zu viele Stunden gearbeitet ist das Rechtens?

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12 Antworten

Der Arbeitsweg und die Zeit ist niemals bezahlte Arbeitszeit. Für die gefahrene Strecke muss er den Lohnsteuerabzug in Kauf nehmen.

Was soll denn die 24 Stunden Bereitschaft bedeuten? Wird das in irgendeiner Art vergütet, und ist das bereits Bestandteil seines Arbeitsvertrages?

Vor dem Arbeitsgericht müsste er diese Behauptung natürlich beweisen können, sonst verläuft ein Prozess bereits bevor er anfängt im Sande.

Ärzte, die im Krankenhaus Bereitschaft haben, haben erstritten, dass diese Zeit auch Arbeitszeit ist. Wer sich zu Hause 24 Stunden kostenlos zur Verfügung hält, trägt daran auch eine bestimmte Eigenschuld.

Wenn er täglich eine Stunde Pause gemacht hat, stimmt das ja. Wann er daheim weggeht und wieder daheim ankommt ist ja nicht relevant.

Die hatte er leider auch nie da er auch dann gearbeitet hat

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@Robka89

dann ist er selber schuld! er wird doch auch schon als er noch da war gewusst haben das das nicht richtig ist

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Fahrzeiten zwischen Wohnung und Arbeisstätte sind Privatvergnügen.

Wenn man jetzt mal die reine Arbeiszeit 8:00 -17:00 Uhr sieht, dann hat er ja keine Überstunden gemacht, denn er hatte ja wahrscheinlich Pausen? Oder?

Bei den meisten Firmen werden 15 min. Frühstückspause und 45 min Mittagspause gemacht.

Mein Mann musste täglich Montag bis Sonntags 24 Stunden erreichbar sein, war er dies nicht gab es mächtigen ärger im Büro.

In welchem Beruf arbeitet dein Mann? Welche Gründe gab es für diese gewünschte Rufbereitschaft? War sie im Arbeitsvertag geregelt? Wie sah der Ärger aus?

Details zur Rufbereitschaft / Vergütung usw. hier:
http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Rufbereitschaft.html

Mein Mann hat dort als Disponent gearbeitet bis vor 6 Wochen. der Ärger sah so aus das Ihm mit Abmahnungen gedroht wurde durch den leiter dort. der ist immer ganz histerisch geworden wenn er mal ein telefonat nicht erreicht hat und dann beim leiter angerufen wurde.

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Rechtlich sieht das ganze so aus: Bei einer Rufbereitschaft befindet sich ein Mitarbeiter an einem Ort, den er frei bestimmen kann. Die bloße Bereitschaft zählt in diesem Fall nicht als Arbeitszeit und entstehen hierdurch auch keine Forderungen gegen den Arbeitgeber. Anders sieht es aus, wenn dein Mann tatsächlich angerufen wird und arbeiten muss.

Bei den Überstunden muss beachtet werden, ob der Chef deines Mannes diese angewiesen oder mutwillig geduldet hat. Wenn dein Mann freiwillig länger in der Firma bleibt, obwohl die Geschäftsführung den Dienstschluss im Arbeitsvertrag ab 17:00 regelt, um seine Aufgaben zu beenden entstehen keine Ansprüche. Ordnet dein Chef jedoch an, dass die Arbeit immer am selben Tag erledigt werden muss und die Mehrarbeit somit wissentlich geduldet wird, gilt dies als Arbeitszeit und dein Mann hat einen Anspruch auf Vergütung. Ausnahmen gibt es aber auch hier (z. B. bei leitenden Angestellten, die in der Regel ein höheres Gehalt beziehen, dass die anstehenden Überstunden mit abdeckt).

Ob du daraus etwas machen kannst ist fraglich. Die Arbeitszeiten müssten im Zweifelsfall nachgewiesen werden. Warum du allerdings denkt, dass dein Mann mehr Geld bekommen sollte, weil er einen langen Arbeitsweg hat, verstehe ich nicht. Schon im Grundgesetz ist das Recht zur freien Berufswahl niedergeschrieben. Niemand hat deinen Mann gezwungen soweit weg zu arbeiten.

Passt doch! Und wenn er 5 Stunden für den Arbeitsweg braucht, das wird kein Arbeitgeber der Welt erstatten. Das er nun 24 Stunden erreichbar sein musste, wird im auch keiner erstatten. Wird er aber während der Bereitschaft gerufen, muss die dann anfallende Arbeitszeit natürlich bezahlt werden. Gute Firmen stellen solch wichtigen Mitarbeitern oft einen Firmenwagen zur Verfügung. Jedenfalls war das früher so. Vor Gericht gehen könnt ihr aber sicher vergessen.

Rufbereitschaft ist sehr wohl erstattbar. Muss allerdings entsprechend abgestimmt und beantragt werden. Und, wenn vorhanden, muss das auch durch den Betriebsrat und von diesem abgenickt werden.

Aus der Rufbereitschaft von einem Kunden oder dem Chef gerufen entsteht dann eine sogenannte Mehrarbeit, die zusätzlich zu den bereits geleisteten Stunden anzusehen ist. Wichtig hierbei ist noch, dass nach dem Ende der Mehrarbeit wieder die gesetzliche Ruhezeit bis zum erneuten Dienstantritt eingehalten werden muss. Diese beträgt mindestens 11 Stunden.

Bedeutet: Wird ein Arbeitnehmer via Rufbereitschaft um Mitternacht aus dem Bett geklingelt und muss bis zwei Uhr morgens arbeiten, so darf dieser erst frühestens ab 13 Uhr wieder seinen Dienst antreten, da er ansonsten die gesetzlich zustehende Ruhezeit nicht einhalten könnte.

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@gajustempus

Oh ja, alles schöne Theorie. Und dann noch so viele wenn und aber. Die Ruhezeit von 11 Stunden kann verkürzt werden, Die maximale Wochenarbeitszeit verlängert, wenn in der Doppelwoche wieder entsprechend verkürzt wird., usw. Und hör mir bloß auf mit Betriebsrat! Diese feigen Pappnasen, da seh ich nur noch rot!! Meine Frau war selber im Betriebsrat, aber lassen wir das. Deutschland versinkt in Gesetzen und Verordnungen die täglich in der Realität an die Wand gefahren werden. Will heißen umgangen werden. Teilweise weil sie unsinnig sind, teilweise weil es eh keiner kontrolliert.

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@Toblas
Diese feigen Pappnasen, da seh ich nur noch rot!!

Mit solchen beleidigenden Ausfällen solltest Du Dich gefälligst zurückhalten!

Es mag ja BR-Mitglieder geben, die ihren BR-Job nicht richtig erledigen, die überwiegende Mehrzahl aber setzt sich für ihre Kollegen ein - und da kann man alles sein: bloß nicht feige!

Das zeigt, dass Du nicht den Hauch einer Ahnung hast, auch wenn Deine Frau angeblich im Betriebsrat war! Du könntest es ja besser machen - wenn Du dazu überhaupt in der Lage sein solltest!!!

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Fahrzeiten gehören nicht zur Arbeitszeit sondern sind Privatvergnügen. 8 bis 17 Uhr entspricht einer Arbeitszeit von 8 Stunden bzw 40 Wochenstunden. Die Erreichbarkeit ist nirgends geregelt und ein allgemeines Ärgernis.

Ihr werdet vor Gericht kein Glück haben, da mit den reinen Arbeitszeiten alles in Ordnung zu sein schein, wie du es darstellst. Und wie gesagt, die Fahrzeiten interessieren den AG nicht. Laut Agentur für Arbeit sind sogar bis zu 120 km einfache Fahrt zumutbar.

dein mann hat 9 Stunden am Tag auf arbeit verbracht .. Davon abgezogen werden noch die Pausen. ( gesetzlich mindestens 45 Min ) das sind 8,25 Stunden am Tag

165 Stunden in einem normalen Monat. Absolut legitim und die 5 Stunden sind eben mehr.. das liegt es an deinem Mann die zu notieren/ dokumentieren und die einzufordern.

Sowas muss aber "gleich " passieren nicht wenn man iwann nach austritt feststellt das es einem eiegntlich zu viel war.

Der Weg auf die arbeit ist privat sache.. ihr könntet auch 5 Stunden eine Strecke weit weg ziehen, das entscheidet jeder für sich wo er wohnt und arbeitet

was die Stunden Erreichbarkeit betrifft; Wie wollt ihr das nachweisen=???

das können wir zb durch Kunden nachweisen. Die können bestätigen das er immer erreichbar war/muss.

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deine Rechnung hat nen Fehler drin: Bei einer Arbeitszeit von 6 Stunden muss eine Pause von mindestens 30 Minuten gemacht werden. Erst, wenn es insgesamt 9 Stunden Arbeitszeit sind, kommt eine weitere Viertelstunde drauf. Dabei kann die Pause gerne auch in 15 Minuten-Slots geteilt werden.

Somit hätte er insgesamt 9 Stunden und 30 Minuten auf Arbeit verbringen müssen, um dann die weitere Vierteilstunde Pause zu erhalten. Macht dann eine gesamte Zeit auf Arbeit von 9 Stunden 45.

Die Pausen können nicht an den Rand gelegt werden - also nicht vor den Arbeitsbeginn und auch nicht gleichzeitig mit Arbeitsende schließend. Und die Fahrtzeit zur und von der Arbeit ist Privatvergnügen....

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jetzt und nachträglich? Nö, geht nicht.

Der Arbeitgeber ist allerdings dazu verpflichtet, den Angestellten nach 6 Stunden Arbeitszeit mindestens 30 Minuten Pause zu gewähren.

und was Erreichbarkeit außerhalb der Arbeit angeht: Hatte dein Mann ein Diensthandy und entsprechend Rufbereitschaft als Pauschale auf der Lohnabrechnung? Weil wenn ja, dann hat der Chef ein Anrecht drauf (eventuell war das auch im Arbeitsvertrag drin...). Auf dem privaten Handy dagegen muss man NICHT erreichbar sein, wenn man Feierabend hat.

hallo, ja er hatte ein Diensthandy, aber von der bereitschaft steht weder was im Vertrag oder sonst wo.

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@Robka89

hat er denn die Möglichkeit gehabt, Rufbereitschaft abzurechnen? Weil wenn diese nicht vertraglich als mit dem Gehalt abgegolten vereinbart ist und auch nicht bezahlt wurde, dann hätte das über eine Spesenabrechnung gemacht werden müssen.

Wenn er sich in den zwei Jahren allerdings niemals dazu erkundigt, sondern es einfach gemacht hat, kann man im schlimmsten Fall davon ausgehen, dass er diesen Umstand schlicht schweigend geduldet hat. Auch in diesem Fall verfällt der Anspruch leider.

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@gajustempus

leider nein, ist nirgends abgerechnet worden. weder über spesen noch über lohn ect. den laut meines wissens müsste ja was dann vertraglich festgelegt sein. das ist es aber nicht.

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@Robka89

dann stehen die Chancen leider schlecht, da noch etwas nachzufordern.

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Als ich damals noch bei der alten Firma arbeitete, war das auch so. Wir mussten unsere Überstunden mit Ende des Monats abgegolten haben oder wir hatten Pech. In meinen Augen immer eine Art von Pisackerei. Was du machen kannst? Such dir bzw. dein Mann was Anderes.

Das ist Jammern und klagen vom hohen Roß runter. Gehts noch?

Die Arbeitszeit ist ok , die Zeiten des Arbeitsweges bleiben unberücksichtigt

8 bis 17 Uhr > 8 Stunden mit Mittagspause > 40 Stunden die Woche. Oder hat er Samstag und Sonntag gearbeitet?

das ist ja das, er hat gearbeitet zwar ned den ganzen tag aber das Telefon hat zwischendrinnen immer geklingelt. er musste ran gehen und auch die Kunden zufrieden stellen, egal wieviel Uhr oder welcher tag

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den weg zur arbeit kann er steuerlich geltend machen. der rest scheint mir o.k.!

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