Zum buddhistischen Kausalitäts- und Karmagesetz

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

" wie ist es möglich logisch nach zu vollziehen, wiso unsere Gedanken Einfluss auf unser Karma haben soll? "

Weil das Karma nach strenger buddhistischer Definition im Geist "gespreichert" wird und unsere Gedanken unmittelbaren Einfluss darauf tragen.

"wie können wir Karma überhaupt ansammeln wenn wir dem Kausalitätsgesetz doch unterworfen sind, das würde doch bedeuten, dass alles was wir machen schon im vorherigen Moment determiniert bzw. festgelegt ist und somit können wir doch auch nichts schlechtes bzw. gutes tun."

Es wird nicht besagt, dass alles vorbestimmt ist, sondern lediglich, dass nichts ohne Ursache passiert und nichts keine Ursache hat und alles somit eine Folge. Alles beeinflusst sich gegenseitig, was aber nicht heißt, dass alles festgelegt ist (zumindest nicht nach buddhistischer Lehre).

mfg

Dem letzten Absatz kann ich ohne Widerspruch zustimmen, sehr schön formuliert. :-)

Die Frage nach dem "Wieso beeinflussen Gedanken unser Karma" würde ich genau mit der Aussage des letzten Absatzes beantworten:

Alles hat eine Ursache und eine Wirkung.

Ich denke da gerne an einen Auftritt des Komikers Otto Waalkes in dem es folgenden Dialog gibt (aus dem Gedächtnis zitiert)

  • "Großhirn an Faust, Großhirn an Faust - Ballen!!!!"
  • "Faust an Großhirn, Faust an Großhirn - bin geballt"
  • "Großhirn an Faust, Großhirn an Faust - Ausfahren!!!"
  • "Faust an Großhirn, Faust an Großhirn: ...ich trau mich nicht..."

Wer es spiritueller mag:

Es gibt die Geschichte von einem Yogaschüler und seinem Lehrer, die meditierten und dabei von einem Moskito gestört wurden.

Als sich der Moskito setzte und der Schüler die Hand hob, erinnerte er sich an das Gebot der Gewaltlosigkeit - und ließ den Arm wieder sinken.

"Wieso hast du ihn nicht erschlagen?" fragte sein Guru und der Schüler erklärte verwirrt, es sei doch verboten zu töten.

Sein Lehrer erklärte ihm dann, "es geht nicht darum nicht zu töten, sondern darum, das Bedürfnis töten zu wollen, zu überwinden"

Ob das überhaupt möglich ist, sei dahingestellt - beide Beispiele zeigen jedenfalls, dass der Gedanke schon eine Ursache ist die eine Wirkung hat - also das Potential hat, eine Tat auszulösen - und damit Karma ist.

Daher wird die Vorstellung überhaupt kein Karma zu erzeugen, in einigen buddhistischen Traditionen auch nicht weiter verfolgt - weil es schlichtweg nicht machbar ist.

Manche konzentrieren sich deshalb zumindest auf die Generierung von positivem Karma, nach dem Motto "wenn schon Karma, dann wenigstens gutes" ;-)

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Es folgt natürlich jedem Augenblick der nächste Augenblick, doch wir können ununterbrochen entscheiden, ob wir gegen oder für uns handeln, ich etwa entscheide jetzt in diesem Augenblick, dass ich heute nichts mehr essen werde.

Ich muss der Versuchung nicht (zwingend) nachgeben.

Die Leerheit der Dinge sehe ich so, das es eines Bewußtseins bedarf, damit diese in Erscheinung treten können. So wie der Apfelgeschmack nicht inhärent im Apfel existiert, sondern erst in Erscheinung tritt, wenn du den Apfel isst. Der Apfel ist sozusagen leer von Apfelgeschmack. Die Dinge sind leer von Existenz. Denke das ist soweit klar.

Bewußtsein ist der zeitlose Punkt an dem sich Vergangenheit und Zukunft treffen. Unbewußte Handlungen erzeugen Leid und damit negatives Karma. Wenn du dein Bewußtsein änderst, wenn du es schaffen würdest nur noch bewußte Handlungen auszuführen, dann würde kein negatives Karma, keine negativen Auswirkungen für die Zukunft entstehen.

Das ist jetzt weniger theoretisch, es ist praktisch nachvollziehbar. Weiß nicht ob dir das weiterhilft?

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