Zukunftsängste und neue Orientierung?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hast du mal nachgesehen was es aufbauend oder anlehnend an deine Beruf gibt? Ich hab mit 23 auch nochmal ganz neu angefangen. Bin sogar weggezogen für die neue Ausbildung. Ist sehr hart(auch für die Psyche), aber konnte ja wegen der bestehenden Ausbildung und meinem Alter auf 2 Jahre verkürzen. Man muss eben sehr gut planen und manche Sachen konnte ich aussetzen um die Fixkosten zu senken. Soweit musst du ja evtl gar nicht gehen. Du kannst die Zukunft sowieso schwer planend, daher lohnt es sich nicht zu katastrophisieren, schau dich um und hör auf dein Bauchgefühl!

Btw - n anderer Arbeitsplatz wäre nichts? Eher so Sportler-Reha?

HelleWolke 01.02.2015, 10:56

Danke, ja ich habe soweit mir vorgestellt für nächstes Jahr mich in Krankenhäusern und Kliniken zu bewerben. Vielleicht läuft es dort besser.

Aber irgendwie will ich kein Physio mehr sein. Aufstiegsmöglichkeiten gibt es z.B. den Bachelor oder Heilpraktiker, Osteopath aber irgendwie gefällt mir das auch nicht. :-(

Ich fühle mich momentan wie in so einem Tief und weiß nicht wie ich da raus komme.

0
RedHood 01.02.2015, 11:02
@HelleWolke

Das kenn ich, man fühlt sich in nen Alltag reingepresst, den man nicht will und nicht weiß wie man rauskommt. Du kommst da raus, aber willst nichts überstürzen. Das ist ne sehr gute Eigenschaft. Sei geduldig und schreib dir auf, was du alles erledigen bzw nachkucken willst. Mir hilft es, wenn ich eine Kleinigkeit in die richtige Richtung erledigen kann, selbst wenn es nur Adressen raussuchen ist. Oder Schreib die Bewerbung für deinen neuen Arbeitsplatz, dann hast du schon was in der Hinterhand und hast was größeres erledigt. Mach dich beim Berufsverband schlau oder so. Du musst es ja nicht mehr lang aushalten. Wenn es soweit ist geht es Schlag auf Schlag.

1
Ich habe das Gefühl, die meisten, vor allem die etwas älteren Patienten, wollen nicht mehr geholfen kriegen. Sie wollen verwöhnt werden.

Da hast du meist nicht ganz unrecht. KG furchtbar....da muss man ja unter Umständen mitarbeiten. (O-Ton von einigen Patienten, aber auch Leuten, die ich aus dem privaten Umfeld kenne)

Ich würde schon gerne in Richtung Medizin bleiben. Doch wo kann ich mit meinem Wissen als Physiotherapeutin hin?

Kannst du dir evtl. vorstellen, vielleicht mehr in den Trainingsbereich zu wechseln? Sprich vielleicht noch eine Trainerlizenz zu machen und dann mehr im Sportbereich zu arbeiten? Dort hast du dann ja evtl. auch ein ganz andere Patienten mit anderen Ansprüchen. Alternativ neben dem Beruf z.B. Gesundheitsmanagement oder Health Care Studies (nur als Bsp.) studieren und halt mehr in den Verwaltungs- oder Forschungsbereich gehen.

Gruß von einer anderen PT^^

HelleWolke 01.02.2015, 12:00

Health Care Studies - meist du damit den Bachelor?

Ja im Verwaltungs- oder Forschungsbereich zu arbeiten wäre bestimmt auch interessant. Wo könnte man sich denn informieren was es da alles gibt?

0
Siraaa 01.02.2015, 12:05
@HelleWolke

Ja, ich meine den Bachelor in dem Bereich Health care studies.Ehemalige Mitschüler studieren z.B. an der Hamburger Fernhochschule. Eine andere Kollegin hat Gesundheitsmanagement (aber Vollzeit)in NRW (ich meine Bochum, bin mir aber nicht ganz sicher) studiert.

1
HelleWolke 01.02.2015, 12:12
@Siraaa

Ich frag mich nur immer was man genau machen kann wenn man den Bachelor hat?

0
Siraaa 01.02.2015, 12:16
@HelleWolke

meine eine Kollegin (die mit dem Bachelor in Gesundheitsmanagement) arbeitet in einem großen Gesundheitszentrum, momentan noch stundenweise als PT und den Großteil aber in der Verwaltung. Sprich u.a. Erstellung von Therapieplänen, Rücksprachen mit Kostenträgern.

Ansonsten lese ich z.B. in Stellenanzeigen eines großen Prothesen/Hilfsmittelherstellers öfters, dass Physiotherapeuten mit min. Bachelor gesucht werden. Ganganalyse, Mithilfe bei der Entwicklung und Anpassung von Prothesen (als Physio hat man ein anderes Hintergrundwissen, als z.B. der Orthopädiemechaniker)

1
HelleWolke 01.02.2015, 12:19
@Siraaa

Das ist die Frage, ob das was für mich wäre.

Ich glaube das ist mein größtes Problem, dass ich nicht weiß, was ich will und ob diese Richtungen überhaupt was für mich sind oder ob ich was ganz neues versuchen sollte. Nur was? :-P

0

VIELLEICHT wärest du in einer REHAKLINIK besser aufgehoben. ich bin ein paar jahre täglich mehrere male von höchst engagierten therapeuten behandelt worden, so dass ich tatsächlich hinterher wieder kurze strecken gehen konnte. der "laden" heißt inzwischen anders: damals "NKHO"- ansonsten googelst du mal nach "kliniken schmieder"- dort wurde soviel ich weiß, auch schumi behandelt.

Meiner Meinung nach sind 3 Jahre Berufspraxis mit 2 Arbeitsstellen noch nicht so viel, um sich völlig vom Berufsfeld abzuwenden. Ich sehe z.B. eine "Bachelorschwemme" auf den Arbeitsmarkt drängen mit großen Erwartungen, aber vgl.weise weniger gut bezahlten Stellen, bzw. überhaupt... Eigentlich steht bei Dir eine gewisse Spezialisierung noch aus, auf z.B. Schmerztherapie oder Nachbehandlung Hemiplegie etc. Dann sind die Patienten auch dementsprechend an PT interessiert (Massage nur als kleiner, umrissener Baustein innerhalb des Gesamtplanes) Ich würde in Deiner Lage vermehrt nach einer Praxis mit guten FOBI- Förderungsklima suchen.

Als ich mal bei einer Aufnahmeprüfung für eine Physio-Schule war, flüsterte uns ein Organisator der Schule: Sagt der Kommission ja nicht, "ihr wollt Menschen helfen".

Ich denke, er hatte recht.

Nur sehr selten finden Mitarbeiter in Berufen von heute ihre "Erfüllung". Die meisten Berufe sind heute "Sch...Berufe". Man übt sie aus, weil sie Geld einbringen und damit muß man sich abfinden. Das Gefühl, was Sinnvolles, was Wichtiges zu leisten, gibt's selten und man kann auch ohne das leben.

Den Beruf KG kann man schon schon ein wenig modifizieren. Du könntest mit einer Kollegin eine Gemeinschaftspraxis gründen. Vielleicht lassen sich auch Räume des Lebenspartners oder der Eltern dazu umbauen. In so einer Praxis könntest Du Dich mehr Richtung Ernährungsberatung, Altenatives Heilen, Heilpraktiker oder "Privatpatienten" spezialisieren, während die Kollegin oder Angestelle den "Standard" bieten.

Oder Du könntest Dich Richtung Ergotherapie weiterentwickeln, dazu dürften 2 Jahre reichen.

HelleWolke 01.02.2015, 11:04

Zur Selbstständigkeit bin ich glaube nicht geschaffen. Auch finanziell würde das bei mir gar nicht gehen :-(

0

Warum nicht in eine andere Praxis wechseln oder sich vielleicht sogar selbstständig machen?

Oder Ergotherapie.

HelleWolke 01.02.2015, 10:57

Ich höre leider von damaligen AusbildungsKollegen, das es z.B. bei ihnen in der Praxis nicht anders läuft :-(

0

Was möchtest Du wissen?