Zuammenziehen und als Bedarfsgemeinschaft eingeschätzt werden oder Unterhalt zahlen?

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6 Antworten

Zahlen musst du so oder so,wenn du Leistungsfähig bist !!! Würdet ihr nicht zusammen Leben,müsstest du Unterhalt für das gemeinsame Kind zahlen,wenn du dann immer noch über deinem Selbstbehalt liegst,zahlst du auch Unterhalt an deine Freundin und das mindestens bis zum 3 Lebensjahr des gemeinsamen Kindes.Würdet ihr zusammen leben,wird das Einkommen nach Abzug von Freibeträgen auf euren Bedarf angerechnet.Solange ihr nicht verheiratet seid,bekommt sie ja Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt,wenn der Kindsvater keinen Unterhalt zahlen muss oder kann,entweder für 72 Monate oder längstens bis zum 12 Lebensjahr.Zahlt er Unterhalt,kommt es aufs selbe raus,für den Unterhalt ihres Kindes,bist du erst einmal nicht verantwortlich,wenn doch,dann in geringem Umfang.Du könntest also davon ausgehen,zieht ihr nicht zusammen und euer Kind ist geboren,wirst du bis auf 1200 € Selbstbehalt,Unterhalt an Kind und Freundin zahlen müssen.Zieht ihr zusammen,wird dein Einkommen nach Abzug von derzeit 330 € Freibetrag,den du auf dein Bruttoeinkommen hast und vom Nettoeinkommen abgezogen werden,voll auf euren Bedarf angerechnet.Du hättest also dann von deinen 1800 € Netto,ein anrechenbares Einkommen von 1470 €.Euer Bedarf würde sein,wenn ihr Kind noch unter 6 Jahren ist : Regelsatz ihr Kind 224 € + Regelsatz euer Kind 224 € + Regelsatz sie 345 € + Regelsatz du 345 € + angemessene Kosten für Unterkunft und Heizung.Kindergeld,Unterhalt und Elterngeld,werden voll auf euren Bedarf angerechnet.Elterngeld würden bis zu 300 € nicht auf den Bedarf angerechnet,wenn sie vor der Schwangerschaft berufstätig gewesen ist.

madito 07.08.2013, 14:20

Vielen Dank für diese ausführliche Antwort! Exakter geht´s nicht!

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Sehr wahrscheinlich ist es finanziell besser, wenn ihr getrennt wohnen bleibt. Zieht ihr zusammen, dann reicht dein Einkommen fuer die Bedarfsgemeinschaft wahrscheinlich aus und sie bekommt nichts mehr vom Amt. Wegen des gemeinsamen Kindes werdet ihr auch immer gleich ans Bedarfsgemeinschaft angerechnet. Dazu kaeme dann auch noch die Krankenversicherung, die zu entrichten waere fuer Sie (und die Kinder als Familienversicherung). Wenn ihr getrennt wohnt, dann musst Du fuer das Baby Unterhalt zahlen, das Jugendamt wird die genaue Summe errechnen und eine Urkunde erstellen. Das kostet nichts. Dieser Unterhalt wuerde dann deiner Freundin angerechnet.

Vor allem ist es sehr clever erst ein Kind in die Welt zu setzen, und sich dann anschließend Gedanken zu machen ob man zueinander passt.

madito 07.08.2013, 14:10

Sehr clever, so einen Stuss zu behaupten. Bitte meine Frage noch einmal ganz langsam lesen...

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Es lohnt sich bei Hartz IV finanziell immer getrennt zu leben, wenn einer der Partner ein EK hat, das so halbwegs die "Hilfebedürftigkeit" deckt.

Viele Paare gehen ja mittlerweile dazu über, sich (scheinbar) zu "trennen", sowie einer von Beiden eine Anstellung gefunden hat. Dann haben beide eine eigene (vom Staat bezahlte) Wohnung und können sich treffen, wo sie gerade lustig sind. Ferner bekommen sie auch wieder die 100%ige Regelleistung.

Und dann gibt es noch die "ganz Harten", die dennoch zusammenleben und die "überschüssige" Wohnung einfach mal kurzerhand "untervermieten"...

Das ist alles in allem keine schöne Entwicklung...

Ich persönlich finde, wenn man es irgendwie finanziell gewuppt bekommt, sollte man zusammenziehen, auch wenn das tatsächlich real Einbussen gegenüber dem ALG II - Bezug zur Folge hat. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man selber für seine Familie sorgen kann/also nicht am Tropf der Gemeinschaft hängt und immer "Bittsteller" ist.

Du musst für Dich entscheiden, was Du machen willst:

  • Weniger Geld, trotzdem dafür arbeiten aber erhobenen Hauptes und eine Familie gründen, wie es sich gehört.

  • Oder alles "offen" lassen und finanziell auf der bequemeren Seite bleiben, aber alles garniert mit einem negativen Geschmäckle...

Während der ersten drei Lebensjahre des Kindes musst Du sowieso Unterhalt für die Mutter bezahlen (und für das Kind noch länger). Ihr werden also sowieso die Bezüge gekürzt und der Steuerzahler muss weniger zahlen. Da dürfte es besser sein, zusammenzuziehen. Dein Einkommen ist für die Unterhaltszahlungen ausreichend.

madito 07.08.2013, 11:44

Danke, das war hilfreich!

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DerHans 07.08.2013, 12:47

Klasse Grund

um eine Lebensgemeinschaft zu gründen.

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Deine Freundin und dein Kind sollen also von Steuergeldern leben, damit deine Bilanz besser aussieht? Du hast das Kind gezeugt, dann finanziere das auch, das ist nicht Sache der Allgemeinheit!

madito 07.08.2013, 11:42

Natürlich will ich für mein Kind aufkommen! Es gibt aber, wie gesagt, noch ein anders Kind und ich habe keine Ahnung, wie die Dinge gerechnet werden, wenn man als Bedarfsgemeinschaft eingeschätzt wird.

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madito 07.08.2013, 14:15

Ja, ja, der arme Steuerzahler! Für was der nicht alles gerade stehen muss: Bankenschulden, Elbphilharmonien und dann auch noch diese ganzen Sozialschmarotzer... Was soll dieses Moralgeschwätz und was sollen diese Unterstellungen? ich zahle auch Steuern. Könnte ja eventuell auch sein, dass es in unserem Staat auch die ein oder andere Unstimmigkeit in der Verteilung von Geldern gibt? Aber darum geht´s hier gar nicht. Bitte Frag noch einmal lesen!

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