Zu viele (psychische) Baustellen im Leben?

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2 Antworten

Also ich bin seit knapp 6/7 Jahren in Therapie und meine Depressionen und Ängste haben sich stark gebessert. Es ist noch schlimm (an manchen Tagen schlimmer als an anderen), aber längst nicht so schlimm wie früher.
Ich kann mittlerweile z.B. alleine einkaufen, solange ich nicht zu lange dafür brauche und die Depressionen sind nur noch abends wirklich schlimm (wenn überhaupt).

Keine Angst, ich habe noch einiges mehr, also ist es nicht verwunderlich, dass der Heilungsprozess so viel Zeit in Anspruch nimmt.

Ich habe es sogar geschafft meinen Abschluss nachzuholen und  jetzt eine schulische Ausbildung angefangen.
(Ich habe nicht "nur" eine Sozialphobie sondern auch höllische Angst vor der Schule, unbekannten Situationen, etc. ..Im Grunde also vor allem)

Aber immer dran denken: mindestens 80% der Arbeit machst du selbst.
Die Therapie ist nur eine kleine Hilfe für dich (die du auch unbedingt weiter in Anspruch nehmen solltest).
Verlass dich also nicht nur auf die Therapie und erwarte keine Wunder.
Wie gesagt. bei mir ist es schon recht lange und ich bin immer noch weit von einer "Heilung" entfernt.

Erste Besserungen habe ich übrigens erst nach knapp 4 Jahren feststellen können.
Das heißt nicht, dass das bei dir auch so sein wird. Nur, dass es eben sein kann.

Das soll dich aber keineswegs entmutigen!!
Ganz im Gegenteil.

Immer fleißig zur Therapie aufkreuzen und aktiv versuchen was zu ändern.
Du bist dein bester Therpeut.
Finde deine persönlichen Skills, lerne mit bestimmten Situationen umzugehen und vor allem: lass dich nicht entmutigen!
Probieren, probieren, probieren.
Egal wie lange es dauert: irgenwann wird es besser.

Alles Gute! :)

Das ist eine schöne und hoffnungsvolle Antwort! 

Man muss dies mal sagen, bei so vielen "Antworten" die man hier ließt! Z. B. von darki94

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@menz84

Sehe gerade, dass die "Antwort" + damit auch die Kommentare von darki94 auf diese Frage entfernt wurde! Völlig zurecht!! Seine Beiträge hier insgesamt sind allerdings auch nicht besser...

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Ohje ._.
Lieber Kommentar, aber i-wie auch recht frustrierend und demotivierend :/

Naja, die Wahrheit ist auch hart, dass man nur selbst etwas ändern kann.

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@TheTrueSherlock

Wollte dich mit meinem Kommentar auf keinen Fall frustrieren o. demotivieren. Entschuldige, wenn das der Fall war! 

Summerween hat in sehr vielen Punkten recht. Ja, die Wahrheit ist hart. Aber es ist nicht aussichtslos! Es gibt Wege, und du gehst diese!

Ich sage auch: Lass dich nicht entmutigen, von niemandem!

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Wann wird es besser?

Das ist eine Frage, die Du dir nur selber beantworten kannst. Ich bin manisch/depressiv. Wenn es mir mal besser ging war automatisch die Angst dabei, dass ich wieder in Depressionen rutsche und es mir erneut schlecht geht. Am besten kommst Du aus Deiner Mühle, wenn Du mit Dir selber arbeitest. Schreib Dir alle Deine Baustellen auf ein Blatt Papier. Somit wandern sie aus dem Kopf aufs Papier. Das ändert schon einmal die Sichtweise. Dann makierst Du die Baustellen, die am wichtigsten sind. Die erledigst Du zuerst. Mach Dir auch einen Plan, was Du am nächsten Tag erledigen möchtest. Plane aber dafür nicht mehr als 2 Stunden ein. Wenn Du es in den 2 Stunden nicht schaffst, dann macht das nichts, Du hast ja den nächsten Tag noch Zeit. 2015 und 2016 hatte ich insgesamt 3 Depressionen von 4-6 Tagen. Die Zeiten der Depressionen werden immer kürzer und die Zeitabstände dazwischen immer länger. Ich neige dazu depressiv zu werden, wenn sich zuviel Arbeit auftürmt und ich irgendwann nicht mehr weiß, wie ich diese bewältigen kann. das macht mich depressiv. Also gehe ich mittlerweile sofort an die Dinge heran, damit sie sich nicht mehr auftürmen und mich in eine Depression ziehen. Es gibt mir das Gefühl, dass mein Rücken frei ist. 

Dir alles Gute, Gruß Olli 

Okay, das ist auch eine interessante Strategie :) Danke!

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