Zulassung Kaminofen

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8 Antworten

Der zuständige Bezirksschornsteinfeger oder neuerdings der "Sachverständige für Energieerzeugungsanlagen" muss die Aufstellung von Öfen genehmigen, prüfen und in regelmäßigen Abständen den Betrieb überwachen (Schornsteinfegergesetz, Bundesimmissionsschutzgesetz und Landesbauordnung). Diese Vorschriften einzuhalten ist Sache der Betreiber; tut der nichts muss der BSM die Bauaufsicht zum Erlass von Verfügungen benachrichtigen.

Da es um die Sicherheit der Bewohner geht würde ich dem BSM oder gleich die Bauaufsicht informieren.

"Sachverständige für Energieerzeugungsanlagen" würden sie wohl gerne sein, in Wahrheit sind Schornsteinfeger jedoch "Spezial-Gebäudereiniger". Sie sind zuständig für die Entfernenung von Russablagerungen. Alles weitere ist Wunschdenken, um auch weiterhin diesen veralteten eigenständigen Beruf am Leben zu erhalten. Schornsteinfeger haben weder ein Studium als Bau- oder Maschinenbau-Ingenieur, noch eine vergleichbare Qualifikation für Energiefragen. Sie möchten zwar gerne "Behörde" spielen, haben jedoch keinerlei verwaltungsrechtliche Ausbildung oder gar Abschlussprüfung. In allen anderen Lebenbereichen würde man einen vergleichbaren Etikettenschwindel als Hochstapelei bezeichen.

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@twmueller

Diese dummen Emotionen entsprechen nicht der gesetzlichen Lage. Nach dem Wegfall des Monopols für Schornsteinfeger gibt es in den Landesbauordnungen nur noch "Sachverständige für Energierzeugungsanlagen" (so z.B. § 59 HBO), die nach Landesbauordnung der Bauaufsicht die Sicherheitsaufgaben für Feuerstätten abgenommen haben (Prüfung, Genehmigung, Überwachung). Sie hgaben nach der "Kleinfeuerungsverordnung" auch die Überwachungsaufgaben nach BIMSchG.

Die Schornsteinfeger sind also nicht mehr an einen Bezirk gebunden und haben die Aufgaben der Bauaufsicht übernommen, also wie eine "Feuerstättenpolizei".

So ist das inzwischen in allen Ländern geregelt, alles andere sind veraltete und unsinnige Emotionen.

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Wie üblich kann eine Feststellung auf die eine oder andere Weise interpretiert werden. Natürlich kann man aus etwas russgeschwärzter Tapete gleich eine Brandgefahr machen. ICH sehe dies jedenfalls eher als Beleg dafür, dass nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird. Wie lange gibt es denn die kritisierten Öfen schon? Wie oft hat es seither gebrannt? Wieviele Personen sind bereits an den Russwolken erstickt? Ich vermute, ausser etwas Verschmutzung ist NICHTS PASSIERT.

Wer eine Gefahr finden will, wird sich von Risiken nur so umzingelt sehen. Mit etwas mehr Gelassenheit jedoch erkennt man schnell, dass etwas braune Tapete noch lange keine wirkliche Brandgefahr darstellt. Entscheidend ist doch nicht, ob THEORETISCH etwas passieren könnte, sondern nur, was PRAKTISCH wirklich eingetreten ist. Und Deutschland ist bislang weder abgebrannt, noch sind Scharen von Bürgern an CO-Vergiftung gestorben. Hier werden künstlich Risiken beschworen, die nur dazu dienen sollen, den Schornsteinfegern (die keinesfalls Energieberater sind, sondern realistischer als Spezial-Gebäudereiniger zu bezeichnen wären) ihr politisch garantiertes EInkommen zu sichern.

Realistisch geht von jeder brennenden Kerze, von jeder gerauchten Zigarette, ja von jedem Fritiertopf auf dem Herd ein höheres Brandrisiko aus, als von einem Ofen, dessen Schornsteinanschluss nicht völlig dicht ist und der somit die Tapete etwas verschmutzt. Also: Etwas mehr Gelassenheit. Ist über Jahre und vielleicht Jahrzehnte nichts passiert, wird auch durch übertriebene neue Sicherheitsnormen das tatsächliche Risiko nicht größer.

Nun das ist nun wirklich keine Antwort auf die Frage, aber zu deiner Info wir reden hier nicht von ein bisschen Rußgeschwärzter Tapete, sondern von verbrannter Tapete, verbrannt, ja nicht geschwärzt, oder dreckig. Dazu komplett schwarze Räume, in denen man nicht mals mehr erkennen kann, das Tapeten an der Wand sind, naja vielleicht nicht ganz so schlimm, aber schwarze Decken, und etwa Bierflaschenfarbene Wände.

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ich habe selber er einen schweden ofen geingebaut, er muss auf jedenfall abgenommen werden. es geht darum: ( habe ich mir von unserem Kaminkerer ganz genau erlären lassen) wenn ein brand ausbrechen würde und es nicht abgenommen ist oder mit nicht behobenen mängel zahl keine versicherung den schaden. genauso bei möbel die kaputt gehn durch zu heiss werden oder brant. das heist aber noch nicht das man nicht heizen darf ohne das er abgenommen ist, bei mir hat es ein dreifirtel jahr gedauert bis der Schonsteinfeger mal gekommen ist,

Also es gibt so etwas, wie ein "Gewohnheitsrecht" welches sich Bestandsschutz nennt.^^ Hierzu zählen alle Öfen die vor 1950 erbaut worden sind. Überprüft wird die Zulassung oder die Abstände etc. vom Bezirksmeister bei der Feuerstättenschau, hier wird allerdings nicht von jedem BSM komplett alles inspiziert, da man dem Kunden ja schon noch Privatsphäre lassen will. Wenn du also wirklich Sicherheitsbedenken hast, würde ich auch sagen einfach mal mit dem Bezirksmeister reden, dass er dies bei der nächsten Begehung überprüfen soll, indem er z.B. einfach mal fragt, ob das Ofenrohr schon einmal gefegt worden ist.

Zu TwMueller: Ich frage mich, wie man eine so schlechte Meinung von einem Berufszweig haben kann, es gibt in jedem Beruf schwarze Schafe aber deswegen muss man nicht alle in die selbe Kategorie stecken. Die "Gebäudespezialreinigung" ist in Großstädten z.B. so gut wie gar nicht vertreten und die Schornsteinfeger kriegen immer mehr Vorgaben bei denen Sie nach ENEV und BImSchG arbeiten müssen. Diese dienen ausschließlich der Überwachung von Emissionen und der Energieeinsparung. Zudem wird zur Sicherheit der Allgemeinheit vorgeschrieben, dass jeder Schornsteinfeger und Meister an einer bestimmten Mindestanzahl von Seminaren/ Fortbildungen teilnehmen.

Das ist tatsächlich so.

Mir wurde erklärt - auch bei mir steht ein uralter, aber sicherer, Beistellherd - dass es einen (mir fällt der Fachbegriff nicht ein) Schutz des "ursprünglichen" gibt. Was also da war und immer angeschlossen war, das benötigt keine Neuzulassung bzw. Abnahme. Das ist so was wie ein "Gewohnheitsrecht".

Allerdings musste mein Beistellherd aus den 60ern über eine spezielle Herstellernummer verfügen.

Schau mal unter http://beistellherd.rezeptbibliothek.de da habe ich viele Infos - auch von meinem Schornsteinfeger - zusammengetragen.

lieben Gruß von Dagmar

Hallo frank1979b,

auch für ältere Öfen gibt es Regelungen, inzwischen schon durch neue ersetzt, aber was den alten Bestand angeht, gültig. So wurde in Baden-Württemberg die Feuerungsanlagenverordnung durch die Feuerungsverordnung abgelöst. Werden hier bei einer Feuerstättenschau alte Öfen überprüft, gilt das alte Recht: so mussten z.B. DIN-geprüfte Öfen mind. 20 cm Abstand zu brennbaren Bauteilen einhalten, alle anderen mind. 40 cm.

MfG.

Storteper

Hallo Storteper,

DIN-geprüfte Öfen mind. 20 cm Abstand zu brennbaren Bauteilen einhalten> kanns Du bitte angeben, was für Abstand zu nichtbrennbaren Bauteile, z.B. Mauer, man einhalten mus ? Danke!

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@Barboss

Zu gemauerten Wänden müssen keine Abstände eingehalten werden. Es ist jedoch empfehlenswert, um hinter den Öfen putzen zu können oder damit die Warmluftkonvektion gut funktioniert.

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Der Schornsteinfeger muss jährlich die Schornsteine und alle angeschlossenen Öfen auf Dichtigkeit der Anschlüsse (Kohlenmonoxid!) kontrollieren.

Ohne seine Zustimmung/Bescheinigung dürfen die Öfen nicht betrieben werden.

lass sie auf jeden fall überprüfen, es geht ja um deine sicherheit

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