Zu wenig Strom für E-Autos?

10 Antworten

Vielleicht beziehst du in deinen Mineralöl- Verstromungsprozess auch noch einige andere Faktoren mit ein:

  • aufwändige Aufbereitung des Rohöls
  • Transportverluste des Stromes bei Überlandleitungen und in Umspannwerken
  • Ladeverluste beim Laden der Auto Akkus
  • den Selbstverbrauch des E-Autos z.B. um im Winter die Akkus zu heizen.
Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
  • Erklär mal den Unterschied bei der aufwändigen Aufbereitung... Du führst das ja auf der Schiene auf - m.w. können aber normale Verbrenner gar kein Rohöl, bestenfalls Hochsee-Schiffe Schweröl, verarbeiten. Mir erschließt sich nicht, was hier der Unterschied sein soll...
  • 90% der Fahrten werden weit unter 50 Km Strecke gefahren - reden wir mal davon, wieviel Verlust da, durch Kurzstrecke und Kaltstart etc. dazu kommen - da bist jenseits von Gut und Böse, was den Wirkungsgrad von 30% an geht...
  • Stimmt. Abhängig von diversen Faktoren beim Ladeverfahren.
  • Mittlerweile gibt es verschiedene Akku´s, die unterschiedlich auf Temperaturen reagieren. NaCL-Akkus z.b. haben einen Einsatzbereich von -20 bis 100 Grad. Da mußt nichts kühlen - wenn doch, hast du eh ein anderes Problem, als das, ob der Akku 10% Reichweite verliert, schätze ich mal... Und heizen auch nicht im Normalfall. Aber wenn die Temperaturen unter -20 Grad sind, brauchen wir, glaub ich, auch beim Verbrenner nicht weiter über Wirkungsgrad, Verbrauch und Wirtschaftlichkeit diskutieren, oder?
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Nicht ansatzweise auf die Frage eingegangen. Ich bat, den Gesamtwirkungsgrad einzuschätzen, nicht auf Teilverluste hinzuweisen, das es die gibt, weiß ich.

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Das Problem, was du hier ansprichst, ist ja nur ein Teil des Problems. Ob deine Lösungsstrategy jetzt hier wirklich so umsetzbar wäre, lass ich mal offen, da bin ich technisch raus.

Ein ganz anderes Problem ist doch, dass das Stromnetz überlastet wird, wenn tatsächlich so viele E-Autos unterwegs sind, die dann natürlich auch geladen werden müssen. Es gibt jetzt schon diverse Bereiche, wo du im privaten Bereich keinen Anschluss mehr zu Hause an deinem Haus beantragen kannst für eine Lademöglichkeit eines E-Autos, weil ansonsten bei zu vielen E-Autos in der Nachbarschaft das Stromnetz überlastet wird.

@T3Fahrer

Ein ganz anderes Problem ist doch, dass das Stromnetz überlastet wird

Tja, angeblich haben wir ein marodes Stromnetz. Der Nordsee-Windstrom hat Probleme, nach Bayern zu kommen. Kein technisches, sondern ein politisches Problem. Widerstand gegen das Gleichstromkabel in seinem Einflussgebiet.

Ein Thema in diesem Faden ist die zeitlich versetze Freischaltung von Geräten. Ich kenne das von Nachtspeicheröfen. Die könnten sogar feingetaktet sein, also 10 min an, 10 min aus. Ebenso beim Laden von Akkus.

Andere Geräte brauchen Dauerstrom, etwa Durchlauferhitzer. Wenn man sich ein Bad einlässt, macht die Hälfte kaltes Wasser keinen Sinn. Ebenso Beleuchtung.

Prioritätsstufen 0 .. 16 werden kleinräumig (Dörfer, Stadtteile) auf die Leitung gelegt und „smarte“ Geräte für eine Stufe oder eine Automatik eingestellt. 16 ist der teuerste Tarif, wenn das Stromangebot knapp ist.

Bei Stufe 16 Strom einspeisen (aus dem Akku), der bei Stufe 5 geladen wurde, bringt Gewinn. Warum auch nicht, öffentliche Speicher kosten auch Geld.

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Das ist eine Schnappsidee..., Sorry! Es ist auch a) Unrealistisch, davon auszugehen, daß plötzlich alle auf E-Autos umsteigen. Das kann weder die Industrie leisten, noch kann das Tempo die Infrastruktur nach ziehen... Schau mal, wielange es beim Verbrenner dauerte, bis eine erste Tankstelle auf einer Autobahn eröffnet wurde und Autofahrer nicht mehr zur Apotheke mußten, um Benzin zu kaufen...

b) Sinnfrei, Massenhaft Kraftwerke zu bauen, die dann mit Öl betrieben werden - du hast die Abgase zwar dann zentral, aber du generierst massenhaft Co², was du eigentlich reduzieren wolltest...

c) Bedarf es hier für eine Intelligente Vorgehensweise und nicht einfach immer mehr - das ist ja der Grund für die Sackgasse - die Technik einfach tauschen und weiter machen, ändert nichts an der Sackgasse nur vielleicht an der Zeitschiene und den Auswirkungen...

Was sind nun die Denkfehler beim "Strom reicht nicht"? Es wird immer mehr auf Regenerative Energien umgestellt. An sich nichts schlechtes, aber es setzt ein paar Sachen voraus: Es sind nicht alle Regenerativen Energien in gleichem Umfang überall zu jeder Zeit zur Verfügung. Wir haben schon Jahrzehnte die Technik - zwar Rudimentär, aber wie funktionieren Nachtspreicheröfen...? Mittlerweile haben wir auch jedes Licht, jede Stereoanlage etc. mit Smart-Technologie. Nette Spielerei. Sinnvoller wären wirklich Smart Intelligente Geräte - warum muß meine Waschmaschine, mein Geschirrspüler oder Trockner starten, wenn ich den Startknopf drücke? Klar, wenn ich es dringend jetzt dann brauch, mag es mal Sinn machen - in den allermeisten Fällen ist das aber eher schon drittrangig. Ob es einen Umbringt, wenn via Internet die günstigste Zeitspanne für das jeweilige Programm abgefragt wird...? Seltsam, schon sinkt der benötigte Vorhaltestrom, die Spitzen beim Verbrauch sinken und das Netz muß weniger Überproduktionen "wegtriggern"... Sinnvoller, als weitere Kraftwerke, auf Verdacht, zu zu schalten/bauen etc... Und, wenn ich einen Verbrenner zur Tankstelle fahre, will ich möglichst zügig tanken - so doll ist die Aussicht dort i.dr. nicht, daß ich da verweilen will... Wenn ich nun mit meinem E-Auto an die Wallbox fahre, auf der Arbeitsstelle hin fahre, will ich dann in der nächsten 1/4 h weiter? Für gewöhnlich nicht - das Auto steht i.dr. 22 h pro Tag im Schnitt... Warum muß es also da gleich voll geladen werden? Wofür? Damit ich beruhigt bin? Reicht es nicht auf, wenn ich um 14:30 Uhr Feierabend habe, wenn es auf 14: 20 Uhr geladen ist? Das nächste Thema ist Bidirektionales Laden: Warum muß ich 300-400... Km Reichweite Spazieren fahren? Kann nicht auch, das Haus teilweise versorgt werden und dann tagsüber, wenn es angeklemmt ist, wieder aufgeladen werden? Plötzlich hast du einen riesigen Akku-Puffer - die Autos müssen kein Problem sein, Intelligent eingesetzt, sind Sie sogar teil der Lösung. Je nachdem, wie Intelligent man die Sache an geht... Aber ganz sicher nicht über Nacht - da wurde über fast 2 Jahrzehnte viel zu viel "verschlafen"...

Aber solche Vorschläge sind keine "Lösung" nur eine "Verschlimmbesserung"...

@Digibike

Du hast die Problematik nun kräftig aufgeblasen.

Ich bin bei dir und befürworte Steuerimpulse im Stromnetz, um z.B. Waschmaschinen anzuschalten, wenn Stromüberschuss vorhanden. Gibt wieder Unterprobleme, lassen wir erstmal so stehen.

Und die zahlreichen Akkus als Speicher zu nutzen, also bidirektionale Zapfstellen zu installieren, sollte selbstverständlich werden. Wieder mit vielen Zusatzfragen.

Die Ursprungsfrage kann man aber nicht dadurch klären, dass man zahlreichere weitere Fragen stellt und Probleme aufwirft. Hier scheint niemand Ahnung zu haben, aber jeder kennt Probleme. Ist nicht mein Begehr.

Leider versinkt ein ernsthafter Faden wie alle anderen binnen Stunden im Nirwana (ich finde nicht mal meine selbst eröffneten Fäden wieder).

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  1. Bei der Erzeugung von Strom durch Brennstoffe ist der Wirkungsgrad auch nicht 100% und durch den Transport geht auch einiges verloren. Deine Rechnung geht also nur auf, wenn Du den Schadstoffausstoß milchmädchenhaft erst ab der Steckdose rechnest.
  2. Welches nicht mehr benötigte Erdöl? Wenn Du die Umwelt schonen willst, wirst Du das Erdöl in Ruhe lassen und nicht verbrennen.

Hallo,

die Problematik zur Durchführbarkeit liegt nicht so sehr an den ( fehlenden ) Kraftwerken, sondern vornehmlich in den derzeitigen Infrastrukturen mit ihrer elektrischen Transferbelastbarkeit in den einzelnen Regionen bei sich überschneidenden Lastspitzen.

Ansonsten wäre es zumindest mit "Normalladung" an einzelnen 230V / 16(10) A - Zapfstellen ( z.B. auf max. 1 KWh Ernergietransfer limitiert ) durchaus relativ zeitnah realisierbar. Pro 1 Mio. gleichzeitig ( möglicher ) Ladevorgänge müßten dann allerdings auch mit Ladeenerge-Limitierung dann etwa 1-2 Großkraftwerke für etwa 1,2 GWh zusätzlicher Last bereitgehalten werden.

Wer kann Angaben machen, wie der Wirkungsgrad des Antriebs wäre, wenn die Verstromung so erfolgt?

Die Wirkungsgrade ölbefeuerter Heizkraftwerke liegen je nach Technologie zwichen etwa 30 ( Schweröl ) bis 40 % ( Leichtöl / Heizöl ) ; Steinkohle kann im Bestfall etwas über 45 % Wirkungsgrad bieten. Dazu kämen dann allerdings noch Leitungs- / und Transformationsverluste, sowie Ladeumsetzungsverluste direkt am E-Mobil.

Unterm Strich wäre ein E-Mobil energetisch zum Brennstoff-Einsatz auch nicht mehr sonderlich effizienter. Von daher brächten E-Mobile nur in Verbindug mit regenerativer Energieerzeugung wirkliche Öko- Vorteile.

LG, MZ

zwichen etwa 30 ( Schweröl ) bis 40 % ( Leichtöl / Heizöl )

Für Schiffsdiesel finde ich einen Wirkungsgrad von 50% (Wikipedia > Schiffsmaschine) in Verbindung mit dem billigen Preis von Schweröl. Verbrenner-PKW erreichen den nicht mal ännähernd, da sie nur zeitweise die optimale Drehzahl haben, ein Industrie- oder Schiffsmotor jedoch ständig.

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@10tel

Wir reden hier aber nicht um mechanische Wirkleistungsumsetzung in Vortrieb, sondern thermische Umsetzung in Elektrizität. Ud da liegen die Wirkungsgrade für entsprechende Kraftwerke selbst mit "Leichtöl" unter 50% Wirkungsgrad. ( wie ich es bereits schrieb )

Ein schwerölbefeuertes Kraftwerk zur Elektrizitätserzeugung wirst Du technisch abseits erdölfördernder Staaten an Land nicht finden, weil das ähnlich wie die Ozeanriesen die reinsten Dreckschleudern mit massivem Bedarf der Abgasaufbereitung sind.

Wir erinnern uns, dass Du Deine Fragestellung auf Deutschland begrenzt stelltest.... 🤔

Achso, Leichtöl ist was ähnliches wie Diesel.

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@verreisterNutzer
Wirkleistungsumsetzung in Vortrieb

Ich hab nach dem Schreiben direkt gewartet, ob es einer merkt. War keine Absicht. Aber keiner hat bisher die Kette von der Primärenergie bis zur Leistung auf der Straße abschätzen können.

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@10tel

Und sogenannte "Ölkraftwerke" in klassischer Umsetzung einer bewährten Heissdampfturbinentechnik zum Antrieb eines Generators geht halt bei uns in DE ähnlich wie über Kohle, aber dann halt nur mit Leicht- / oder Heizöl.

Kolbenhubmotoren werden bei uns in DE nur für dezentrale Kleinanlagen eingesetzt, aber nicht bei Großkraftwerken im Megawattstundenbereich pro Block.

Natürlich zählt die Generatoreinheit bei der Verstromung aus fossilen Brennstoffen in Wärmekraftwerken immer mit zum Wirkungsgrad der Anlage in sich; da kommt dann sogar noch der elektrotechnische Anlagen-Eigenverbrauch mit dazu im Wirkungsgrad zum verfügbaren Anlagen-Output.

LG

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