zu viel Extra-Angebote im Schulalltag, wann bleibt Zeit zum Lernen?

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2 Antworten

Du bist die Mutter? Dein Kind lernt jetzt erst mal die Wesentlichkeit ohne die es keinen Ausbildungs- öder Studienplatz gibt: Soziiale Kompetenz. Sie hat jetzt die Chance andere Kulturen kennen zu lernen. Du übrigens auch bist Du bereit die anderen Eltern nicht nur flüchtig kennen zu lernen. Sie hat jetzt die Chance zu einer Zeit in welcher es ihr noch besonders leicht fällt andere Sprachen kennen zu lernen.

Ach, weißt Du-

Als ich zur Schule kam konnte ich lesen, schreiben und die Grundrechenarten. Warum? Ich habe mir dieses Wissen mit List aus den Nasen der Älteren gezogen. Ich habe um jede einzelne Minute die ich einen Stift und ein Stück Papier haben und nutzen durfte gekämpft mit List, habe meine Spielsachen dagegen eingetauscht.

Wir Kinder haben den natürlichen Drang zu lernen. Wenn Du mal nachschaust Was unter Montessouri zu verstehen ist wird Dir erklärt.

Schule wird nicht alleine von Lehrkräften gemacht. Auch Eltern haben sehr viele Möglichkeiten ohne großen Zeitaufwand Einfluss zu nehmen. Gebe mal in die Suchmaske des Browsers ein "Schulpreis". Dort werden Dir manche Möglichkeiten vorgestellt.

Dein Kind wächst in der Stadt auf. Für Dein Kind ist es eine große Chance erfahren zu dürfen dass Pommes nicht in der Gefriertruhe wachsen. Es lernt so Zusammenhänge erkennen, verstehen. Viele Menschen machen heute das Abitur, sind aber vollkommen unfähig irgendwelche Zusammenhänge zu erkennen trotz bester Noten. Dann wundern sie sich wenn sie im Arbeitsleben scheitern.

Ja, Schule ist auch zur Wissensvermittlung da ebenso wie das Elternhaus. Es liegt an Dir ob Du Dein Kind für schöne Schrift lobst oder nicht. Ob Du Dein Kind animierst schön schreiben zu wollen, üben zu wollen. Es gibt in Berlin so schöne öffentliche Bibliotheken mit so tollen Büchern gerade für dieses Alter die dabei sehr behilflich sind. Ich habe solche Bücher noch nicht gekannt denn es gab sie damals noch nicht Bezüglich rechnen weiß ich aber sicher dass der Haushalt sehr viele Gelegenheiten bietet nicht nur die Grundrechenarten zu vermitteln. Dein Kind geht jetzt zur Schule. Für meine Eltern war es noch selbstverständlich dass ab dem Zeitpunkt Erziehungs- und Fürsorgepflicht zwischen Schule und Elternhaus geteilt wird. Und damit auch das Vermitteln von Wissen und Fertigkeiten. Deshalb haben sich meine Eltern so regelmäßig als möglich mit den Lehrkräften die Köpfe zusammen gesteckt. Ihr in Berlin habt Schulen in so genannten Problembezirken die noch vor wenigen Jahren sehr schlecht waren, heute aber sehr gut dastehen. Da muss ja Irgendwas geschehen sein. Und gewiss nicht nur von dem Lehrkörper aus.

MayBerlin 13.03.2014, 10:29

Aber das meine ich doch nicht. Soziale Kompetenzen bekommt das Kind von zu Hause. Hier knüpft und pflegt es Freundschaften. In der Schule auch. Das passiert nebenbei in der Freizeit und im Unterricht.

Aber ich habe doch neben meiner Vollzeit-Berufstätigkeit nicht auch noch Zeit, mein Kind zu unterrichten. Dass wir im Alltag an allen möglichen Stellen rechnen, lesen und schreiben ist ja wohl klar! Trotzdem kann ich die Schule nicht ersetzen.

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dawala 17.03.2014, 10:49
@MayBerlin

Wie haben heute ein anderes und umfangreicheres Wissen über unsere Lernfähigkeit, unser Gehirn. Entsprechend wird Schule verändert. Für Dich mag diese Veränderung nach Schnick-Schnack aussehen. Fachmenschen können Dir nachweisen dass es sich absolut nicht darum handelt.

Ich möchte Das jetzt nicht persönlich verstanden wissen denn ich kenne Dich ja nicht. Aber es gibt einige Tatsachen die gegen Deine Vorstellung sprechen dass Eltern ihren Kindern in diesem Land mehrheitlich soziale Kompetenz vermitteln. Die eine spricht schon für sich: Pubertierende sind seit Jahrzehnten nachweislich jene Bevölkerungsgruppe mit der höchsten Selbstmordrate. Wie hoch die deutschen Arbeitgebervertretungen vermittelte Kompetenz durch Elternhaus und Schule - welche sicherlich da nachrangig ist - einschätzen kannst Du seit Jahren nachhören, nachlesen. Sie ist schlicht unterirdisch. Wie Du aber es fertig bringen magst neben einem Vollzeitjob diese Leistung zu erbringen frage ich mich tatsächlich. Da müsstest Du schon ein für deutsche Verhältnisse großes soziales Umfeld vorweisen können. - Tut mir leid aber dazu gibt es reichlich Literatur seit den frühen 1970-igern.

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