Zulassungsfreie studiengänge, wie Physik, warum?

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11 Antworten

Es gibt (leider) nicht viel Abiturienten, die sich für ein Physikstudium interessieren; nicht, weil die Berufsaussichten schlecht sind, sondern weil die Naturwissenschaften in der Schule nicht sehr attraktiv gestaltet werden und so nur die "Hard-Core-Physikschüler" das Interesse am Fach nicht verlieren.

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Wechselfreund 04.10.2016, 17:28

weil die Naturwissenschaften in der Schule nicht sehr attraktiv gestaltet werden

Wenn du mit attraktiv die Vergabe von sehr guten Noten bei mäßigem Einsatz meinst gebe ich dir recht...

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lks72 04.10.2016, 19:59
@Wechselfreund

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Deine Grundannahme geht an der Sache vorbei:

Das Wort "NC" wird in der Umgangssprache von über einem Dutzend Bedeutungen gebeutelt. Das führt zu einer heillosen Sprachverwirrung. Deshalb sollte man den unvermittelten Gebrauch des Wortes "NC" tunlichst vermeiden.

Das Wort "NC" bedeutet in der Amtssprache "begrenzte Zahl von
Studienplätzen". Das ist gleichbedeutend mit "Zulassungsbeschränkung",
d.h. nicht jedem studienberechtigten Interessenten ist ein Studienplatz
garantiert wie bei zulassungfreien Studienangeboten. Die Begrenzung der Studienplätze eines Studienangeboten auf eine amtlich festgelegte Zahl (gleich NC) ist eine haushaltspolitische Maßnahme. 

Bei einem zulassungsbeschränkten Studienangebot ist eine Bewerbung erforderlich. Wenn nach Bewerbungsschluss die Zahl der Bewerber die festgelegte Zahl der zu besetzenden Plätze (amtlich "NC" genannt) übersteigt, d.h. im Falle eines Bewerberüberhanges (nur dann und genau dann!), wird ein Auswahlverfahren durchgeführt. Dazu werden in aller Regel zunächst eine Qualifikationsquote (Abitur-Durchschnittsnote) und eine Wartezeitquote (Zahl der studienfreien Halbjahre seit Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung) festgesetzt. Für jede dieser beiden Quoten wird jeweils eine Rangliste der Bewerber angelegt. Nach der Qualifikationsrangliste  und  der Wartezeitrangliste werden die beiden Studienplatz-Quoten aufgefüllt. Die beiden letzten noch zugelassenen Bewerber bilden die Notenauswahlgrenze und die Wartezeitauswahlgrenze. Die aktuellen Auswahlgrenzen nach Note und Wartezeit werden gewöhnlich von den Hochschulen veröffentlicht. Die geben für künftige Auswahlverfahren nur sehr grobe Anhaltspunkte. Die Notenauswahlgrenze (z.B. 2,4) eines derartigen Auswahlverfahrens ist eine der häufigsten umgangssprachlichen Bedeutungen des Wortes NC.

Nun zurück zu Deiner Frage und Deiner Annahme. Die Beschäftigungsaussichten für Physiker sind traditionell gut bis sehr gut. Wenn man nun annimmt, dass die staatlichen Haushaltsmittel im Hochschulbereich zur Harmonisierung des Arbeitsmarktes eingesetzt werden, dann wären Zulassungsbeschränkungen für angehende Physiker ausgesprochen unproduktiv. Damit würde der Mangel an Physikern vergrößert zum Schaden des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes. Insofern ist die Zulassungsfreiheit für Physik-Studienangebote ein Indiz für den Mangel an Physikern. An akademischen Schöngeistern herrscht hierzulande weitgehend Überschuss.

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Hochschulen müssen ja auch für eine geeignete Auslastung der Studiengänge sorgen. Zu viele Studierende sind genauso schlecht wie zu wenige.

Und wenn bei einem Studiengang zu wenige Leute Interesse haben versucht man durch eine Lockerung der Zulassungsbedingungen zu ändern.

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Also es bewerben sich nicht viele, daher muss man nicht anfangs schon aussondern, zudem ist die durchfallquote sehr hoch, dh nach den ersten semestern werden viele gehen! Das hat mit dem bedarf an physikern nichts zu tun! Lg

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Ankido 04.10.2016, 08:58

Sie gehen? oder werden von der Fakultät rausgeschmissen?

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Lazybear 04.10.2016, 09:13

nein, die meisten merken von selbst, dass es nichts für sie ist, physik auf der uni ist was anderes als physik auf dem gymnasium, sie wechseln zu was anderem, entweder sie kommen mit dem stoff nicht zurecht oder mit dem arbeitsaufwand und das zeigt sich in den prüfungen! zudem muss man mindestens 60% vom stoff beherschen um zu bestehen, die anzahl an versuchen eine prüfung zu wiederholen ist begrenzt, danach wird man nicht mehr zum studium dieses fachs zugelassen und muss sich was neues suchen! solltest du interesse an einem physikstudium haben, sage ich dir, dass es sich immer lohnt was zu probieren, du wirst sehr schnell merken obs was für dich ist oder nicht! falls du physik lk hattest und gute noten so heisst es bei weitem nicht, du bist zum studium von physik in der lage, ich hatte im LK 13-14 punkte auf dem zeugnis, habe auf der uni in physik grade noch so die 4.0 bekommen, ein freund von mir, der mit mir im LK war hat meist etwas schlechtere noten gehabt, geht im studium aber voll auf! lg

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Ankido 04.10.2016, 14:00

Ich fange in diesem Oktober mit Physik an. ich bin 23 Jahre alt. Hoffentlich finde ich die ein bisschen einfacher. Allerdings habe ich großes Interesse an Physik.

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Lazybear 04.10.2016, 21:37

wenn das so ist, sollte nix schiefgehen, weil du bist grade mal 23, entweder es läuft oder du entscheidest dich nach 1-2 semestern um, da wirst du nicht viel verlieren, bei mir ist es anders, bin fast 30, sollte mal langsam fertig werden xD! aber grundsätzlich ist es so, wenn du schnell im kopf bist, und gut transferdenken kannst, hast du die besten vorraussetzungen, in den prüfungen brauchst du in der regel kaum transfer, aber in den übungen und um die vorlesungen zu raffen, wenn es dir auchnoch spaß macht ist es super! aber denk dran, der Schuster hat die schlimmsten schuhe... hehe physik als hobby ist was anderes als physik 24/7/365 :) viel erfolg beim studium!

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Lazybear 04.10.2016, 21:39

noch was, einen tipp will ich dir noch auf den weg geben, gucke nach dem buch tipler, das gibt es auch als ebook, sollte dir im studium so einiges erleichtern, alles super leicht erklärt! das buch mit etwas weniger erklärung, dafür mit hardcore mathe ist der demtröder, die 2 solltest du dir merken! lg

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Physik ist hart, und wenige unternehmen suchen ausdrücklich Physiker. Sie suchen meist Personen, die etwas können, was Physiker *auch* können.

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Das liegt daran, dass es mehr freue Plätze, als Bewerber gibt. Demzufolge wird jeder Bewerber auch angenommen.

Ein NC entsteht dann, wenn es mehr Bewerber als Plätze gibt. Dann ist der sogenannte NC der Notenschnitt, den der Bewerber mit den schlechtesten Noten hatte, der gerade so genommen wurde.

Warum es so wenige Bewerber in Physik gibt ist denke ich in den Vorurteilen zu Begründen, die diesem Studiengang entgegengebracht werden: Es ist sehr schwer, Physiker sind alle etwas "komisch", es ist zu speziell, man kann danach nicht viel damit anfangen....

Natürlich sind nicht alle Vorurteile begründet, aber sie schrecken denke ich einige Interessenten ab! Ein weiteres Problem ist, dass es einfach nicht so viele Interessenten gibt.

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Ankido 04.10.2016, 13:26

Ich fange in diesem Monat mit Physik an. Meinst du etwa dass die Berufsaussichten schlecht sind?? Auch nach dem Meister??

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Chrisgang 04.10.2016, 16:03
@Ankido

Master meinst du?
Nein, garnicht! Ich glaube du hast durchaus gute Berufschancen! ABER: Du solltest auch wissen, was du mal machen willst und darauf im Studium hinarbeiten. Viele wissen einfach nicht genau, was sie später mal machen wollen und tun sich dann schwer, weil das Studium natürlich schon sehr viele Freiheiten lässt.

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Physik beschränkt sich durch den Anspruch von selbst.

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liegt einfach nur daran, dass es nicht zum Abwinken belegt wird. Zum Beispiel will fast jeder BWL studieren und dementsprechend werden Zulassungsbedingungen eingeführt, um die Menge einzugrenzen

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Gibts also wirklich nicht viele Personen die sich für Physik entscheiden???
Physiker sind rar!

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NatWid88 04.10.2016, 08:36

Eher wenig, die es sich zutrauen...

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Das Studium ist recht anspruchsvoll, die Berufsaussichten aber nicht sehr günstig.

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Ankido 04.10.2016, 12:06

Ich hab gehört dass die Berufsaussichten gut sind. Man bekommt einen Job nach dem Meister bzw. Abschloss. Doch was meinst du mit "anspruchsvoll"??

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Weil kaum einer Physik studieren möchte.

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