Zu viel Blutzucker?

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5 Antworten

Wenn Dein Opa Insulin spritzt, wird er für den Blutzucker auch kein anderes Medikament haben, es sei denn, er würde eine Kombination aus Tabletten und Langzeitinsulin nutzen. Da Deine Mutter aber sagt, das er kein Medikament benutzt, wird er also nur Insulin spritzen.

Es wäre natürlich wichtig zu wissen, ob er CT oder ICT spritzt. Letzteres ist in jedem Fall vorzuziehen, vor allem bei derartig hohen Zuckerwerten.

Iht solltet Euren Opa zu nichts zwingen, wenn er nicht Dimenz ist und noch weiss was er tut. Wichtig ist, das man genau erklärt, was in seinem Körper vor sich geht und warum es wichtig für ihn ist, seinen Blutzucker richtig zu kontrollieren und zu behandeln.

Eine gute Frage ist es z.B., ob ihm so wenig an Deiner Oma/seiner Frau liegt, das er lange vor ihr sterben und sie allein lassen möchte. Man muss ihn bewusst machen, welche Risiken er bei die dieser Lebensweise eingeht, aber auch, das er auf nichts verzichten muss, nur das er sich anders verhalten muss (messen/berechnen/spritzen).

Ihn einfach ins Krankenhaus zu verfrachten und ihn aus seiner gewohnten Umgebung zu reissen, ist der falsche Weg. Er muss leben wollen und das noch möglichst lange. Aber vielleicht hat er ja auch nur Angst vorm Spritzen, vielleicht spritzt er auch falsch. Vielleicht tut ihm auch das Blutzucker messen weh.

Sei nett zu ihm, sag ihm das Du ihn sehr gern hast und das Du möchtest, das er noch lange lebt. Mit Liebe und Verständnis kann man weitaus mehr erreichen, als jemanden zu etwas zu zwingen, was er nicht mag.

Die Zuckerwerte an sich sind viel zu hoch. Dein Opa muss nicht auf seinen Kuchen verzichten, er muss nur die darin enthaltenen Kohlehydrate berechenen und dann ausreichend Insulin dafür spritzen. Welches sollte der Arzt entscheiden. Falls noch nicht geschehen - Diabetiker gehören zu einem Diabetologen, nicht zum Hausarzt, sie kennen sich sehr viel besser mit Diabetes und der Behandlung aus.

Wäre Dein Opa jünger, würde ich schon sagen, das er  vielleicht seine Ernährung ändern sollte. Mit 81 reicht es, wenn er korrekt misst und spritzt, da muss man ihm nicht den Rest seines Lebens verderben, wenn er wirklich so gern Kuchen isst.

Lebensfreude ist ein Faktor, der beim vermeintlichen "gesund leben" leider allzu oft unterschätzt wird. Alte Menschen, denen das Leben keinen Spass mehr macht, sterben früher - auch wenn sie sich gesund ernährt haben.

Ein Wert von 450 oder auch 350 ist absolut zu hoch, auf Dauer sind mindestens schwere Langzeitschäden zu befürchten.

Im Grunde kann der Opa Kuchen essen soviel er will, wenn er nur die enpstrechedende Insulindosis spritzt. Leider ist es meist so das "Oma" und "Opa" das nicht mehr so ganz auf die Kette bekommen. Der Daibetologe, bei dem er hoffentlich in Behandlung ist, wird ihm eine Tabelle erstellen aus der er entnehmen kann welche Dosis Insulin er bei welchen Wert spritzen muß. Der Haken dabei ist jedoch daß dadurch die Gefahr einer Unterzuckerung steigt, der Partner muß ihn also ständig beobachten.

Guten Morgen,
wie ich deinen und auch anderen Antworten entnehme, spritzt Dein Großvater "nur" Insulin. Erkundige Dich einmal, welches Insulin oder welche Form des Insulins er spritzt.
Das die Werte erschrecken hoch sind, hast Du ja schon mit den Ausrufezeichen verdeutlicht. Jeder Wert über 180mg/dl schädigt den Körper über kurz oder lang. Kurzfristig bemerkt man meist antriebs- und kraftlosigkeit und ggf. Sehstörungen. Die Spätfolgen sind weitaus schlimmer. Angefangen bei Nierenversagen, über Nierenersatztherapie (Dialyse), bis hin zu irreparabelen Augenschäden (ich bin auf einem Auge erblindet), drohen auch neurologische Störungen.
Zwinge ihn am Besten nicht zu etwas, aber erkundige Dich bei ihm, ob er weiß, was ihm droht. Das kann ihn dann animieren, sich schlau zu machen.
Idealwerte sind 100-140 alles bis 180 ist aber auch vollkommen okay. Ich drück die Daumen

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