Zum christentum Konvertieren ohne Kirche?

16 Antworten

Du kannst deinen Glauben natürlich auch im verborgenen leben, es wird dich allerdings nicht glücklich machen.

Einer Gemeinde anzugehören ist essentiell um im glauben zu wachsen und standhafter zu werden, da du dich mit anderen Christen austauschen und natürlich von anderen lernen kannst.

Es ist auch wichtig mit deiner Familie im reinen zu sein. Früher oder später musst du es ihnen sagen, damit du nichts vorspielen musst.

Vertraue auf Gott und lass dich nicht entmutigen, wenn nicht alles so läuft, wie du es dir vorgestellt hast.

Das Christentum ist von seinem Wesen her eine Gemeinschaftreligion. D. h. das Leben als Christ spielt sich zu einem wesentlichen Teil in einer der Kirchen oder freikirchlichen Gemeinden ab. Das verhindert auch, dass sich jeder seinen eigenen Glauben zusammenstrickt (klar, das ist erlaubt und gehört zur Glaubensfreiheit in Europa!), aber dann behauptet, ein Christ zu sein, auch wenn er letzlich was ganz anderes glaubt (das wäre Etikettenschwindel).

Zum Christentum gehört auch, dass man sich dazu bekennt, auch gegenüber seiner Familie und in der Öffentlichkeit (was nicht heißt, dass man es überall herumposaunen muss).

Wenn du stark in deine Familie eingebunden bist, dann ist das freilich ein Problem. Aber du musst nichts überstürzen. Befasse dich erst einmal mit dem christlichen Glauben und lerne ihn näher kennen, besonders auch die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede zum Islam. Du kannst dich langsam "herantasten". Einer christlichen Gemeinschaft durch die Taufe beitreten kannst du, wenn du dir sicher bist und dich dafür stark genug fühlst.

Erstmal lies mal das hier: https://www.gutefrage.net/frage/konvertieren-zum-christentum-als-atheistin#answer-281949985

Viele Christen scheinen es aber heutzutage hinzubekommen, ohne in die Kirche zu gehen, religiös zu bleiben.

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Eine sicher momentan ganz schwierige Frage, die Du hier im Chat nicht beantworten solltest: was würde schlimmstenfalls passieren, wenn Deine Umgebung Deine innere Haltung mitbekommen würde? Vielleicht gibt es einen verschwiegenen Freund, mit dem Du reden kannst. Könnte irgendwann der innere Zwiespalt zu groß werden, um ihn allein ertragen zu können?

Mir gefällt der Pantheismus, und ich sehe das ein bisschen anders: Gott ist der Geist, der dem Universum innewohnt. Er ist immer und überall anwesend. Wir gehören zu ihm und sind Teile von ihm. Dazu sollten wir natürlich möglichst gut mit ihm "mitschwingen" und uns nicht querstellen.

Am besten kommt das Göttliche in der lebendigen Natur zum Ausdruck und darüber hinaus im guten menschlichen Miteinander. Daher verehrt man Gott am besten, indem man die Natur ehrt und möglichst erhält. Das gilt insbesondere auch für die wilde unberührte Natur. Von ihr sollte überall etwas verschont oder wiederkultiviert werden.

Der Pantheismus kommt zum Beispiel in der christlichen Mystik oder im Sufismus zum Ausdruck. Als heimlicher Pantheist kannst du ruhig Moslem bleiben. Mit der Lehre und den Sitten und Gebräuchen brauchst du es nicht übergenau zu nehmen. Das machen die heutigen Christen nämlich auch nicht, sofern sie nicht in irgendeiner Sekte gelandet sind. Von diesen möchte ich dir raten, fern zu bleiben.

zu Gott bete und an ihn und sein Werk glaube, um von ihm als Gläubiger angesehen zu werden?

Du mußt nicht unbedingt einer christlichen Konfession angehören um christlich zu leben.
Beten und glauben - das hört sich mehr wie Islam an, das kannst du auch dort.
Beschäftige dich mit der Botschaft Jesu (in den Evangelien enthalten, nicht "Bibel" allgemein) welche "gerechtes Handeln" erwartet um zu Jesu zu gehören (das ist dann Christ sein) und das Vertrauen darauf , dadurch auch zum Reich Gottes zu gehören.
"Gerechtes Handeln" ist mehr als abwägen, es umfaßt etwa dies:
"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch! "
Das beinhaltet Zuwendung zum Mitmenschen in Not, Erbarmen und Verzeihung, Nächstenliebe.
Damit kommst du auch nicht mit dem Islam in Konflikt - könnte höchstens auffallen in deinem Umfeld.

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