Zugang zur Wohnung des Erblassers

5 Antworten

Den Erbschein fordern Sie beim Nachlassgericht an. Sie haben kein Recht das Haus der Dame ohne deren Zustimmung zu betreten. Sie können die Herausgabe des von Ihnen zu beweisenden Nachlasses bzw. dessen Prüfung verlangen. Verwehrt man Ihnen dies, dann können Sie Ihr Recht, soweit dies von ihnen bewiesen ist, einklagen. Vielleicht hat der Erblasser bereits lange, z.B. 10 Jahre, vor seinem Tode alles an seine Lebensgefährtin aus reiner Herzensgüte und unendlicher Dankbarkeit verschenkt!?! Vielleicht zaubert aber auch die Gefährtin des Verstorbenen noch ein Testament, von dem Sie keine Ahnung haben, aus dem Hut!?!

Es geht eben darum, dass ich VOR dem Beantragen eines Erbscheins mir gerne einen Überblick verschafft hätte.

Wie soll ich einen Nachlass beweisen, wenn mir jeglicher Zugang zum Nachlass verwehrt wird? Ich kann hier doch nur mutmaßen, was alles (noch) da ist. Es gibt Verträge zwischen der Frau und meinem Mann betreffend dem Ausgleich für die Einlagen, die mein Vater in ihre Immobilie gemacht hat. Leider befinden die sich nun im Haus der Frau, die just mit dem Ableben meines Vaters keinen Kontakt mehr wünscht.

Ein Testament gibt es definitiv nicht und auch nicht Schenkungen, die länger als 10 Jahre zurück liegen, da er so lange mit der Frau gar nicht zusammen war. Die Frau ist der Meinung, dass ihr nun alles gehört und ich die Beerdigung bezahlen muss.

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@Mary1976

Da hat "die Frau" prinzipiell Recht! Sie können keinen Erbanspruch, an was auch immer, beweisen und Sie hat ihr Hausrecht! Ihre Vermutung:

" Es gibt Verträge zwischen der Frau und meinem Mann betreffend dem Ausgleich für die Einlagen."

ändert daran nichts. Wie wollen Sie den Beweis für Ihre Vermutung liefern? Schon die simple Vernichtung von schriftlichen Unterlagen durch den Verstorbenen würde Sie vor unlösbare Probleme stellen.

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@Mary1976

Das mit den 10 Jahren ist unwahr! Ihr Vater hat länger als 10 jahre bei der Dame verbracht! Sie selber erklären dazu in Ihrer Frage vom 08.03.2014 folgendes:

Ausgleich / Nachlass bei eheähnlichem Verhältnis Frage von Mary1976Mary1976 |08.03.2014 - 13:31 Hallo, mein Vater ist vor 10 Jahren zu einer Frau gezogen in ihr Haus,

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@schelm1

Wenn er vor 10 Jahren zu der Frau gezogen ist, dann kann er keine Schenkungen gemacht habe, die länger als 10 Jahre zurück liegen, da er vor seinem Einzug die Frau nicht kannte. Was ist daran bitte unwahr?

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@schelm1

Erben haben das Recht die Wohnung des Erblassers zu betreten - da kann die Frau mit ihrem Hausrecht leider nichts ausrichten. Die Wohnung gehört nicht ihr allein, sondern nun mal auch meinem Vater. Egal, wer im Grundbuch steht.

Eben damit die Frau keine Unterlagen vernichten kann, hätte ich diese gerne so schnell als möglich eingesehen. Wenn sie diese vernichtet, dann werde ich sehen, wie es weiter geht. Das war aber nicht meine Frage.

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@schelm1

Meinen Erbanspruch muss ich auch nicht beweisen, da ich als Tochter ja gesetzlich erbberechtigt bin. Es ist ja auch nicht so, dass ich nach Jahrzehnten aus der Versenkung aufgetaucht bin, sondern die Frau kennt mich so lange sie meinen Vater auch kennt. Das Verhältnis war auch immer gut, dachte ich wenigstens, bis mein Vater schwer erkrankt ist ....

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@Mary1976

In die vermeintliche Wohnung des Verstorbenen können Sie nur aufgrund eines richterlichen Beschlusses gelangen, wenn die Hauseigentümerin Sie nicht reinläßt.

Ihr Erbanspruch nach dem verstobenen Vater ist unbestritten! Nur fehlt Ihnen jeder Hinweis bzw. Beweis darüber, woraus nun dieses angebliche Erbe, auf das Sie tatsächlich einen Anspruch, in welcher Höhe auch immer, haben könnten, überhaupt besteht!?!

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@Mary1976

Jemand, der vor zehn Jahren in häusliche Gemeinschaft mit einem anderen gezogen ist, kann sehr wohl vor zehn Jahren Schenkungen gemacht haben, die nun nicht mehr rückforderbar wären. Innerhalb von den 10 Jahren wäre die Situation anders. Sie schreiben aber ganz klar, das der vor zehn Jahren bei ihr eingezogen ist.

Folglich ist Ihre erste Einlassung zu der Frage, das er keine 10 Jahre bei der Dame war, unwahr! Da biegen Sie sich die Tatsachen nach allgemeiner Lesart doch so ein klein wenig zurecht!?!

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@schelm1

Danke, ich werde wohl nicht umhin kommen, eine einstweilige Verfügung zu beantragen.

Ich habe durchaus Beweise für das, was an Erbmasse da ist. Mir fehlen lediglich Informationen ob es noch irgendwelche Verpflichtungen, Vereinbarungen etc. gibt, die mein Vater mir evtl. verschwiegen hat. Mein Vater war in gewisser Weise recht eigensinnig und auch gutmütig, so dass ich mir nicht wirklich sicher bin, ob er nicht irgendeinen Kredit für das Haus der Frau auf seinen Namen abgeschlossen hat und sich mit irgendwelchen Vereinbarungen abgesichert hat. Das würde zu ihm passen, weil er immer dachte, er hätte alles im Griff. Und auch nicht damit rechnete, dass er binnen von Tagen so schwer erkrankt und stirbt.

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@schelm1

Ehrlich gesagt, finde ich es nicht die feine Art, jemandem, der vor ein paar Tagen seinen Vater verloren hat und sich dann noch mit einer derart, sagen wir mal, unkooperativen Lebensgefährtin rumschlagen muss, solche Vorwürfe zu unterstellen.

Offenbar wollen Sie nicht verstehen, dass es nicht um Schenkungen geht, die mein Vater vor 10 Jahren oder 8 Jahren oder 3 Jahren an die Frau oder sonst irgendjemandem gemacht hat, weshalb es hier auch keiner Diskussion über Schenkungen und Fristen bedarf.

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@schelm1
Sie können keinen Erbanspruch, an was auch immer, beweisen und Sie hat ihr Hausrecht!

Da muß nix bewiesen werden. Der Hausgenosse hat nach §2028 BGB den Erben auf Verlangen Auskunft zu erteilen. Bei Zweifeln kann eine eidesstattliche Versicherung verlangt werden.

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@Mary1976

Guten Tag Mary, jetzt habe ich mich extra eingeloggt, um mal meinen Senf dazu zu geben.

sie/du habt/hast konkret gefragt, konkrete Antwort bekommen und als sie nicht gefielen, die Fragen so gebogen, dass eine passende Antwort kommen sollte.

"Schelm" wies darauf hin und dann musste er/sie sich anzählen lassen. Sorry, "Schelm" hat den Nagel wohl auf den Kopf getroffen und wer sich auf das "Recht" beruft, muss damit leben, dass das "Recht" kaum auf Gefühle Rücksicht nimmt.....das musste mal gesagt werden.

Was ist denn aus der Sache geworden?

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@schelm1

Hallo Schelm,

dies einfach zur Info:

"Guten Tag Mary, jetzt habe ich mich extra eingeloggt, um mal meinen Senf dazu zu geben.

sie/du
habt/hast konkret gefragt, konkrete Antwort bekommen und als sie nicht
gefielen, die Fragen so gebogen, dass eine passende Antwort kommen
sollte.

"Schelm" wies darauf hin und dann musste er/sie sich
anzählen lassen. Sorry, "Schelm" hat den Nagel wohl auf den Kopf
getroffen und wer sich auf das "Recht" beruft, muss damit leben, dass
das "Recht" kaum auf Gefühle Rücksicht nimmt.....das musste mal gesagt
werden.

Was ist denn aus der Sache geworden?"

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Wende Dich an das Nachlaßgericht, dort wird man Dir helfen können oder brauchbare Ratschläge geben.

Der Erbschein muss vom Erben beim Nachlassgericht beantragt werden. Zuständig ist meist das Amtsgericht, wo der Verstorbene seinen Wohnsitz hatte ... bedenke die Ausstellung kann auch verweigert werden.

Die Kosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), das für Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit gilt. Nach Nr. 12210 des Kostenverzeichnisses (KV) zu diesem Gesetz wird für das Verfahren über den Antrag auf Erteilung eines Erbscheines eine volle Gebühr erhoben.

Wird der Antrag vom Nachlassgericht aufgenommen, so hat der Antragsteller gemäß § 2356 BGB bestimmte Angaben eidesstattlich zu versichern, um deren Glaubwür-digkeit zu gewährleisten (das gilt auch für die notarielle Aufnahme von Anträgen). Für die Aufnahme dieser eidesstattlichen Versicherung wird nochmals eine Gebühr erhoben (Vorbemerkung 1 Absatz 2 und Nr. 23300 des KV zum GNotKG). Ferner kann eine Gebühr anfallen, wenn das Gericht im Rahmen seiner Prüfung Zeugen vernimmt oder Tatsachen in Augenschein nimmt (z. B. eine Ortsbegehung durchführt).

https://www.justiz.nrw.de/Gerichte_Behoerden/ordentliche_gerichte/FGG/Einzelverfahren/Nachlassverfahren/erbschein_ausschlagung/index.php

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