Zufällig ist es rausgekommen: Auto hatte schon Totalschaden

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2 Antworten

ja, wegen arglistiger täuschung

Arglist bedeutet, dass der Verkäufer von der vorherigen Totalschadenreparatur wusste. Das müsste man ihm nachweisen (z.B. durch Hinweise in dessen vorigem Kaufvertrag).

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@bronkhorst

die versicherung hat handfeste beweise, wie soll der vorbesitzer nichts davon gewusst haben?

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Das muß der Vorbesitzer wirklich nicht gewußt haben, Du schreibst, das Auto hat einige Blessuren, also ist sein Wiederbeschaffungswert recht gering. Wenn Du beispielsweise ein Auto von 3000 EUR Marktwert hast, das aber einige Dellen hat, dann senkt das den Zeitwert. Jetzt brauchst Du nur einen kleinen Auffahrunfall, bei dem die Heckklappe etwas beschädigt wird und der Stoßfänger verkratzt. Einen Kunststoffstoßfänger hat oft einen Riß und muß ersetzt werden, dann rechne bei metallic 1300 EUR dafür und für eine Heckklappe mit Lacken nochmal 1000 EUR, dann hast Du Deinen wirtschaftlichen Totalschaden. Ist Dein Auto von vorneherei weniger Wert, ist der kleine Parkrempler an der Stoßstange schon ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden bedeutet nur, daß die Reparatur teurer ist, als die Beschaffung einen ähnlichen Autos gleichen Altern und Laufleistung, es heißt nicht, daß der Schaden so groß ist, daß man ihn nicht mehr reparieren kann. U.u. baußt du an einem wirtschaftlichen Totalschaden nur einen gebraucten Kotflügel oder Stoßfänger dran und das Auto ist wieder OK. Wenn der wirtschaftl. Totalschaden nur aus leichten Dellen und Lackschäden besteht, kann das Fahrzeug trotz wirtschaftl. Totalschaden sogar eine neue Hautptuntersuchung (TÜV) bestehen.

Das einzige was ärgerlich ist, ist daß Du bei einen erneuten unverschuldeten Unfall erstmal nachweisenmuß, daß das Auto wieder OK war. Das kann ein bischen Ärger bei der Regullierung geben. Wenn das eh ein 1000 EURO Auto ist, dann macht das aber auch nix.

Die Frage ist doch aber, ob ich den Wagen nun zurückgeben und mein Geld zurückbekommen kann. Hier liegt doch offenbar ein Verstoß gegen geltendes Recht vor.

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