Zufall oder Schicksal?

...komplette Frage anzeigen

28 Antworten

Alles mit Zufall oder Schicksal abzutun ist so herrlich bequem, Du brauchst nicht groß nachzudenken und Fehler musst Du Dir auch nicht eingestehen. Sicher passieren einige Dinge zufällig aber die sind in der Minderheit.

Es geht doch nicht darum sich eigene Fehler einzugestehen. Das hat nichts mit Zufall oder Schicksal zu tun. Schicksals-Gläubige machen es sich leicht, da sie an einen tieferen Sinn glauben und Zufalls-Gläubige lehnen dieses übernatürliche Element ab.

0

Ich begründe dinge meistens nicht als Zufall oder Schicksal.Es ist durch aneinanderkettende Dinge so geschehen. Beispiel: Du wirst plötzlich Profifußballer. Die einen sagen das es Zufall war das man so weit gekommen war, andere meinen es sei Schicksal gewesen. Ich denke eher: Durch das Training und die viele Arbeit und auch durch die Begeisterung am Sport ist man so weit gekommen.

Realist! :o)

0

Weder Zufall noch Schicksal.
Dass alle Dinge Ursachen und Wirkungen haben ist ein Naturgesetz. Wir Menschen tun gut daran, uns nach den Ursachen des Geschehenen zu fragen um künftig Fehler zu vermeiden. Ausserdem sollen wir intelligent genug sein, die Auswirkungen unseres Tuns vorherzusehen.
Es ist nicht alles nur Zufall, erspart höchstens das Denken. Es gibt auch kein Schicksal das wir nicht hätten ändern können. Es fehlte uns nur die Weitsicht das rechtzeitig zu erkennen.
Da hilft dann kein eigenes Nachsinnen, oder Schuldzuweisungen an irgendein Schicksal, sondern der Mensch braucht ständigen Rat was richtig und was falsch wäre. Nicht von irgendjemand und auch nicht nur von sich selbst, sondern von jemand, der die Folgen in der Zukunft kennt und beurteilen kann.
Wer solchen Rat bekommt, der steigt im richtigen Moment nicht ins Flugzeug, geht nicht ins World Trade Center zur Arbeit obwohl er das sonst immer tut usw... (Leider sind das stets Einzelfälle und müssen wegen der allgemeinen Kausalität auch die Ausnahme bleiben.)

So 100 % stimmt das - leider, schnüff! - nicht mehr mit der Kausalität. "ER würfelt" halt doch, anders als Einstein glaubte.

Und 9-11 war ja durchaus eine lange Kette von Kausalitäten, dir nur niemand außenstehendes geblickt hat.

0
@Ostkurve

Sehr richtig, ER würfelt. Die Entwicklung der Welt ist also nicht vollständig vorausberechenbar, genausowenig wie unsere Entscheidungen. Deshalb sind wir frei in unserem Tun und es gibt kein Schicksal, das uns irgendwie aufgezwungen wäre. Eine Kette von Kausalitäten dürfte ER dagegen eher erkennen als ein Mensch. Deshalb ist es vernünftig, wenn der Mensch nicht nur bei Menschen Rat sucht. Nur wenn es einen solchen Rat (von oben oder irgendwie aus der Zukunft) gegeben hat, dann widerspricht er möglicherweise der Kausalität weil ein Ereignis in der Zukunft etwas in der Gegenwart bewirken konnte. Schön, dass Du auch die Kausalität nicht mehr zu 100% als gegeben ansiehst, weshalb solche Rückwirkungen möglich wären. Meine obere Schlussbemerkung beinhaltet die Annahme, dass Kausalitätsverletzungen nur in begrenztem Masse möglich sind, und andernfalls ein Naturgesetz vollständig gekippt würde.

0

Selbst Albert Einstein sagte einmal: Es gibt keine Zufälle!!!Ich schliesse mich dem an ,denn es gibt schon sehr seltsame Ereignisse die man nicht mehr als zufälle betrachten kann,Habe schon selbst vieles erlebt das sehr unwahrscheinlich ist und hinter dem ich etwas seltsames vermute!!!

Der Gute ist durch Heisenberg längst widerlegt worden, schon zu Lebzeiten.

0

Damit bekundet Ihre Bekannte, dass sie die Gesetzmäßigkeiten und Faktoren hinter den Ereignissen nicht kennt. Das ist weise und von großer Einsicht getragen. Schicksal, das Geschickte - wer war der Absender?

Wir haben einen freien Willen. Da ist nichts vorherbestimmt.

Der Schriftsteller Corliss Lamont fragte: „Wie können wir bei den Menschen sittliche Verantwortung voraussetzen und sie für Verfehlungen bestrafen, wenn wir glauben . . ., dass ihre Entscheidungen und Handlungen vorherbestimmt sind?“ Das wäre natürlich ungerecht. Die instinktgesteuerten Tiere müssen sich für ihr Tun nicht moralisch verantworten, genauso wenig sind Computer für die Funktionen verantwortlich, für deren Ausführung sie programmiert wurden. Doch für uns bringt die Willensfreiheit große Verantwortung mit sich, denn wir müssen für das geradestehen, was wir tun.

Oberflächlich finde ich nicht. Zufall ist nur manchmal leichter zu ertragen. Schicksal oder tieferer Sinn klingt oft unheimlich.

DH

0

Menschen die an Schicksal glauben machen sich das Leben zu einfach, weil sie auf eine höhere Macht vertrauen. In gewisser Weise ist das eine sehr faule Einstellung. Menschen die an Zufall glauben haben ihr Leben gerne unter Kontrolle. Aber oberflächlich sind sie nicht. Sie denken mehr nach, das hat für mich mehr mit Tiefgang zu tun.

Deine Antwort gefällt mir, DH

0

Super Antwort! DH!

0

Zufall hat keine Ursachen. Daher verstehe ich nicht, was es darüber mit Tiefgang nachzudenken gäbe. Sucht man etwa doch einen tieferen Sinn dahinter?

0
@ferdl

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Der Tiefgang bezog sich aufs Nachdenken.

0

Zufall und Kausalität sind durchaus vereinbar:

Ein Torbogen ist durchgerostet und stürzt irgendwann ein.

Dass er einstürzt, ist Kausalität (Korrosion, Erdanziehung).

Wann er einstürzt, ist meisten Zufall (wenn nicht gerade ein Sturm, Erdbeben oder so auftritt).

Schicksal wird meist mit "Vorbestimmung" gleichgesetzt. Und die ist ja seit der Widerlegung des "Laplaceschen Dämon" eigentlich nicht mehr existent.

Wann er einstürzt, ist ist natürlich meistens Zufall...

Diesen Kommentar durfte ich jetzt editieren, den eigentlichen Eintrag nicht. Warum nur? Sicher kein Schicksal im o.g. Sinne, sondern irgend eine Kausalität, die ich nicht durchblicke.

0

Na ja, ich glaube ihr habt Beide Recht. Das ist eine Einstellungssache. Bei vielen Dingen ist es einfach so. Wir hatten heute einen Wildunfall.Wildschweine. Die Erste schaffte es(es war der Keiler) über die Straße, die Zweite wurde nach Sekunden von unserem Auto erwischt und die 3. rannte hinter dem Auto auf die andere Straßenseite. Zufall,Schicksal,Bestimmung...was wäre passiert,wenn...???

Durch unsere der Evolution geschuldete Hirn- und Denkstruktur "müssen" wir hinter allem einen Sinn finden.

In Deinem Fall sind die Kausalitäten klar: die ganze Vorgeschichte von Dir, Deinem Auto, der Sau und der Straße (und dem Wald und und...) "wirkt" auf diesen Augenblick.

Aber niemand hat auf diesen Zusammenprall "gezielt".

Die Sau war am Rennen und konnte nur noch begrenzt reagieren, Du auch.

Was wäre, wenn? Entscheidend war Deine für das arme Tier zu hohe Geschwindigkeit (Du böser Du!). Halber Speed, kein Bumm! Bei dieser Konstellation wäre über kurz oder lang so etwas passiert. Tut es ja auch täglich irgendwo.

Dass es jetzt grade diese Sau mit Dir erwischt hat, ja, da kann man wirklich von Zufall sprechen. Ein(e) Schicksalsgott(göttin) war´s sicher nicht.

0

Mir hat einmal folgende Anregung zu diesem Thema geholfen. Zufall oder Schicksal (Bestimmung), egal wie manche das nennen, geht von einen höheren Macht aus. Für mich ist diese Macht, besser gesagt Kraft, der Gott der Bibel, also unser Schöpfer. Zufall kommt von zufallen. Wenn eine etwas zugefallen ist, so muß es jemanden geben, der es zugeschoben, zugeworfen, zugestellt oder zugeordnet hat. An alle Atheisten oder andersdenkende: Evolutionisten behaupten heute noch(bis jetzt konnte keiner seine Theorien beweisen): Alles entstand von Nichts, aus einem Urkanall oder Ähnlichem (Chaos) heraus. Wer war wohl für diesen Urknall verantwortlich?

Es wäre sicherlich von großem Nutzen für Alle, sich mit einem Schöpfer anzufreunden, dem wir einen menschenwürdigen Wertesystem, Ordnung, Gesätze und Orientierung verdanken. Sonst wäre der Chaos, der schon immer in der Welt sichtbar war, noch größer.

All jene Menschen, die ihre Mysterien mit einfachen Antworten (Schicksal, Vorhersehung, Gott) abhaken wollen, sind oberflächlich im Gegensatz zu den Menschen, die den Mut haben, die Welt ohne Kobolde, Feen und die Göttin des Schicksals zu sehen.

Ziemlich oberflächlich Gott und Schicksal in einen Topf zu werfen. Das sind Gegensätze - ein Schicksal gibt es nicht mit Gott.

0
@ferdl

das sehen verschiedene Gläubige (Christen) ganz verschieden. Schau mal nach den Calvinisten...

0

Ist eben eine Glaubenssache. Obwohl man als Realist genauso über solche Themen disskutieren kann.

Ich denke, dass unser Leben durch das bestimmt wird, was wir tun, denken und erwarten - ob wir da jetzt höhere Mächte einbeziehen oder nicht.

Gott hat einen Plan für mich, aber den kann ich durch falsche Entscheidungen auch verpassen.

Alles im Leben hat einen Sinn, das eine mehr das andere weniger. Und alles ist so, weil es so sein muss. Also Schicksal. Gibts für mich nichts zu diskutieren.

Da ich nicht an das Schicksal glaube, ist vieles für mich einfach Zufall.........und ich bin sicher deshalb nicht oberflächlich.

Guten Abend. Diese Einstellung habe ich auch!

0

Wir wissen doch dass es das Chaos gibt. Da Forschen die Wissenschaftler immer noch und können es nicht richtig erklären. Zufall kann alles sein und ist...

Ich denke es war Schicksal bei GF zu landen und kein Zufall. Es ist meine Einstellung. Jemand anderes würde das Gegenteil behaupten.

An alle die an Schicksal glauben:

Von jetzt an müsst ihr euch NICHT mehr im Auto anschnallen, bei der Bundeswehr kein Helm oder Schusssichereweste tragen, nach dem Kochen den Gashan zudrehen ec..

wenn ihr sterben solltet, dann ist es ja Schicksal. Könnt eh nichts dran ändern. (überlegt mal!!!)

Ich weiß nicht ob ich dir damit helfen kann, aber meine Devise lautet: Die Leichtigkeit des Seins mit der Tiefgründigkeit des Lebens zu verbinden...

...Ausgewogenheit? Ja,find ich in Ordnung!

0

Was möchtest Du wissen?