Zu viel betriebsurlaub, nach Kündigung keine Auszahlung der Überstunden?

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1 Antwort

Wenn Dein Arbeitgeber die Praxis schließt und Du daher mehr Urlaubstage "einsetzen" musst, als Dir vertraglich zustehen, dann hat sich der Arbeitgeber das selbst anzulasten.

Deine zu viel "genommenen" Urlaubstage darf der Arbeitgeber dann nicht mit Deinen Entgeltansprüchen verrechnen - dazu zählen auch Deine Überstunden, die durch Geld oder Freizeit auszugleichen sind -, und Dir dürfen daraus auch keine Minusstunden entstehen

Kurz: Du hast selbstverständlich Anspruch auf Ausgleich Deiner Überstunden!

Du kannst also von Deinem Arbeitgeber die Bezahlung Deiner geleisteten Überstunden fordern.

Außerdem hast Du Anspruch auf das Weihnachtsgeld, wenn es vertraglich zugesagt wurde und es keine Regelungen für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses gibt. Alleine der Hinweis auf eine "Freiwilligkeit" entbindet den Arbeitgeber nicht von seiner Verpflichtung; er hätte schon sagen müssen, dass aus seiner Zusage, Weihnachtsgeld zahlen zu wollen, kein Rechtsanspruch für Zahlungen in der Zukunft entstehen soll.

Übrigens: Wenn der Arbeitgeber die Praxis schließt, also praktisch Betriebsferien die Folge sind, muss er das rechtzeitig (mindestens 1/2 Jahr) vorher ankündigen; er darf dabei auch nicht über Deinen gesamten Urlaub verfügen, sondern nur über ca. 3/5.

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