Zu viele Kohlenhydrate? Was passiert?

4 Antworten

Low Carb leert die Glycogenspeicher; die nach einer Umstellung auf Mid oder High Carb erfolgende Zunahme resultiert nur aus dem gebundenen Wasser.

Wenn man KHs oberhalb des Energiebedarfes isst werden die als Fett angelagert.

Ansonsten ist das ganze recht unproblematisch; wichtig ist keine Proteinmangelversorgung, die ist jedoch bei normaler Ernährung unwahrscheinlich.

Ausgewogene Ernährung ist das Geheimnis um sein Gewicht zu halten und gesund zu bleiben! Dein Ziel sollte nicht sein, 56 kg zu halten egal was es kostet, sondern gesund zu bleiben! Es ist eigentlich egal, wie Du Deinen Energiebedarf deckst, wenn Du Deinen Energiebedarf nicht überschreitest und Dich vernünftig bewegst, dann kannst Du Dein Gewicht halten. Wobei Du mit 1.69m ruhig ein paar Reserven zulegen kannst. Iss ausgewogen und halte Deinen Energiebedarf und dann sollte nichts schief gehen. Darüber hinaus, solltest Du Dich und Deinen Körper so annehmen wie es von der Genetik vorgesehen ist und mach das Beste draus indem Du Deine vorteilhaften Seiten an dir hervorhebst und die nicht so vorteilhaften vergisst Du am Besten! Wenn Du dann den Mann findest, der Dich liebt, der wird Dich so lieben wie Du bist, ansonsten ist er es nicht wert, daß Du ihm Dein Vertrauen und Deine Liebe schenkst! Alles Gute!

Vielen Dank für die netten Worte :) ich bin einfach zu nachdenklich und mache mir zu viel aus Gewicht/körper

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@AMME16

Und wenn Du Dir ein Hobby suchst, daß Dich von Deinen Gedanken ablenkt?

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Bei wenig Kalorien aber hohem Kohlenhydratanteil bekommst du Energiemangel. Mittelfristig geht davon dein Grundumsatz runter und du kannst das Abnehmen vergessen.

Kannst du aber eh, weil du kein Übergewicht hast.

Und, kann ich soviel essen wie ich mag, solange ich die Kaloriengrenze nicht überschreite, nehme ich nicht zu ?

Es macht einen ganz großen Unterschied, ob du deine Kalorien mittels Fett, Eiweiß oder Kohlenhydraten zuführst. Du bist keine Müllverbrennungsanlage, der egal ist was eingefüllt wird!

Fett und Eiweiß braucht der Körper, Kohlenhydrate nicht. Die Insulinantwort ist auch eine völlig andere - und somit auch der Effekt auf die Fettdepots.

Heißt das, solange die Glykogenspeicher nicht überfüllt sind, setzen kh's nicht an ? Ist es deswegen auch egal, wann man kh's isst z.b da man morgens 50g verbrannt hat und diese 50g dann abends wieder aufnimmt ? Also wieder auf 0 ist ? Lg :) und vielen dank !

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@AMME16

Das ist richtig: Wenn die Glykogenspeicher noch was aufnehmen können, dann landen überschüssige Kohlenhydrate in diesen Speichern. Sind sie voll, dann werden Kohlenhydrate in Fett umgebaut und landen in den Fettdepots (oder schlimmer: bleiben in der Leber hängen -> Fettleber).

Allerdings: Auch wenn die Kohlenhydrate noch Platz in den Glykogenspeichern finden, so geht davon doch der Insulinspiegel deutlich in die Höhe (genau der regt diese Speicherung an). Jedes Fett, das mit den Kohlenhydraten gegessen wird, landet dann direkt in den Fettdepots.

(Natürlich sind das keine diskreten An-/Aus-Schalter, die Übergänge sind einigermaßen fließend.)

Das Wissen um diese Insulinkurve ist extrem wichtig: Hohes Insulin ist mit Nahrungsüberfluss assoziiert - es wandert was in die Speicher. Niedriges Insulin ist mit dem Nüchternzustand assoziiert - man lebt von den Speichern.

Deshalb will man beim Abnehmen einen möglichst oft/lange niedrigen Insulinspiegel. Heißt: Lieber wenige große Mahlzeiten als viele kleine (d.h. längere Pausen dazwischen). Und den Energiebedarf deckt man am besten über Fett (kaum insulinogen), an zweiter Stelle stehen Proteine (mittelmäßig insulinogen), unerwünscht sind Kohlenhydrate (sehr insulinogen).

Mittlerweile kommt auch immer mehr raus, dass erhöhtes Insulin auf Dauer gar nicht gut ist. Ist einer der Haupttreiber von Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2 und kardiovaskulären Erkrankungen. Einfach weil der Stoffwechsel nicht darauf ausgelegt ist, dauernd im Fütter-Modus zu sein. Er braucht auch ebensoviele Verdauungs- und "Inventur"phasen, d.h. regelmäßige Fastenperioden.

Insbesondere bei nicht ganz stoffwechselgesunden Personen bleibt das Insulin zu lange erhöht, die müssen also umso mehr aufpassen.

Nun zu deinem Fall: Du kratzt am Untergewicht. Dein Körper gibt freiwillig nichts mehr her. Du kannst nur durch ungesundes Hungern (d.h. erzwungenen Nährstoffmangel) abnehmen. Und zwar verlierst du dabei so ziemlich alle Muskeln - bevor es ans Fett geht. Das ist weder schön noch gesund. Geh mal in dich...

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Wooow, vieeelen lieben Dank ! Mit so einer tollen, gut formulierten Antwort hätte ich echt nicht gerechnet! Du kennst dich echt sehr gut aus ! Jetzt habe ich das auch halbwegs verstanden, mir geht es darum, ich hatte mal knall 80 kilo und habe abgenommen, nun habe ich ca 56 kilo und 20% fett, ich habe die ganze zeit so ca 100/120g kohlenhydrate gegessen, aber ich möchte auch eben wieder mehr brot, kartoffeln, vollkornprodukte etc essen, ich habe nur angst wenn ich die kh's auf ca 180/200g am tag erhöhe (dennoch im kalorienbedarf bleibe), dass ich dann zunehme :( kannst du mir da evtl weiterhelfen mit tipps/ratschlägen etc ? Das wäre evcht novh meega lieb von dir ?!. Vielen lieben Dank für deine mühe. Lg

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@AMME16

20% Körperfettanteil sind für Frauen völlig OK, das ist schlank!

Du kannst höchstens mehr Muskeln aufbauen, das sieht dann gleich nach was aus. Davon wirst du natürlich zunehmen, denn Muskeln sind ja nicht aus Luft. Also nicht so sehr auf's Gewicht gucken, sondern eher auf den Taillenumfang.

Wieviel KH jemand essen kann ohne zuzunehmen ist arg unterschiedlich, da spielen nicht zuletzt die Gene eine Rolle. Wenn du mal bei 80kg warst gehörst du eher nicht zu den Leuten, die KH essen können soviel sie wollen.

Wenn du größere Mengen KH essen willst, dann tu das nur höchstens einmal am Tag. Also entweder Müsli zum Frühstück, oder Pasta zum Mittag, oder abends ne Pizza. Nicht alle drei, auch wenn du die Menge beschränkst. Iss erst, wenn du hungrig bist - nicht nach der Uhr.

Zu Kohlenhydratmahlzeiten dann wenig Fett essen. Ohne KH ist Fett kein Problem. Und versuche Snacks zwischen den Mahlzeiten zu vermeiden.

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