Zu Konfi gewzungen werden

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16 Antworten

Vorweg: ich könnte vom Alter her Dein Vater sein und ich könnte vom Beruf her dein Konfirmator sein; ich bin Diakon.

Ich finde es gut, daß du nichts bekommen willst, was nicht zu dir paßt. Und du machst nicht den Eindruck, als würdest du deine Entscheidung aus Bequemlichkeit fällen oder aus Desinteresse.

Und ich kann dich sogar bestätigen, daß Konfirmandenunterricht vielerorts langweilig und nichtssagend ist. Das ist aber genauso sehr auch die Frage, inwieweit DU mitmachst und DICH einbringst und DEINE Fragen stellen kannst.

Doch trotzdem: du hast eventuell eine Chance, etwas für dein Leben zu bekommen, was dich immer begleitet und was deinem Leben eine gute Richtung geben kann.

Bei mir müßtest du Etliches auswendig lernen. Aber nicht, weil ich dich damit quälen möchte. Mich könnten meine Konfis immer nach dem warum fragen.

Ein Beispiel: vielleicht hast du eine Oma. Und so wie du älter wirst, so wird auch sie älter. Und vielleicht (so war es bei mir) wird deine Oma mal dement und bekommt Alzheimer und kann dich vielleicht kaum noch erkennen. Aber dann kannst du mit ihr vielleicht auch noch (wie in meinem Fall) "Macht hoch, die Tür" singen oder Psalm 23 beten?

Mein Verhältnis zu dem, was ich glaube, kann sich ändern. Und ebenfalls meine Haltung zu Kirche und Religion. Nicht aber die Überzeugung, daß ich nicht aus mir selber heraus leben kann.

Ich wünsche Dir eine gute Entscheidung!

Danke für die Antwort. Ich muss noch wöchentlich zum Konfiunterricht gehen und Sachen auswendig lernen. Muss aber weitermachen. Naja, immerhin bekomme ich Geld dafür...

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@AnonymS1

Bestelle deinen Eltern mal einen schönen Gruß von mir: wenn du nicht zum Konfi gehen willst, dann hast nicht du ein Problem, sondern deine Eltern haben ein Problem. Etwa, was Dir Deine Eltern und Paten weitergegeben haben an dich: Wird vor dem Essen gebetet? Vor dem Schlafen? Wie wichtig ist deinen Eltern Glaube und Kirche? (Davon mal abgesehen: in den evangelischen Landeskirchen wird das auch immer weniger vorgelebt und weitergegeben)

Okay, ich fands früher tlw. auch nervig (30 Jahre + her), aber heute bin ich froh, daß ich da mitmachte.

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Oh! Vielen Dank für diesen Stern! ;o))

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nein wir beten nie. meine mutter hat ist selbst von der katholischen in die evangelische kirche übergetreten. meine paten sind beide aus der kirche ausgetreten, so dass eine andere person als pate wingetragen ist.

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@AnonymS1

Dann bist du ja familiär nicht unbedingt "vorbelastet". ;-)

Weißt du, ich weiß echt nicht, ob ich ohne meine Oma dabei geblieben wäre. Meine Eltern wären fuchsteufelswild geworden, wenn ich römisch katholisch geworden wäre -meine Vorfahren sind Salzburger Protestanten (kannste mal googeln) .

Heute bin ich zwar gerne ein Christ, sogar sehr gerne, aber in meiner Kirche nicht wirklich beheimatet. Als Evangele ist Stuhlkreis mit Tüchern unterm Regenbogen nicht mein Ding, sondern Liturgie, Gesänge, Weihrauch, Mystik, Spiritualität.

Es geht mir nicht um das, was ich verstehen kann, sondern um das Geheimnisvolle, das, was ich nicht erklären kann, wie etwa das Geheimnis von der Dreieinigkeit, der Auferstehung, der Vergebung, oder dem Wunder der Liebe Gottes. Christentum ist ein Weg. Weniger ein Ziel. Das Ziel ist Christus, klar. Aber der Weg, der ist das Spannende.

Vor knapp tausend Jahren machten sich Menschen aus ganz Europa auf den Weg. Nach Jerusalem, oder als das nicht mehr möglich war wegen der muslimischen Eroberung Jerusalems, Santiago de Compostela. Waren das dumme Leute, die das taten?,oder riesen Kathedralen bauten?

Ich denke nicht.

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Weil Konfi einfach dazugehört. Das ist ein saublöder Grund. Konfirmation macht man weil man seinen Glauben nun selber bestätigt und ja dazu sagt. Im Grunde lügst du wenn du Konf machst ohne zu glauben. So was will Gott nicht. Und auch nicht das man zum Glauben gewzungen wird. WEnn du älter bist als 13 dann dürfen dich deine Eltern übrigens nicht mehr zwingen - gesetzlich.

Natürlich sind es immer noch Deine Eltern. Das bedeutet dann ja dass sie allgemein Pflichten als Christen haben. In diesem Zusammenhang haben sie Gott zu geben Was Gottes ist, dem Staat Was des Staates. Der Staat hat als verbindliche Regel festgehalten: Miti Vollendung des 14. Lebensjahres bist Du religionsmündig. Es steht keinem Christen zu gegen geltendes Recht des Staates in dem er lebt verstoßen zu wollen. Sonst wäre es auch richtig gewesen der römischen Besatzung die Steuer zu verweigern.

Als Christen sind Deine Eltern tatsächlich verpflichtet Dich so zu erziehen, Dir so vorzuleben dass Du GERNE in die Fußstapfen Deiner Eltern trittst. Nur wenn sie sicher sind sie haben diese ihre Pflicht als Christen erfüllt können sie Forderungen stellen.

Üblichkeit? War schon immer so? Das hat mit Glauben absolut Nichts zu tun. Das sind kulturell begründete Regeln. Mehr nicht. In Bezug auf Firmung und Konfirmation beweist diese Argumentation dass die Zugehörigkeit zu einer Institution von weltlichen Herrschern bestimmt wurde aber nie von einem Vorfahren aus freiem Willen erfolgte - bisher?

Wenn du noch nicht 14 Jahre alt bist bestimmen das deine Eltern. Ab 14 kannst du aus der Kirche austreten.

Also dürfen sie mich dazu zwingen?

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@AnonymS1

Die Eltern sind das Gesetz für dich sozusagen. Solange auch sie sich ans Gesetz halten.

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Sag anderen Verwanten bescheid, dass sie dir helfen sollen, oder sags der Pfarrerin/dem Pfarrer, der hat sicher verständniss dafür. Schlislich hast du ein Recht auf Religionsfreiheit.

Ich würds auf jeden Fall weiter machen, auch wenn du nicht gläubig bist. Die Religion wird dir dort näher gebracht und am Ende kannst du selbst entscheiden, ob du dich damit nun indentifizieren kannst oder nicht. Allerdings ist es natürlich blöd wenn du dazu gezwungen wirst. Rede einfach nochmal mit deinen Eltern und erklär ihnen, warum du nun nicht mehr dorthin gehn willst.

Das habe ich ihnen schon oft gesagt. Antwort: Das muss man einfach machen.

Auch als ich gesagt habe, dass ich mit 14 aus der Kirche austreten werde hat sie das nicht interessiert.

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@AnonymS1

Müssen tut man das nicht, aber bevor du nicht konfimiert bist darfst du glaub ich garnicht austreten.

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Was? :0 Also muss man eintreten damit man wieder austreten darf?

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Ihnen sagen, dass du auch vor Gericht gehen kannst und sie dort bestätigt bekommen, dass sie dich nicht zwingen können bzw dürfen.

Rede mit dem Fahrer ist zwar eine ziemlich radikale Maßnahme aber es klappt hundert pro

Pfarrer*

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Rede noch ein mal mit Ihnen und sage ihnen ruhig und genau warum du nicht zur Konfirmation gehen möchtest oder rede mal mit eurem Pfarrer dass du das nicht möchtest er wird es schon verstehen und mit deinen Eltern reden :)

Deine Eltern dürfen dich rechtlich gesehen nicht dazu zwingen, aber es erleichtert dir dein Leben um einiges wenn du es einfach durchziehst.

Außerdem bekommst du Geschenke, dafür lohnt es sich dann schon. ;)

Auf das Geld kann ich gerne verzichten auch wenn es das einzige ist warum ich überhaupt noch weitermachen würde.

Ich kann meinen Eltern leider nicht klarmachen, dass sie mich nicht dazu zwingen sollen -.-

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Wie alt bist du??

ab 14 jahren bist du in Deutschland religionsmündig, dann dürfen deine eltern dich zu nix religiösem mehr zwingen.

wenn du noch keine 13 bist, hast du rechtlich gesehen noch keine handhabe dagegen. empfehlen würde ich ein gespräch mit dem konfi leiter

Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass alle Jugendlichen nur wegen des Glaubens hingehen? :D

Die meisten gehen 'nur' wegen dem Geld hin.

Naja sehr viele in meiner Konfigruppe sind wirklich gläubig und ich kann diese Gedanken einfach nicht nachvollziehen D:

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@AnonymS1

Das musst du ja nicht auch nachvollziehen können. Du könntest deinen Eltern ja auch sagen, dass sie dich nicht ewig zu Sachen zwingen können und dass du lernen möchtest Sachen selbst zu entscheiden.

Aber überleg mal. Du gehst hin, triffst neue Leute und am Ende wirst du dafür belohnt. Du kannst dir neue Kleidung kaufen, CD's. Sachen die du dir sonst vielleicht nicht leisten könntest.

Ich z.B.bin etwas gläubig, meine Freunde sind hingegangen und dann wollte ich nicht die einzige sein, die nicht hingeht und am Ende haben die anderen viel Geld bekommen und ich stehe mit 'nichts' da.

Mir ging es also nicht (nur) um das Geld, sondern auch um den Glauben.

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Genau das kann ich nicht nachvoll ziehen. Man sollte so etwas nicht wegen des Gelds machen. (bin auch nicht Gläubig)

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@MarRad

Ich bin teilweise auch deiner Meinung, aber es gibt halt junge Jugendliche, die wegen des Geldes (und des Gruppen'zwangs') hingehen.

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Die brauchen deine Unterschrift für die Firmung. Wenn du die nicht gibst nimmst du auch nicht teil.

versuchs doch mal mit Albert Schweitzer: „Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“

Dasselbe gilt für Konfirmationsunterricht und er muss es ja wissen ;-) vielleicht

Sprich mit dem Unterrichtsleiter oder vielleicht auch mal mit dem Jugendamt.

dann mach es halt für die kohle, so wie fast jeder andere auch xD

Das ist der einzige "Pro-Grund" der mich hält.

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@AnonymS1

Entweder bekennt sich jemand zu einer abrahamitischen Religion oder zu "Gott Mammon". Beides zugleich geht nicht. Es schließt sich nach abrahamitischer Lehre aus.

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@hertajess

oder man schwört allen göttern ab und widmet sich der ausübung des verstandismus.

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