei meinem Psychologen.

Alles Gute!

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:26

Dankeschön. Es ist aber ein Psychiater, kein Psychologe. Worin genau der unterschied besteht, kann ich nicht sagen. Schön, dass die Therapie dir geholfen hat! Macht mir Mut, professionelle Hilfe anzunehmen!

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:35

Ja, ich hab es gerade gelesen und auch schon beantwortet. Bin jetzt ein Stückchen schlauer :) Danke für deine aufbauende Worte! LG

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:43

Ist leider wirklich so :( fürs Blindenstock habe ich Jahre gebraucht, bis ich mich dazu überwunden habe (und der wird trotzdem nicht benutzt) und auch hier habe ich lange gebraucht, um einzusehen, dass ich Hilfe brauche.....ich dachte, ich pack es allein....jedenfalls, auch dir alles Gute weiterhin und liebsten Dank für deine hilfreichen Antworten! LG

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 20:00

Werde ich tun.....Danke nochmal! 😊

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Hallo Du lieber Mitmensch,

ich arbeite seit 2 Jahren in einer psychiatrischen Tagesklinik und möchte Dir die Angst vor dem Arztbesuch gerne nehmen. Ein Psychiater ist ein Mediziner der sich um Geist und Körper kümmert. Er wird fragen wo das Problem liegt und versuchen adäquat zu helfen. Allerdings glaube ich, dass Du vermutlich eher zu einem Psychologen musst....Ein Psychiater kann unter anderem  auch Psychopharmaka verordnen ein Psychologe redet und macht Verhaltenstherapie. Da musst Du mal in dich reinhorchen was Dir am ehesten helfen kann. Alles Gute und viel Glück!

Wie wäre es evtl. mit einer Kurmassnahme, 3 Wochen Kur auf Krankenkassenkosten mit Anwendungen und Gesprächen?

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:33

Hallo Nidane. Danke für deine Insider Antwort! Mir würde Verhaltenstherapie eher wie eine medikamentöse Behandlung helfen. Bin alleinerziehende Mama zweier Halbwüchsiger, da möchte ich ehrlich gesagt nicht mit Medikamente zugedröhnt sein......ich war im Januar für 3 Wochen in einer Mutter -Kind(er) Kur. Fürs Wohlbefinden super! Aber mir konnte man nicht helfen, man ist einfach überfordert in einem Gespräch mit mir. .....

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:49

Ich bin bei der AOK :( es stimmt, dass sie sich oft quer legen, aber ein Versuch ist es trotzdem wert! Gleich morgen früh ruf ich dort an und erkundige mich. Daß es sowas und auch LPK gibt, wußte ich gar nicht. Vielen Dank für deinen teuren Rat, hast mir sehr geholfen, weiß jetzt, wo ich beginnen soll :))

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 20:12

Alles klar, werde ich auf jeden Fall machen....Danke nochmal! LG

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Hat dir jemand geraten zu einem Psychiater zu gehen? Das was du beschreibst klingt nämlich nicht wie ein Grund zu einem Psychiater zu gehen. Ein Psychiater ist ein Arzt, der kann Diagnosen stellen. Dazu macht er Tests. Und er kann Medikamente verschreiben.

Bei dem was du beschreibst brauchst du eher einen Psychologen. Wenn du dies von der Krankenkasse bezahlt haben willst musst du ein Rezept haben. Das bekommst du aber auch vom Allgemein Arzt, dazu brauchst du nicht zwingend einen Psychiater.

Aber zu deiner Frage. Bei einem ersten Besuch beim Psychiater wird er dich fragen warum du kommst und wird dann alles abfragen was zu den Schwierigkeiten dazu gehört. Dann entscheidet er anhand der Infos die er bekommt was er noch weiter von dir braucht. Es kann also sein, dass er noch mehrere Termine macht um mit dir Testungen zu machen. Es kann aber auch sein, dass er dir Medikamente verschreibt. Dann musst du öfter kommen um zu kontrollieren ob die Medis ihren Zweck erfüllen, ob die Dosis stimmt oder Nebenwirkungen auftreten.

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:59

Hallo. Also, ich bin zuerst zum Hausarzt, sagte ihm, dass mir immer schlechter geht und ich eine Therapie beim Psychologen machen möchte. Als mein Arzt weiß er natürlich von meiner Sehbehinderung, und hat natürlich nach dem Grund gefragt. Daraufhin sagte er, ich soll zum Psychologen und Psychiater. Beim letzteren habe ich einen zeitnahen Term bekommen. Auf die Frage an die Sprechstundenhilfe am Telefon von der psychiatrischen Praxis, ob ich einen Termin beim Psychologen auch brauche, antwortete die Dame, es sei mir überlassen, ich könne gerne bis zum Termin beim Psychiater abwarten, was sich ergibt, oder auch gerne trotzdem jetzt schon mal einen Termin beim Psychologen. Da ich mich absolut nicht auskenne, wollte ich dann halt erst mal den Termin beim Psychiater abwarten......Sorry, meine Antwort ist ein Wirrwarr :(

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 20:20

Das möchte ich wirklich. Die überwiegend hat zwar gedauert, dafür möchte ich ernsthaft Hilfe annehmen, und nicht halbherzig und ungeduldig eine Therapie machen. Ich habe heute Abend für mich so hilfreiche Antworten bekommen (schade, dass pro Frage nur eine Antwort als hilfreich gewählt werden kann :().....ich beginne gleich morgen früh mit der Suche eines Therapeuten. Jetzt weiß ich ja, wohin ich mich wenden kann, und muss nicht noch bis zum Ende des Monats warten, bis der Psychiater mir bei der Hilfe weiter helfen kann. Auch dir lieben Dank für die Antwort! LG

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 20:32

*Überwindung, nicht überwiegend

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 21:19

Liebsten Dank Sinja2....Dir auch alles Gute! LG

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Wegen praktischer Hilfen kontaktiere mal den Blindenbund. Die wissen, welche finanziellen Mittel Dir zustehen könnten und welche Hilfestellungen ist gibt.

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Ich würde von der ganzen professionellen Psychorichtung Abstand nehmen. Ist sogar gefährlich - die finden auf jeden Fall was (Depression und Angstzustände - diese "Diagnose" könnte man wohl bei 70% der Bevölkerung stellen, einschließlich denen selbst) und verschreiben dir Medikamente, die du wahrscheinlich, so wie du an diese Typen glaubst, auch brav schlucken wirst. Dass das Leben einen bedrücken und ängstigen kann, hat mir Krankheit nichts zu tun - das Umgekehrte wäre merkwürdig. Der beste Psychiater ist Jesus Christus. Fang doch lieber an, regelmäßig den Gottesdienst zu besuchen. Es wird nicht von heute auf morgen passieren, aber du wirst dich seelisch langsam verändern, stärker und ruhiger werden. Ich verspreche dir - in zwei Jahren wirst du nicht mehr dieselbe sein, selbst wenn du stockblind werden solltest, falls es soweit kommt. Falls du nicht an Gott glaubst - geh einfach trotzdem mal hin. Zum Glauben führen unterschiedliche Wege und die Ausgangslage, die du jetzt hast, ist nicht die schlechteste, da du Hilfe suchst. Mach das - nur wünsche ich dir, dass du sie am richtigen Ort suchst und auch findest.


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Geh einfach unvoreingenommen dorthin. Schau dir den Psychiater an ob zwischen euch die "Chemie" stimmt. Er wird dich fragen warum du zu ihm kommst und dann ist es an dir was und wieviel du ihm erzählen willst. Ich wünsche dir von Herzen, dass du einen Therapeuten gefunden hast.

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Kommentar von abendleserin
10.03.2016, 19:22

Vielen lieben Dank!

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