Zu wenige weiße und rote Blutkörperchen!

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2 Antworten

Hallo,

bei einer Anämie sind normalerweise nur die roten Blutkörperchen betroffen, nicht die weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen (die für die Blutgerinnung zuständig sind, zusammen mit verschiedenen anderen Gerinnungsfaktoren im Plasma). Wenn rote und weiße Blutplättchen vermindert sind, kommen verschiedene Erkrankungen in Frage, u.a. die sog. aplastische Anämie, die auf einer Störung des Knochenmarks beruht sowie verschiedene andere hämatologische Erkrankungen wie myelodysplastisches Syndrom, Osteomyelofibrose, verschiedene Formen von Leukämie (nicht bei allen Formen von Leukämie ist die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht, insbesondere bei akuten Leukämien kann die Zahl der weißen Blutkörperchen auch normal oder vermindert sein, typischerweise ist aber bei Leukämien die Zahl der roten Blutkörperchen und Blutplättchen vermindert, da die Stammzellen für diese Zellreihen im Knochenmark von den leukämischen Stammzellen verdrängt werden). Du solltest dich aber erst mal nicht verrückt machen deswegen, sondern das von einem Arzt, der sich mit hämatologischen Erkrankungen auskennt (z.B, Internist, Hämatologe oder Onkologe) untersuchen lassen, dabei wird im Zweifelsfall eine Knochenmarkspunktion durchgeführt, um die Funktion des Knochenmarks zu untersuchen.

Gruß, docfm, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin

Leukemie oder auch Blutkrebs genannt.Zuviele weiße Blutkörperchen führen Blutkrebs herbei.

Zuviele weiße Bluitkörperchen führen KEINEN "Blutkrebs" (Leukämie) herbei, sie können allenfalls ein Symptom einer Leukämie sein - aber wie ich schon geschrieben habe, ein für sich allein genommen unzuverlässiges Symptom, da die Zahl der weißen Blutkörperchen zumindest bei einer akuten Leukämie erhöht, normal oder auch vermindert sein kann, je nachdem, um was für einen Typ von Leukämie (da gibt es eine ganze Menge, die aufzuzählen bzw. die verschiedenen Klassifikationsysteme zu erläutern hier den Rahmen bei weitem sprengen würde) und um welches Stadium es sich handelt. Nur bei chronischen Leukämien ist die Zahl der weißen Blutkörperchen regelhaft z.T. deutlich erhöht (da können Zahlen von 200/nl erreicht werden, normal sind 6-8/nl). Relativ konstant als Symptom bei fast allen Leukämieformen ist lediglich eine Verminderung der roten Blutkörperchen (Erythrocyten) und Blutplättchen (Thrombocyten), da die leukämischen Stammzellen im Knochenmark, aus denen die leukämischen, unreifen weißen Blutkörperchen (auch Blasten genannt) hervorgehen, die Stammzellen der anderen Zellreihen (Erythroblasten - aus denen gehen die roten Blutkörperchen hervor , und Megakaryocyten - aus denen gehen die Blutplättchen hervor) verdrängen.

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noch einmal,eine leukozytose löst keine leukämie aus (und ist auch NICHT das gleiche!),aber eine leukozytose kann durchaus bei einer leukämie auftreten,muss aber nicht.

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@rallytour2008

Auf dieser Website steht zwar, das CML (chronisch-myeloische Leukämie) durch die unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörperchen "entsteht", das ist aber so nicht korrekt. Die Vermehrung weißer Blutkörperchen ist nicht Ursache, sondern Folge und Symptom der CML. Ursächlich ist eine maligne Entartung von Stammzellen weißer Blutkörperchen im Knochenmark (Blasten), die dazu führt daß unkontrolliert unreife Formen weißer Blutkörperchen entstehen und aus dem Knochenmark ins Blut ausgeschwemmt werden. CML ist in der Tat eine der Formen der Leukämie (Leukämie ist nur ein Oberbegriff für eine ganze Gruppe hämatologischer Erkrankungen) bei der, wie ich bereits erwähnte, die Zahl der weißen Blutkörperchen regelhaft erhöht ist. Wie ich ebenfalls bereits erwähnte, ist das nicht zwangsläufig so, da es (insbesondere akute) Formen von Leukämie gibt, bei denen die Zahl der Leukocyten normal oder sogar vermindert sein kann (sog. Hiatus leucaemicus). Typisch für die meisten Formen der Leukämie ist lediglich, daß die Zahl der roten Blutkörperchen und der Blutplättchen vermindert ist. Also nochmal: die Erhöhung der Anzahl weißer Blutkörperchen im Blut kann Folge einer Leukämie sein, muß es aber nicht - und ist keinesfalls Ursache der Leukämie. Außerdem kann die Zahl weißer Blutkörperchen im Blut auch aus einer ganen Reihe anderer Gründe erhöht sein, z.B. bei Infektionen aller Art...

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@docfm

Nebenbei bemerkt halte ich die erwähnte Website für insgesamt eher zweifelhaft...um an Studien zur Behandlung von Leukämien teilnehmen zu können, muß man sich nämlich keinesfalls auf irgendeiner Website registrieren. Die Behandkung von Leukämien erfolgt nämlich an den hämatologischen Zentren regelhaft im Rahmen von Studien, und die behandelnden Hämatologen werden dem Patienten von sich aus die Teilnahme an einer Studie empfehlen, sofern der Patient dafür in Frage kommt bzw. die Einschlußkriterien erfüllt.

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@docfm

Die Tatsache mit den roten und weißen Blutkörperchen ist mir bereits seit 30 Jahren bekannt.Die Frage des Fragestellers ist konkret.Mein Kommentar dazu ist ebenfalls konkret und korrekt. Lg

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@rallytour2008

sorry,aber die aussage ist einfach FALSCH!! und selbst wenn man sich fest einbildet und daran glaubt sie wäre richtig,ist sie leider trotzdem immer noch falsch. aber wie lautet noch gleich das sprichwort...? BITTE,BITTE bei nichtwissen bzw. halbwissen,einfach schweigen oder sich belesen!! beim thema leukämie (ja,so schreibt man das korrekt) findet man schon viele basisfakten bei wiki.

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@rallytour2008

Deine Antwort ist nicht korrekt und außerdem in sich widersprüchlich. Auf die Frage, welche Krankheit man habe, wenn man ZUWENIGE weiße und rote Blutkörperchen habe, antwortest Du mit Leukämie. Gleichzeitig sagst Du, daß Leukämie durch ZUVIELE weiße Blutkörperchen entstehe...das ist ein Widerspruch, oder? Mal ganz abgesehen davon, daß man allein aus der Angabe "zuwenige weiße und rote Blutkörperchen" überhaupt keine Diagnose stellen kann, da da eine ganze Reihe von Möglichkeiten in Frage kommen. Leukämie ist darunter zwar eine prinzipiell denkbare, aber keineswegs die wahrscheinlichste Diagnose. Und jemandem auf einer so dünnen Basis zu sagen, er habe Leukämie ist angesichts der Tragweite dieser Diagnose schlicht VERANTWORTUNGSLOS, insbesondere wenn man so wenig Ahnung von der Sache hat, wie es offensichtlich bei Dir der Fall ist. Es haben sich nämlich schon Leute, denen man diese Diagnose gestellt hat, daraufhin umgebracht - obwohl viele Leukämieformen inzwischen gut behandelbar sind, z.B. durch Knochenmarkstransplantation (KMT) bzw. die inzwischen häufiger durchgeführte Stammzelltransplantation (PBSCT). Übernimmst Du die Verantwortung für die Gefühle und die möglichen Folgen, die Du möglicherweise bei Leuten auslöst, denen Du sagst, sie hätten Leukämie?

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