Zuckertest während der Schwangerschaft

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4 Antworten

Dass Frauen während der Schwangerschaft einen Schwangerschaftsdiabetes entwickeln, ist gar nicht ungewöhnlich. Darum wird routinemäßig darauf getestet. Es ist dann nur während der Schwangerschaft, da der Körper ja einer ungeheuren Belastung ausgesetzt ist und manche Organe dabei einfach nicht mehr mitkommen. Hinterher ist der Diabetes wieder weg.

Während der letzten 4 Monate ist deine Tochter jedoch Diabetikerin Typ 2 und muss sich auch ernähren und verhalten wie ein Diabetiker! Sonst kann es passieren, dass sie und / oder das Kind sterben! Darum macht die Ärztin so einen "Alarm". Sie heißt übrigens Fachärztin, weil sie mehr Ahnung hat als du. Du solltest auf sie hören.

Im zweitungünstigsten Fall überleben beide, jedoch produziert das Kind, da seine Bauchspeicheldrüse noch funktioniert, genug Insulin, um den ganzen Zucker aus dem Blut seiner Mutter zu verwerten. Es wird dann unglaublich fett - Diabitikerkinder wiegen 5 Kg und mehr, und passt nicht durch den Geburtskanal. Es muss per Kaiserschnitt geholt werden. Kaiserschnittkinder sind dafür bekannt, dass si häufig sensorische Defizite aufweisen nd später zuur Ergotherapie müssen...

Aber macht, was ihr wollt. Eure Diätassistentin und Ernährungsberaterin

Besser, einen Termin im April, als überhaupt gar keinen. Ihr solltet aber, falls nötig, zu einem anderen Diabetologen in eine andere Stadt fahren.

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Diese erklärung war gut und auch sehr hilfreich danke

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Hallo!

Durch die große Belastung des Körpers während der Schwangerschaft kann ein Schwangerschaftsdiabetes entstehen, der meistens nach der Schwangerschaft wieder vergeht. Die Bauchspeicheldrüse kann in dem Fall dann nicht mehr genug Insulin erzeugen um den Blutzucker abzubauen und in die Zellen zu transportieren. Das Insulin ist der "Schlüssel" zum Öffnen der Zellen. Da die Zellen nicht mehr genug Zucker erhalten, werden sie nicht mehr genug versorgt und das kann natürlich für Mutter und Kind - im schlimmsten Fall - lebensgefährlich werden.

Es ist daher unheimlich wichtig, dass der Blutzucker, besonders während der Schwangerschaft, im guten Bereich liegt! Für Schwangerschaftsdiabetes sind die Richtwerte daher auch besonders streng.

Bis zum Termin beim Diabetologen sollte deine Tochter auf folgendes achten:

  • mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen - das verhindert Hungerattacken und lässt den Blutzucker nicht so stark ansteigen
  • auf fettarme Ernährung achten (Achtung versteckte Fette), viel Obst und Gemüse, kleine Portion Fleisch und Beilagen, viele Vollkornprodukte
  • mit Süßstoff süßen
  • Wasser oder Zeroprodukte trinken
  • als Zwischenmahlzeit eigenen sich Müsliriegel, Obst oder selbstgemachtes Yoghurt

Wenn deine Tochter gerne Süßes isst, dann ist es besser sie gönnt sich jeden Tag eine Kleinigkeit - eine Rippe Schokolade oder ein paar Kekse. Auch selbstgemachte Quarkcreme mit Süßstoff ist eine gute Nachspeise oder Zwischenmahlzeit.

Das wichtigste ist, dass sie nicht zu viele Kohlehydrate bei einer Mahlzeit zu sich nimmt. So steigt der Blutzucker nicht so hoch an, der Körper muss nicht so viel Insulin erzeugen und die Blutzuckerwerte werden nicht so hoch steigen.

Vollkornprodukte sind deshalb gut, weil sie langsamer verdaut werden. Dadurch hat der Körper länger Zeit das benötigte Insulin zu erzeugen.

Eventuell könnte deine Tochter noch auf ihre Schwangerschaft hinweisen und um einen früheren Termin bitten. Ich denke aber, der Termin ist schon ein früher, denn normalerweise muss man länger auf einen Termin warten.

Ich wünsche deiner Tochter und dem Baby alles Gute und allzeit gute Blutzuckerwerte!

Gruß Lirin

Am besten fragst du das alles den Frauenarzt. Der kann dir sagen, wie wichtig das ist und wie schnell das gehen muss. Wenn sie ihrem Frauenarzt nicht vertraut, sollte sie sich von einem anderen Arzt eine zweite Meinung einholen.

Sollte es wirklich dringend sein, wollte sie sich einen anderen Diabetologen suchen, der schneller einen Termin frei hat.

Ich wünsche ihr und dem kleinen alles gute und das es keine komplikationen gibt

danke du hast mir schon ein wenig Mut gemacht

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Ernst zu nehmen ist sowas immer. Es kann sich auch um einen Schwangerschaftsdiabetes handeln. Ist aber abklärungsbedürftig. Sagtja auch die FÄ.

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