Zuerst als geringfügig Beschäftigte danach befristet Teilzeit auf 2 Jahre angestellt. Unbefristet?

5 Antworten

Wenn du als geringfügig Beschäftigte zuvor da warst, wurdest du dementsprechend als Minijobberin angemeldet. In der Folge hast du einen Arbeitsvertrag, befristet, erhalten. So, wie du es schilderst, wurdest du nach §14.2, Teilzeit- und Befristungsgesetz, angestellt. Ohne Sachgrund! (Sachgründe sind z. B. Elternzeitvertretung oder lange Krankenzeitvertretung, diese können auf die Dauer der Eltern-, Krankenzeit immer wieder verlängert werden und enden dann erst mit Rückkehr des Stelleninhabers) Somit endet das Arbeitsverhältnis spätestens mit Ablauf dieser 2 Jahre. Wenn er dich behält, dann geht der Vertrag automatisch ein Dauerverhältnis über, auch ohne schriftliche Änderung. Da er dies nicht möchte, solltest du dich arbeitssuchend melden.

Zwei Dinge müsste ich wissen, um adäquat antworten zu können:

  1. War das vorasusgehende geringfügige Beschäftigungsverhältnis befristet oder unbefristet vereinbart?
  2. Gibt es für die Befristung des aktuellen Arbeitsverhältnis einen Sachgrund?

Wenn 1. mit "nein" beantwortet würde, so ist davon auszugehen, dass die aktuelle Befristung im Anschluss auf jeden Fall rechtsunwirksam ist. Dies müsstest du allerdings innerhalb von drei Wochen nach dem vereinbarten Ende des befristeten Arbeitsvertrages beim zuständigen Arbeitsgericht per Klageerhebung feststellen lassen. (s. §§ 16 u. 17 TzBefrG)

Antwort zu 1. mit "ja" und zu 2. mit "nein": Es gilt das vorhin Gesagte ebenso! (s. § 14 Abs.2 Satz 2 TzBefrG)

Antwort zu 1. mit "ja" und zu 2. mit "ja": So lange ein Sachgrund vorliegt, darf die Befristung gem § 14 Abs. 1 Punkte 1-8 TzBefrG weitergeführt werden. Hier gibt es keine Zweijahresgrenze.

Ich hoffe, du findest die richtige Antwort für deine Situation.

Dann müsste es so weiter gehen wie zuletzt. Was früher war spielt keine Rolle mehr. Hauptsache, er hält sich auch dran.

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