zu viel geld überwiesen, bekomme es nicht zurück

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13 Antworten

Wäre toll wenn ihr uns helfen könntet.

Würde ich gern - nur wenn man denn keine ladungsfähige Anschrift der Verkäuferin hätte oder die Kontoinhaberin selbst Opfer eines Betrügers war, ist das aussichtlos :-(

Und im Gegensatz zu manch rechtsirriger Auffassung hier ist es nicht strafbar, fremdes Geld auf seinem Konto zu lassen, nur etwas auszugeben, was einem ganz offensichtlich nicht zusteht.

G imager761

Naja, wenn ihr schon bei der Bank wart und diese sagt, dass das Geld futsch ist, ist es wohl auch so. Wenn der Verkäufer sich nicht mehr meldet, ist das leider auch so...

Leider liegt der Fehler ja auf ihrer Seite. Da heißt es nur: Beim nächsten Mal alles noch einmal überprüfen!

franzi111 04.12.2013, 12:46

und diese sagt, dass das Geld futsch ist

wo steht das bitte ???

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jurafragen 04.12.2013, 13:16

Naja, wenn ihr schon bei der Bank wart und diese sagt, dass das Geld futsch ist, ist es wohl auch so.

Da steht nur, dass die Bank den Betrag nicht erstatten will. Der Rückzahlungsanspruch richtet sich aber gegen den Empfänger.

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Sverfan 04.12.2013, 13:30
@jurafragen

Da steht, dass man den Beitrag nicht zurückbuchen kann. Nichts vom Erstatten oder so. Sondern vom Empfänger zurückbuchen ;)

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jurafragen 04.12.2013, 14:04
@Sverfan

Da steht, dass man den Beitrag nicht zurückbuchen kann.

Ja.

Nichts vom Erstatten oder so. Sondern vom Empfänger zurückbuchen ;)

Das mag da zwar nicht wörtlich stehen, aber genau das ist gemeint. Denn der Gedanke, dass die Bank X das gutgeschriebene Geld eines Kunden der Bank Y zurückholen könnte, ist schlicht unsinnig. In Betracht kommt also nur die Erstattung des überhöhten Überweisungsbetrages, soweit man hier einen Erklärungsirrtum bei Erteilung des Überweisungsauftrages annimmt und von einer Anfechtbarkeit ausgeht.

Völlig unklar ist jetzt aber, warum das Geld - wie von Sir behauptet - futsch sein soll.

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Sverfan 05.12.2013, 07:37
@jurafragen

Komisch. Beim Online-Banking kann man sein Geld zurückbuchen lassen ;)

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fordere den Empfänger per Einschreiben mit Rückschein auf, den zu viel gezahlten Betrag zurückzuüberweisen denn aufgrund der §§ 812 - 822 des BGB (Bürgerlichen Gesetzbuch) macht er sich sonst der ungerechtfertigten Bereicherung schuldig. Er kann natürlich anfallende tatsächliche Kosten (Überweisungsgebühren, Wege zur Bank) geltend machen. Mach ihm diese Rechtslage klar und drohe ihm ansonsten mit Anzeige.

Einen Brief an den Epfänger des Geldes schreiben und ihm mitteilen, dass Strafanzeige erfolgt, wenn das Geld nicht bis spätestens zu einem von ihr genannten Termin zurück gesandt wird. Es sollten dem Empfänger etwa 14 Zage Zeit bleiben.

Ginger1970 04.12.2013, 12:44

Richtig! Aber per Einschreiben - dann hat sie einen Beleg!

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jurafragen 04.12.2013, 13:00

dass Strafanzeige erfolgt, wenn das Geld nicht bis spätestens zu einem von ihr genannten Termin zurück gesandt wird

Und welche Straftat soll hier vorliegen?

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jurafragen 04.12.2013, 13:22
@Itadakimo

Nein, es ist nicht egal, denn die Drohung mit einer Strafanzeige kann eine strafbare Nötigung sein, insbesondere wenn - relativ offenkundig - eine Straftat nicht vorliegt.

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jurafragen 04.12.2013, 17:54
@dablub

Nö, Unterschlagung ganz sicher nicht. Sollte man - spätestens nach Lesen des § 246 StGB auch von selbst drauf kommen.

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jurafragen 04.12.2013, 17:55
@dablub

Allenfalls eine, die du dir mit deinem Halbwissen zusammenreimst.

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du kannst nur auf die Kulanz des Verkäufers hoffen viel Glück . ) wo gekauft . ?

jurafragen 04.12.2013, 13:14

Das hat mit Kulanz nichts zu tun. Es besteht ein Rückzahlungsanspruch.

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Das ist ganz sicher Betrug, was die Verkäuferin da gemacht hat! Zeigt sie bei der Polizei an, denn solchen Menschen gehört das Handwerk gelegt! Warscheinlich reist die Dame auf die Tour und "verdient" so ihr Geld! Die Bank kann das Geld nur zurückholen, wenn das Geld nicht selbst von deiner Freundin überwiesen worden wäre, sondern per Lastschrift eingezogen worden wäre. So wurde es wissentlich (so zumindest argumentiert gerne die Bank in solchen Fällen) von deiner Freundin überwiesen. Wenn sie nicht bald zur Polizei geht und die Verkäuferin anzeigt dort, ist das Ganze verjährt und die Dane fein aus dem Schneider und deine Freundin ihr sauer verdientes Geld für immer los! Viel Glück!

pepinillo 04.12.2013, 16:17

oh, ja!! die "masche" zieh ich in zukunft auch durch: was verkaufen und dann drauf hoffen, dass der käufer zu viel bezahlt. das lohnt sich bestimmt und ich bin bald reich!!!

man, man,..."betrug"...genau

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PauIine 04.12.2013, 16:39

Nö, den Fehler hat die Käuferin gemacht:
Mangelnde Sorgfaltspflicht

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Wie lange ist das Ganze denn schon her? Es gibt in jedem Fall einen Herausgabeanspruch!

http://www.verbraucher.ws/index.php?article_id=193&goback=100&start=0

Sie bemerken Ihren Fehler erst nach mehreren Tagen oder Wochen

In diesem Fall ist das Geld Ihrer Überweisung längst auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben. Die Banken können hier nichts mehr tun, die Überweisung kann nicht mehr zurück genommen werden.

Setzen Sie sich mit dem Empfänger in Verbindung und bitten Sie, das zuviel gezahlte Geld zurück zu erstatten. Dieser muss den zu viel gezahlten Betrag wieder heraus geben, da er sich unrechtmäßig bereichert hat, oder aber er schreibt Ihnen den Betrag gut und verrechnet ihn mit einer nächsten Zahlung von Ihnen. Lässt er nicht mit sich reden, machen Sie einen Herausgabeanspruch geltend. Darauf haben Sie laut §812 BGB Anspruch.

Wenn Sie Hilfe brauchen: Klappt alles nicht, gehen Sie zu einem Anwalt. Dieses Rechtsgebiet ist nicht so speziell, dass unbedingt Verbraucherexperten gefragt sind. Ihre Verbraucherzentrale in Ihrer Nähe hat ebenfalls langjährige Erfahrungen mit Überweisungspannen.

Ginger1970 04.12.2013, 12:44

Wendet Euch an die Verbraucherzentrale im Notfall!!!!

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jurafragen 04.12.2013, 17:56
@madquad

Nix,aber für 20-30 Euro geben die auch irgendwelche Ratschläge, die in der Praxis niemandem weiterhelfen.

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seppel89 04.12.2013, 16:41

Es ist eine woche her. War dienstag oder mittwoch wo sie es überwiesen hatte und war aber den tag darauf gleich bei der bank gewesen.

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Statt Nullen in das Überweisungssystem einzugeben sollte deine Freundin evtl. das ganze besser dezimieren. ;) Überwiesen ist überwiesen, das stimmt. Da aber hier ein "Kaufvertrag" besteht und die 200€ auch nicht der geforderte Preis das Artikels waren - habt ihr theoretisch die Möglichkeit das ganze anzufechten. Da aber ein Anwalt ebenso Geld kostet ( gut, die kosten könnte man dem Verkäufer zukommen lassen) -> Ihr müsstet das ganze einklagen, vom Gericht recht bekommen und so die Bank an die 200€ wiederzukommen. Kontaktdetails besitzt ihr ja mit dem "Zielkonto" der Überweisung. Wenn ihr das alles machen wollt.- viel Spass.

jurafragen 04.12.2013, 13:02

habt ihr theoretisch die Möglichkeit das ganze anzufechten

Es wäre aber viel realitätsnäher, die 180 Euro als Anspruch aus Bereicherung gerichtlich geltend zu machen.

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madquad 04.12.2013, 13:04
@jurafragen

Was ist denn bitte schön Bereicherung??????? Selten so einen Blödsinn gelesen

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jurafragen 04.12.2013, 13:13
@madquad

Was ist denn bitte schön Bereicherung

Das ist die amtliche Überschrift des entsprechenden Titels des BGB, der hier einschlägig ist. Titel 26 im Schuldrecht, geht von § 812 bis 822 BGB.

Selten so einen Blödsinn gelesen

Ja, dieser Gedanke kam mir, als ich da was von Anfechtung gelesen hab.

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Hallo seppel89

Dies ist ungerechtfertigte Bereicherung und strafbar, falls das Geld nach Aufforderung nicht zurückbezahlt wird.

Nur wird ein Verfahren teurer, deshalb lohnt sich des ned...

Das einzige was du noch tun kannst, ist es über das Fernsehen versuchen. Bei RTL gibts da so ne Sendung:

http://www.rtl.de/cms/sendungen/real-life/christopher-posch.html

Kaum kommt das TV zahlen sie das Geld wieder zurück... traurig...

Allerdings auch hier nicht allzu hohe Erwartungen haben, denn der Betrag ist sehr klein... Auch wenn es für dich viel Geld ist.

Gruss RED

jurafragen 04.12.2013, 13:04

Dies ist ungerechtfertigte Bereicherung

Ja

und strafbar

Nein.

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Das geld wurde glaube vorigen dienstag oder mittwoch überwiesen und meine freundin war sofort einen tag später bei der bank gewesen. Da kann es ja noch nicht bei der empfängerin gewesen sein.

Brief an sie schreiben geht nicht weil wir nur die kontodaten haben. oder kann ein anwalt bri der bank ihre adresse bekommen?

Müsste das nicht auch irgendwie "Unterschlagung" sein?

Achja und betrug ist es natürlich auch weil wir ja nicht mal die ware erhalten haben.

ihr bekommt es warscheinlich nicht mehr zurück.. meiner mutter ist mal das gleiche passiert und sie hat es nie wieder gesehen. nächstes mal: gründlich überprüfen.

  1. Die Shop Betreiberin per Einschreiben auffordern die Überzahlung bis zu einem bestimmten Termin wieder zu erstatten.

  2. Nach Ablauf der Frist:

a. Die Sache als Lehrgeld abbuchen und zukünftigt besser aufpassen was man im Banking eintippt.

b. Auf eigene Kosten einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung der eigenen Interessen beauftragen und hoffen dass dieser mehr Erfolg hat.

c. Das komplette Prozdere bis zum Zivil-Prozess ausdehnen. Kostet einiges, vor allen Dingen an Zeit und Geld..... und bringt letztendlich auch nur ein Urteil aber kein Geld zurück

Das könnt Ihr machen. Eine Straftat zu unterstellen, bzw. die Absicht einer strafbewährten Handlung zu unterstellen ist schon arg schwierig. Und auch eine Strafanzeige bringt kein Geld zurück.

Demnach habt ihr es mit einer nicht so sonderlich ehrlichen und fairen Person zu tun und könnt nur auf deren Einsicht hoffen. Klar, 180 Euro ist sicherlich viel Geld. Aber alles andere macht die Sache nur teurer und bringt auch keine Garantie das Geld jemals wieder zu sehen.

seppel89 04.12.2013, 16:45

War kein shop sondern privat gewesen.

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Weißt du denn den Namen der Verkäuferin? Womöglich könnte ein Anwalt helfen.

jurafragen 04.12.2013, 13:09

Weißt du denn den Namen der Verkäuferin?

Wenn man jemandem 200 Euro aufs Konto überweist, dann kennt man in aller Regel den Namen des Zahlungsempfänger ...

Womöglich könnte ein Anwalt helfen.

Ja, womöglich. Den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids kann man aber auch selbst ausfüllen.

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imager761 04.12.2013, 13:22
@jurafragen

Wenn man jemandem 200 Euro aufs Konto überweist, dann kennt man in aller Regel den Namen des Zahlungsempfänger ...

Nein, des Kontoinhabers. Der kann ebensogut gutgläubig sein Konto zur Verügung gestellt haben, Opfer eines Hackerangriffs oder Identitätsdiebstahls geworden sein.

Wenn du wüsstet, wie simpel Trickbetrüger oder Diebe mit gefakten Post Ident-Verfahren hierzulande online Konten eröffnen können, wärst du mit solchen Schlussfolgerungen zurückhaltender :-)

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jurafragen 04.12.2013, 13:28
@imager761

Wenn du wüsstet

Ich weiß, nur dürfte der Aufwand für den Verkauf eines gebrauchten Handys im Wert von 20 Euro doch sehr hoch sein.

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