zu langsam Motorrad fahren in der Gruppe

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4 Antworten

die rechtslage wurde hier ja schon eingehend erörtert. im unterschied dazu sagt mir meine lebenserfahrung, dass in d langsamfahrer in aller regel ungestraft davon kommen. stattdessen wird derjenige, der sich darüber aufregt und hinter her drängelt, wegen nötigung verknackt.

die wahrscheinlichkeit, dass ihr wegen verkehrsbehinderung belangt werdet, sehe ich bei nahe null.

ein anderes problem entsteht jedoch: verkehrsteilnehmer werden alles dran setzen sich durch eueren pulk hindurch zu kämpfen, um danach wieder freie fahrt zu haben. dies führt leicht zu gefährlichen situationen für die überholten kolonnenfahrer beim kolonnenspringen. ihr müsst deshalb sehr genau den nach folgenden verkehr beachten und platz machen für kolonnenspringer.

btw, wir machen das so, dass der führende konstante 100 km/h vorgibt und die nachfolgenden dafür sorgen, dass sie dran bleiben. dann kommen noch halbwegs vernünftige schnitte zusammen.

annokrat

Das kann passieren. unter Umständen ist der tatbestand der Nötigung erfüllt. Siehe:

http://www.shortnews.de/id/356675/strafe-fuer-zu-langsames-fahren-gericht-sieht-noetigung

Da muss man aber diese Umstände genau betrachten. Shortnews als Quelle ist übrigens "nicht so toll."

LKW über 7,5 Tonnen z.Gw. und LKW über 3,5t mit Anhänger dürfen nebenbei nur 60 auf Landstraßen fahren, darf ich die auch alle anzeigen?

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@Holger4712

Die fahren nicht grundlos langsam, sie dürfen eben nicht schneller. Und Shortnews ist als Quelle durchaus legitim, so lange man deren Quellen (hier das Urteil) einsehen kann.

Aber da wärst Du doch bestimmt auch von alleine darauf gekommen, oder?

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Ja natürlich ist das eine Behinderung des Verkehrs, und es würde mich - nebenbei - auch maximal ankotz.... wenn ich hinter so einem Schnarchverein hinterherfahren müßte. Und ich bin - jedenfalls mit der Dose - beileibe kein sportlicher Fahrer.

§ 3 (2) StVO sagt dazu unmißverständlich: "Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern."

"Betreutes Fahren in der Gruppe" ist kein trifftiger Grund. Eine beschränkte Höchstgeschwindigkeit für manche LKW ist hingegen durchaus ein trifftiger Grund. Die hier geäußerte Vermutung, langsames Fahren sei grundsätzlich legal, ist also falsch.

Zu langsames Fahren kann selbstverständlich auch bestraft werden - siehe Bußgeldrechner.

§ 3 (2) StVO sagt dazu unmißverständlich: "Ohne triftigen Grund dürfen Kraftfahrzeuge nicht so langsam fahren, dass sie den Verkehrsfluss behindern."

Und wenn der triftige Grund wäre, dass es bspw. Führerscheinneulinge sind und daher nicht rumrasen möchten oder alternativ die Maschine nicht mehr hergibt? :-)

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@Anaxabia

"Führerscheinneuling" ist kein trifftiger Grund. Einen Führerschein bekommt man erst, wenn man fähig ist, die StVO einzuhalten. Das ist der Sinn der Fahrschulausbildung. Wer das nicht auf die Reihe kriegt, gehört nicht in den Straßenverkehr sonden sollte halt noch ein paar Fahrstunden nehmen. Ungefähr die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu fahren, hat bei normalen Witterungs- und Fahrbahnbedingungen auch nichts mit Rasen zu tun.

Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit ist natürlich ein trifftiger Grund. Aber das hatten wir je bereits bei den LKW festgestellt.

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@Bauingenieur

Wer das nicht auf die Reihe kriegt, gehört nicht in den Straßenverkehr sonden sollte halt noch ein paar Fahrstunden nehmen

Und was ist mit den 80jährigen, die über die Landstraßen schleichen?

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@Anaxabia

Du stellst aber auch merkwürdige Fragen. Ja was soll mit denen sein? Gibt es in der StVO einen Paragraphen, der besagt, daß Fahrzeugführer Sonderrechte haben, wenn Sie über 80 Jahre alt sind?

Wer objektiv nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen, riskiert seinen Führerschein. Das gilt natürlich auch und erst recht für Senioren. Bitte lesen: http://waz.m.derwesten.de/dw/incoming/wenn-senioren-der-fuehrerschein-entzug-droht-id7633058.html?service=mobile

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Vielleicht hatten die Anhänger dran? Dann dürfen die nur 60km/h schnell fahren ;-)

Wenn ich jeden anzeigen wollte, der mich beim Autofahren behindert (scheintote halbblinde Rentner bpsw.), wär ich ja nur noch im Dauertelefonat mit der Polizei.

Aber es nützt ja nix. Nur weil Du das behauptest, heißt das noch lange nicht, dass der angezeigte jemals eine Strafe dafür bekommt.

Wen meinst Du mit "nur weil Du das behauptest"? Und wer hat hier von "anzeigen" gesprochen?

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@Bauingenieur

Wenn der Fragesteller fragt, hat es ihn vermutlich geärgert und er überlegte, wie er dagegen vorgehen kann

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@Anaxabia

Der Fragesteller hat nichts behauptet. Er hat auch nicht geschrieben, daß er jemanden angezeigt hat, oder daß er vorhat, dies zu tun. Er hat sich lediglich nach der Rechtslage erkundigt. Bitte einfach mal die Frage genau lesen und nichts hineininterpretieren oder spekulativ umdeuten. Danke.

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