Zu viele Smartphone-Nutzer haben keinen Anstand?

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Das Ergebnis besteht aus 6 Abstimmungen

Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert 100%
das digitale Leben ist wichtiger als soziales miteinander 0%
Der Mann sollte sich der jungen Generation anpassen und es nicht so eng sehen 0%

12 Antworten

@DerDiplomAnwalt

Lieber "Anwalt": Lt. Gesetzeslage liegt
natürlich eine Sachbeschädigung vor welche der Fragesteller auch wieder
gutmachen will. Allein deshalb finde ich pers. deinen entspr. Hinweis
überflüssig.

Was aber viel schwerer wiegt:

Du als  angebl. Anwalt müsstest auch wissen, daß diese Sachbeschädigung allem Anschein nach nicht vorsätzlich, sondern vielmehr im Affekt geschah.
Geht m.E. eindeutig aus dem geschilderten Sachverhalt hervor.

Lt. u.a. §§ 20, 21 StGB liegt meiner Meinung nach z.B. eine Affekthandlung
im Stadium einer kurzzeitigen heftigen Gemütserregung wie z.B. Wut vor.

Hierzu bedarf es nicht dem evtl. Vorhandensein permanent geistiger Störungen,  sondern wie beim Fragesteller die aufgekommene kurzzeitige Erregung aufgrund fortgesetztem grob-respektlosen Verhaltens innerhalb eines Arbeitsverhältnisses durch Untergebene.

In Kurzform können Affekthandlungen zumindest zur Strafminderung führen, in Fällen von z.B.zweifelsfrei vorliegenden grundlegenden seelischen Störungen bzw. Geisteskrankheiten bei denen derart Betroffene ihre Emotionen gar nicht
oder nur schwer kontrollieren können, sogar zur völligen Straffreiheit.

Letzteres - nämlich grundlegende seelische Störungen bzw. Geisteskrankheiten liegen beim Fragesteller wohl nicht vor.

Juristisch betrachtet, wäre es keine Überraschung, wenn z.B. bei
Gerichtsverhandlungenein Richter die sinngem. Auffassung verträte, mit seinem fortgesetzten respektlosen Verhalten ggü. seinem Arbeitgeber trug der Geschädigte erhebl.zur Folgeeskalation - im konkreten Fall dem Wurf und der damit einhergehenden Sachbeschädigung an seinem Mobiltelefon durch seinen Arbeitgeber - wesentlich bei.

Anders gesagt: Paragraphen, Gesetzestexte usw. sind das Eine,

zumindest grob fahrlässige Provokationen durch Arbeitnehmer durch fortgesetztes respektloses Verhalten ggü. dem Arbeitgeber und daraus resultierende kurzzeitige emotionale Erregungen derart betr. Arbeitgeber das Andere.

GutenAnwälten ist das Vorstehende zur Genüge bekannt und persönlich
nachvollziehbar (es sind zum Glück nicht alle Anwälte seelenlose
"Paragraphen-Roboter") ...aber es gibt eben auch andere "Anwälte" wie
z.B. bei GF....

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Kommentar von bit77
03.09.2016, 14:01

Das ist ja mal wirklich eine hochinteressante Antwort. Ich bin angenehm überrascht, das sich das Gesetz auch über solche Dinge erstreckt und vor allem auch den menschlichen Gesichtspunkt nicht ausser acht lässt.

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Sachbeschädigung ist leider keine Lösung. Ein klares Handyverbot würde genügen, er braucht das Handy nicht während der Ausbildung, wenn er es trotzdem verwendet, kann er zuhause bleiben.

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Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert

Das ist nicht nur eine Unverschämtheit der Jugend, dass kommt auch bei sehr vielen Menschen in unserem Alter (ich bin 54) vor. Leider denken sehr viele Menschen mittlerweile, dass das Handy wichtiger ist, als alles andere und können nicht verstehen, wenn der Gesprächspartner sauer wird.

An deiner Stelle würde ich die Benutzung der Handys während der Arbeitszeiten verbieten und nur in den Pausen gestatten.

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Das Eigentum von jemandem zu zerstören weil man sich nicht im griff hat ist bestimmt die richtige Reaktion auf sowas. Aber sowas braucht man dir ja nicjt sagen mit 50 jahren und als chef der eigentlich mit personal umgehen können sollte.

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Ich war bis vor 2 Monaten selber noch in Ausbildung. Smartphones waren gestattet aber nur in der Mittagspause auch aktiv zu gebrauchen.
Während der Arbeitszeit nur, um Kollegen schnell eine wichtige Mitteilung zu senden (welche natürlich etwas mit der Arbeit zu tun haben musste).
Vor meinen Chef hätte ich es mich niemals getraut das Smartphone mit in sein Büro zu nehmen, geschweige denn zu schreiben während wir reden.

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Ich finde es auch ziemlich respektlos wenn man anstatt seinen gegenüber zuhört auf sein smartphone starrt. Wenn du es verbieten kannst würde ich es machen, ich meine man soll arbeiten und nicht spielen.

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Kommentar von bit77
02.09.2016, 22:59

Ich hatte bisher nie Probleme wegen Mobiltelefonen. Ich weiß auch, daß die Leute während der Arbeitszeit telefonieren und in der Toilette rauchen.  (Mein Büro liegt über der Toilette und der Rauchgeruch dringt ins Büro)

Ich sehe das alles nicht so eng. Wenn mal am Samstag geschafft werden muß, weil die Zeit drückt, meckert auch keiner.  Wenn es ohne Druck funktioniert, warum dann welchen aufbauen? Aber in diesem einen Fall treibt es mich umher und ich bin -offengestanden- etwas ratlos.

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Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert

Bist du sicher, dass du so einen Azubi weiter ausbilden willst?

Er hat einfach keine Benehmen - und das hat nichts mit dem Handy oder dem digitalen Zeitalter zu tun. 

Wenn ich in einem Gespräch bin (und zwar nicht nur im Gespräch mit dem Chef -obwohl da besonders), dann chatte ich nicht gleichzeitig!

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Kommentar von TechnologKing68
02.09.2016, 22:28

Aber das Handy dann zu zerstören, ist in Ordnung, oder was?

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Kommentar von bit77
02.09.2016, 22:49

Das war natürlich nicht in Ordnung, ich war leider ausser mir. Da versucht man, mit der  Berufsschule klarzukommen (Fehlzeiten), baut goldene Brücken, weil es Arbeiter gibt, die von ihm genervt sind und dann wird man auf diese Weise ignoriert.

Das ich ausgeflippt bin, brachte mir jedoch seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Es geht auch nicht um die Leistung oder die Noten. Die sind sehr gut, da kann man richtig stolz sein.

Es nutzt nur nichts, da man jemanden mit so einem Benehmen nicht zu Kunden schicken kann. Ich hoffe, das ändert sich mit der Zeit.

Ich frage mich immer, wie jemand, der so leicht Wissen in sich aufnehmen kann, seinen Erfolg so sehr torpediert. Das ist unheimlich schade.

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Was ich vor allem nicht normal finde, ist dass ein Lehrmeister seine Azubis nicht anders zurechtweisen kann, als durch eine Straftat. Dir ist klar, dass Sachbeschädigung sowohl strafrechtlich, als auch zivilrechtlich relevant ist, oder?

Es sind eher wenige, die so aggressiv am Smartphone sind, dass ist schon ein Extremfall. Also sehe ich nicht, dass eine deiner Antworten auf meine Meinung passt. Das Leben hat sich halt geändert, was aber nicht heisst, dass das digitale Leben generell wichtiger ist, aber wäre es dir lieber gewesen, wenn er seinen Chatpartner persönlich mitgebracht hätte?

Was ich damit sagen will, es ist keine Frage von digital oder nicht, sondern eine Frage von Respekt. Offensichtlich respektiert er dich als Lehrmeister nicht, denn das ist schon die Höhe, aber du respektiert ihn und sein Eigentum offensichtlich genau so wenig. 

Für das iPhone wirst du ihm Schadenersatz zahlen müssen und er könnte dich anzeigen, mal ganz unabhängig davon. Du könntest ihm allenfalls eine Abmahnung erteilen.

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Kommentar von bit77
02.09.2016, 23:26

Straftat hin Straftat her -  mal angenommen, er lernt was daraus. Dann hätte es sich für ihn am  Ende gelohnt. Warum soll man nicht mal auf die unsanfte Weise etwas lernen. Es geht einfach nicht, sich in einer Gemeinschaft permanent dagegen zu stellen. Ich habe Tagsüber nicht immer Zeit und manchmal bin ich von früh um 5 bis in der Nacht um 10 im Geschäft.

Ich habe nicht nur für mich Verantwortung, ich habe sie für alle meine Leute, deren Ehepartner und Kinder. Ich kann mich nicht zurücklehnen und sagen "mir ist alles egal, die können mich..."

Einen Lehrling auszubilden bedeutet nicht nur, daß jemand -ganz profan gesagt- einen Beruf erlernt. Man muß jemanden dazu bringen, Verantwortung nicht nur alleine für sich zu tragen, irgentwann mal Verantwortung für seine Kinder  und Partner zu übernehmen, vernünftige Entscheidungen zu fällen und Menschen führen zu können. Ich will, das etwas aus ihm wird.

Und es bringt mich auf 180, wenn jemand einen ehrlichen und von ganzen Herzen gutgemeinten Rat dadurch ablehnt, daß man mich auf so idiotische Weise ignoriert.

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Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert

Es ist schon schlimm, wie das heutzutage mit den Samrtaphones "abgeht".

Ich sehe hier sehr oft Mütter, die ihr Kind im Kinderwagen gar nicht beachten - da könnte ich auch ausrasten (mach ich aber nicht).

Würdet Ihr an meiner Stelle in der Firma Smartphones verbieten?

Auf jeden Fall.

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Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert

Gibt auch Arbeitsstellen wo es verboten ist sein Handy mit zu nehmen. Genau so wie in Schulen.

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Kommentar von bit77
02.09.2016, 23:32

Man darf sein Handy nicht mit in die Schule nehmen?  Reden wir jetzt von einer Berufsschule oder Gymnasium oder sowas?

Oder ist damit nur gemeint, daß man es nicht während der Schulzeit benutzen darf?

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So ein moralisch verwerfliches Verhalten rechtfertigt noch lange keine bewusste Sachbeschädigung nach § 303 StGB, die du begangen hast.

Du hast ihm den Schaden zu ersetzen.

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Es ist extrem nervig, wenn jemand dauernd sein Handy beackert

Ins Arbeitslager zum Steineklopfen mit dem Typen.

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