Zu schlecht für ein Informatikstudium?

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7 Antworten

hat hier jemand Erfahrungen mit der Mathematik im Informatik Studium, inwieweit man Vorkentnisse braucht oder nicht ?

Du brauchst keine Vorkenntnisse, wird alles nochmal von vorne erklärt - diesmal richtig. Gerechnet wird ohnehin nicht mehr, nur noch bewiesen. ;-))

Levilevi 13.03.2014, 09:20

Wo hast du bitte studiert?!

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dongodongo 13.03.2014, 09:48
@Levilevi

Naja, das ist ja Gang und Gäbe, bei uns in den Mathe-Vorlesungen (Physiker) wurde auch fast nur noch bewiesen, genauso in der Literatur, es war ne gewisse Umstellung, als ich angefangen habe, privat da was zu machen, aber man gewöhnt sich halt daran.

Dass das bei den Infis ähnlich ist, kann ich mir gut vorstellen. Zumindest an der LMU habe ich davon schon gehört.

VG, dongodongo.

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ArchEnema 13.03.2014, 09:52
@Levilevi

Tübingen.

Aus dem Vorlesungsskript wurde ein Buch gemacht (klick).

Es ist wirklich so: In der Vorlesung und den Übrungsgruppen wurde nichts "gerechnet", sondern Sätze und deren Beweise durchgekaut. Rechnen können schließlich Computer...

Was ich aus der Schule kannte war für mich nicht sonderlich hilfreich, weil die mathematischen Grundlagen, die Terminologie und die Schreibweise dort fehlten.

Das mag bei praxisnah-technischen Studiengängen anders sein. Aber bei uns ging es eben um die Theorie. Die Anwendung war Sache anderer Vorlesungen. Viel wichtiger war, dass man (sehr) abstrakt denken konnte und ein gewisses Verständnis für Zusammenhänge hatte.

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JNash 13.03.2014, 10:12
@ArchEnema

Danke erstmal für die vielen Antworten. Bezüglich dem abstrakten Denken. Was kann ich darunter verstehen. Ich weiß zwar ungefähr was damit gemeint ist, aber gibts dazu irgendein Beispiel ?

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ArchEnema 13.03.2014, 10:41
@JNash

Ich musste mir den Kram immer irgendwie bildlich vorstellen. Schwer zu beschreiben. Malen im Kopf. Mindestens 3D. ;-)

Bist du gut in Sprachen? Spielst du mit Sprache, hinterfragst du sie? Etwa in dem Sinne, dass dir klar ist, dass Wörter und ihre Bedeutungen nicht das selbe sind? Dass die Landkarte nicht das Gelände ist?

In der Hochschulmathematik werden Strukturen benannt und untersucht.

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JNash 13.03.2014, 10:56
@ArchEnema

Okay, das kann ich gut. Hab ein sehr gutes räumliches Vorstellungsvermögen und sprachlich bin ich auch ziemlich gut, weshalb ich eben mit einem geisteswissenschaftlichen Studium angefangen habe, da ich mir Informatik nicht zugetraut habe und mein jetziges Studium spannender vorgestellt habe. Aber wiegesagt, es macht irgendwie keinen Spaß mehr. Und da es eben so weitergeht, überleg ich mir, mich vielleicht noch umzuentscheiden.

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ArchEnema 13.03.2014, 11:03
@JNash

Na siehste, das hört sich doch gut an. Da du eh schon an der Uni bist: Setz' dich doch einfach mal in eine entsprechende Vorlesung rein, dann siehste wie es da zugeht.

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JNash 13.03.2014, 11:09
@ArchEnema

Gut, das wollte ich im kommenden Semester auch machen. Sind dann zwar Zweitsemester-Vorlesung, aber ich denke man kann sich das trotzdem ganz gut vorstellen. Danke für die Antworten.

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ArchEnema 13.03.2014, 11:34
@JNash

Ich meinte ganz direkt. Nächste Woche. Einfach so. Und mal mit den Kommilitonen reden. Dann bekommst du am ehesten einen Eindruck. Wieso Zeit verschwenden?

Klar ist auch, dass du praktisch nichts verstehen wirst, was die da tun. Aber dass es mit Schulmathematik null zu tun hat (und es deshalb nicht an deiner vermuteten Schwäche in Schulmathematik hängen kann) wirst du sofort sehen.

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JNash 13.03.2014, 11:48
@ArchEnema

Das hast du grade vielleicht falsch verstanden. Gerade sind ja Semesterferien, daher kann ich grade nicht in eine Vorlesung gehen. Aber ich könnte natürlich im Institut vorbeischauen.

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ArchEnema 13.03.2014, 13:18
@JNash

Ach Gott, Semesterferien. Das waren noch Zeiten... ;-)))

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JNash 13.03.2014, 13:24
@ArchEnema

:D, besser ausgedrückt "vorlesungsfreie Zeit", grad steht auch noch eine Hausarbeit an. Aber sonst ist hier erstmal alles dicht, was Veranstaltungen betrifft.

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Hey you,

mir ging's in der Oberstufe auch nicht besonders gut. Im Studium hat sich das aber im Laufe der Zeit verloren.

Ich habe Physik studiert (fehlt nur noch Abschlussarbeit) und bin auch relativ zügig nicht mehr in die Vorlesungen gegangen, es ist aber auch nicht immer notwendig, das zu machen - vieles kann man sich wirklich selber beibringen.

Ich bin auch ein bekennendes Nicht-Genie, Dass sich Desinteresse und langeweile mal einstellt, ist klar, ich wusste manchmal auch ncith (außer dem naheliegenden Grund: Abschluss) warum ich eigentlich studiere.

Die Mathematik im Studium der Informatik kann ich nicht beurteilen, ich weiß nur, dass die Mathematik der Physik (und die kommt der Mathematiker Mathematik am nächsten) z.T. recht beweislastig sein kann, was ich persönlich auch nicht wirklich gemocht habe, aber die vier Semester, wo ich das hatte sind ja rum. Da bin ich eher der Praktiker. Auf jeden Fall kommt man durch.

An Vorkenntnissen (kann das jetzt auch nur aus meiner Warte schildern) brauchst du gute Kenntnisee der v.a. Oberstufen-Mathematik in Physik. Die Informatiker setzen mehr auf Algebra und Diskrete Mathematik, Numerische Mathematik und Stochastik sind auch nicht schlecht. In der Physik ist Anlysis und Geometrie/Topologie wichtiger. Das bissl Algebra, neben der linearen Algebra geht schon.

Ich habe mir aber auch, um eben diskrete Mathematik und algebraische Strukturen ein bisschen besser zu verstehen ein Buch für Informatiker gekauft, da ich mit der Nebenfach-Literatur als Nebenfach-Mathematiker auch besser zurecht komme als mit der z.T. unnötig langwieirgen Mathematiker-Literatur.

Begabung ist nicht alles, kann helfen, aber es erspart eben das Lernen nicht (notwendige Voraussetzung). Das fand ich eigentlich bei den Mathe-Vorlesungen, wo ich recht viel hergeleitet habe recht schön - eben dass jetzt auch die "begabten" lernen müssen.

Die Mathematik-Vorlesungen im Studium von den Vorlesungen her macht wohl vielen Leuten Sorge, aber man bekommt's schon rum. logisches Denken und Abstraktionsvermögen hat mir da sehr geholfen (mittlerweile schreibe ch meine Bachelorarbeit bei einem mathematischen Physiker, d.h., irgendwo an der Verbindungsstelle zwischen Mathe und Physik :))

Interesse hat sich bei mir an der Mathematik der Physik und der mathematisierten Physik ehrlich gesagt auch erst im Laufe der Zeit entwickelt. Manchmal gehe ich spazieren und ziehe die "Physiker"-Brille auf, und leite dann irgendwas her, d.h., sehe die Wirklichkeit mathematisiert. g In manchen Bereichen macht's das echt schöner.

Ich habe mir die Mathematik am Anfang auch schön geredet, klar, es macht nicht immer Spaß, und einiges ist dann auch langweilig, aber man kommt schon durch und findet sich zurecht.

Ich habe mir ein Poster gemacht, wo ich wirklich draufgeschrieben habe, was meine "allgemeine" Motivation ist, welche konkreten Ziele ich verfolge, und wie ich diese erreiche.

Schule != Uni, i.Ü....

VG, dongodongo.

Warum schaust du dir nicht einfach die Mathe für Informatikervorlesungen an? Entweder indem du da einfach hingehst oder indem du dir die Skripte/Aufgabenblätter runterlädst, es gibt so viele Download-Angebote im Netz dafür. Oder du leihst dir in der Bibliothek ein entsprechendes Buch. Dann kannst du dir schnell einen Eindruck verschaffen. Es gibt zahlreiche Mathebücher für angehende Informatiker, ein Beispiel ist http://www.amazon.de/Mathematik-für-Informatiker-Diskrete-eXamen-press/dp/3642379710. Wenn du da die ersten Seiten relativ schmerzfrei überstehst, bekommst du das schon hin.

JNash 13.03.2014, 10:16

Vielen Dank. Ich hatte mit in der Tat schon diverse Bücher ausgeliehen und auch mal reingeschaut. Mein Vater, der Maschinenbau studiert hat, konnte mir natürlich auch bisschen helfen. Er hat immer gemeint, dass das was ich in der Oberstufe gemacht hab, damals vor ca. 30 Jahren, bei ihm nie drangekommen wäre und das ich es schon schaffen würde. Kollegen meines Vaters haben das auch bestätigt, da ich in der Firma ein Praktikum absolviert hatte. Nur habe ich eben große Selbstzweifel und bin von meinen Fähigkeiten nicht wirklich überzeugt.

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FataMorgana2010 13.03.2014, 11:19
@JNash

Maschinenbaumathematik ist überhaupt nicht dasselbe wie Informatikmathematik. Das erste ist in der Regel recht angewandt, das zweite ist eher ein bestimmter Ausschnitt von sehr abstrakten Themen.

Wichtig ist die Betrachtung von abstrakten Strukturen. In der Schule hast du z. B. Vektorrechnung gemacht. Das waren dann meist die Elemente des R³ oder R², also etwas recht anschauliches. In der Mathematik und den Anfangsvorlesungen der Informatiker sind die Vektoren einfach Elemente von Vektorräumen und das sind Mengen mit bestimmten Rechenoperationen, die bestimmte Bedingungen erfüllen. Wenn du dich da am konkreten R³ festhälst, kommt du schnell an die Grenzen. Wichtig ist, sich immer wieder völlig frei zu machen von konkreten Dingen.

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JNash 13.03.2014, 12:30
@FataMorgana2010

Sind die Mathevorlesungen in den Naturwissenschaften nicht oftmals die Gleichen ? Wenn ich mir die Studienpläne anschaue, steht z.B. immer Mathe I, II, III, Lineare Algebra I, II, III, An alysis I, II. Manchmal gibt es auch spezielle Vorlesungen, wie Mathematik für Informatiker, aber ich denke das hängt dann von der Hochschule ab, oder ?

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FataMorgana2010 13.03.2014, 13:09
@JNash

Ja - aber Maschinenbau ist keine Naturwissenschaft sondern ein Ingenieursstudium, das ist schon was anderes.

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JNash 13.03.2014, 13:26
@FataMorgana2010

Richtig, aber unterscheiden sich dann auch die Inhalte, obwohl die Veranstaltungen gleich betitelt sind ?

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isbowhten 13.03.2014, 13:40
@JNash

ingenieure haben doch nicht dieselben vorlesungen wie mathematiker oder etwa doch? bei mir nicht. das ist vom niveau deutlich niedriger und anwendungsorientierter angesiedelt.

ich habe mich mal mit jmdn. der so im 5-6ten semester im maschinenbau-studium stand, und für klausuren gelernt hat, unterhalten. die grundlagen zu dem angewandten rechnen, das er in dem semester erst gelernt hat, lernte ich schon im 1ten semester. (ich studiere technomathematik, was im 1ten semester keinen unterschied zur reinen mathematik darstellt).

wohlgemerkt: ich lernte nicht die angewandte rechenmethode, sondern lediglich die grundlagen, die man dazu braucht. zB ein guter umgang mit matrizen und eigenwerten und insbesondere der jordan-normalform.

es kann an anderen universitäten durchaus anders ablaufen.

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JNash 13.03.2014, 15:53
@isbowhten

Nicht die komplett gleichen Vorlesungen, aber in den ersten Semestern sind es immer die gleichen Titel, wie Lineare Algebra I und II etc. und die sind in Informatik, Mathematik, Maschinenbau, Luft und Raumfahrttechnik etc. alle gleich, oder nicht ?

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isbowhten 13.03.2014, 16:43
@JNash

informatiker und physiker haben bei mir tatsächlich dieselben vorlesungen, aber ingenieure jeglicher art haben ihre eigenen vorlesungen.

wenn das bei dir anders ist, dann verwundert mich das, aber ist auch nicht so wild. das sind trotzdem noch grundlagen-vorlesungen, d.h.: ab dem 3ten semester ist ingenieur und mathematiker was vollkommen verschiedenes.

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Naja, ich sag mal so... in der ersten halben Stunde der ersten Vorlesung wurde nochmal kurz über Schulstoff angesprochen. Danach wird das alles als "trivial" angesehen und vorausgesetzt. Danach geht es ab in andere Sphären... Richtig lustig wird es dann in den "Logik"-Vorlesungen.

Die Anforderungen des Studiums hängen auch davon ab, ob du an einer Uni oder an einer FH studierst, in welchem Bundesland und als Bachelor oder Diplom...

Also bei uns im Informatikstudium war Mathematik einer HTL (Wie Gymnasium nur 1 Jahr länger, mit Matura und einre bestimmten Fachrichtung) Voraussetzung. Wer da nur vom Gymnasium kam und gut war, hatte echt Probleme.

Ich habe "nur" das Fachabi - aber das was im Informatik-Studium an Mathekenntnissen vorausgesetzt wurde war deutlich anspruchsvoller als das was in der Schule dran war.

JNash 13.03.2014, 00:20

Danke, für die Antwort. Gleich zu Beginn vorrausgesetzt oder im ersten Semester behandelt. Wär ganz interessant zu wissen, ob man inwieweit Vorkentnisse vorhanden sein sollten.

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happyfish2 13.03.2014, 06:34
@JNash

Es wurde zu Beginn vorausgesetzt - es gab quasi vor Beginn des Studiums einen kleinen Auffrischungskurs, und dort schlackerten mir bereits die Ohren. Geschwindigkeit und Stoff war ne andere Liga als die Schule davor.

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Faulheit abstellen , Studium beginnen !

JNash 13.03.2014, 12:25

Kurz, prägnant und wahr !

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