Zu welchen Zweck wird bei Descartes in der 1. Meditation der Zweifel eingesetzt?

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2 Antworten

Philosophiehistorisch wird Descartes an den Übergang von der mittelalterlichen Scholastik in die Neuzeit gesetzt. Die Scholastik war eine sehr dogmatische Veranstaltung, in der Kirche und Theologie die Grenzen gesetzt haben, was man als Philosoph oder Wissenschaftler fragen durfte. Galileo Galilei wurde mundtod gemacht. Giordano Bruno in Rom öffentlich verbrannt. Auch Descartes wurde verfolgt und hat anonym in Holland veröffentlicht. Für Descartes war der Zweifel, der ihn nur auf sich selbst zurückwirft und nicht auf die vorgegebenen Antworten der Bibel oder kirchlicher Autoritäten der Ausbruch aus dem dogmatischen Gefängnis, der Aufruf, den eigenen Erfahrungen mehr zu trauen als den tradierten und abgesegneten. Descartes Weg führt in die Experimentalwissenschaft. Das wissenschaftliche Experiment entscheidet und nicht die Glaubenskongregtion in Rom. 

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Der Zweifel ist nötig, um Fragen in der Philosphie zu klären. In der Mathematik zum Beispiel hat man klare Gegebenheiten aufgrund welcher man arbeitet. In der Philosophie allerdings werden genau diese Gegebenheiten hinterfragt und angezweifelt. Über genau das hat auch Platon viel geschrieben.

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