Zu wenig Geld in der Ausbildung? Welche Möglichkeiten - Rechtlich?

Aktuelle Gehaltslage für Medienkaufmann in Ausbildung - (Recht, Arbeit, Ausbildung)

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Dein Bekannter sollte mal schauen, in welcher Höhe das Azubigehalt für diesen Ausbildungsberuf bei tarifgebundenen Betrieben gezahlt wird.

Die Rechtsprechung orientiert sich bei zu niedrigen Ausbildungsvergütungen i.d.R. an den tariflich vereinbarten Beträgen. Die Ausbildungsvergütung darf i.d.R. max. 20 % niedriger sein als die tariflich vereinbarte Vergütung. Es gibt allerdings, wie fast immer, Ausnahmen von der Regel.

https://www.ahs-kanzlei.de/2015/05/ausbildungsverguetung-nachzahlung/

Danke fürs Sternchen

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Ja, das ist okay ;-)

Zunächst einmal muss man sehen, dass die Zahlen aus dem Internet lediglich Durchschnittswerte sind. D.h., es gibt meistens eine große Spanne zwischen niedrige(re)n und hohen Vergütungen.

Sofern der Betrieb nicht tariflich gebunden ist, kann er zahlen, was er will. Die Ausbildungsvergütung wird dann zwischen Betrieb und Auszubildenden vereinbart (wobei der Azubi natürlich in der Regel nur die Wahl hat, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen), im Ausbildungsvertrag festgeschrieben und von beiden Parteien unterzeichnet.

Und selbst bei tariflich gebundenen Unternehmen können die Vergütungen für den selben Ausbildungsberuf je nach Unternehmensbranche ziemlich variieren. Ein Bekannter von mir, der sich vor einigen Jahren um einen Ausbildungsplatz als Industriekaufmann beworben hat, bekam von zwei Betrieben einen Ausbildungsvertrag angeboten: Betrieb A kam aus der Nahrungsmittelindustrie, Betrieb B aus der Papierverarbeitung. Die Differenz zwischen den beiden Ausbildungsvergütungen im 1. Lehrjahr lag bei mehr als 200 EUR mit zunehmender Spanne in den weiteren Jahren, da für die beiden Betriebe verschiedene Tarife galten.

Letztendlich geht es bei der Ausbildung aber auch nicht darum, möglichst viel Geld zu verdienen. Vielmehr ist die Ausbildung der Grundstein, um später möglichst viel Geld verdienen zu können. 
In der Regel leistet man während der Ausbildung ja auch nicht wirklich etwas für das ausbildende Unternehmen (bzw. erst nach und nach), sondern erhält im Gegenteil Leistungen des Unternehmens, welches ausbildendes Personal und Material für die Ausbildung bereit stellt, die Schule und Prüfungsgebühren bezahlt usw.Aus diesem Grund bezieht man ja auch während der Ausbildung kein Gehalt, sondern eine Vergütung. 

Sofern der Betrieb nicht tariflich gebunden ist, kann er zahlen, was er will.

Das stimmt so nicht. Auch da gibt es eine Grenze nach unten.

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Sofern der Betrieb nicht tariflich gebunden ist, kann er zahlen, was er will.

Aha! Dann wären Deiner Meinung nach auch 100 € okay?!?! Diese Aussage ist also - sorry - völliger Unsinn!!

Die Ausbildungsvergütung hat sich an dem in der Region maßgeblichen Tarifvertrag zu orientieren.

Worauf Hexle2 in ihrer Antwort schon richtig hingewiesen hat:
Beträgt die Ausbildungsvergütung weniger als 80 % der nach einem
einschlägigen Tarifvertrag zu zahlenden Vergütung, ist die Vergütungsvereinbarung unwirksam, und der Auszubildende hat Anspruch auf Vergütung in Höhe der tariflichen Vergütung.

Es kommt dabei nicht darauf an, ob der Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist oder nicht!

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Die Löhne variieren Von Bundesland zu Bundesland und von Betrieb zu Betrieb.

Deswegen können deine Zahlen da weit hergeholt sein.

Du musst genau für eure Gegend suchen , man kann auch mal in der Innung nachfragen ob die einen mindest richt wert haben.

Und wie eben gesagt es sind Richtwerte , das heißt du kannst mehr aber auch weniger verdienen.

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