Zu Hause Muskeln aufbauen wie effektiv?

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Natürlich kann man zu Hause effektiv Muskeln aufbauen 79%
Im Fitnessstudio kann man definitiv effektiv Muskeln aufbauen 21%

8 Antworten

Im Fitnessstudio kann man definitiv effektiv Muskeln aufbauen

Natürlich nicht.

Irgendwann gehen einem die Gewichte aus.

Für den Anfang (1-4 Monate) macht es allerdings keinen Unterschied ob Studio oder zu Hause.

Als Anfänger würde ich allerdings niemals zu Hause mit einer KH und einer LH anfangen.

Hier sind Maschinen und eine korrekte Ausführung ausschlaggebend.

Gruß DayX19

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Viele Jahre Kraftsport-Erfahrung (Training und Ernährung)
Im Fitnessstudio kann man definitiv effektiv Muskeln aufbauen

Bullshit.

Och habe mir früher auch immer eingeredet, dass es zuhause genauso gehen würde, aber das stimmt schlichtweg nicht.

Der wichtigste Faktor ist, dass du in Training Progression erzielst, sonst wirst du keine Muskeln aufbauen.

Mit dem Körpergewicht ist es extrem schwer sich richtig steigern, da du nunmal keine 200 Liegestütze machen und erwarten kannst, dass du genauso viel Muskulatur aufbauen kannst, wie jemand der 8 schwere wiederholungen Bankdrücken im Gym macht. Ganz einfach.

Woher ich das weiß:Beruf – Ich bin digitaler Abnehmcoach

Man kann doch unterschiedliche Varianten von Liegestützen machen. Wenn es irgendwann zu leicht werden sollte dann kann man sich auch noch einen schweren Rucksack aufsetzen und damit Liegestützen machen.

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Prinzipiell kann man schon viel daheim machen. Aber das Problem ist dass man oft an einen Punkt kommt, wo man nicht mehr das Gewicht, sondern nur noch die Intensität steigern kann.

Klar kannst du z.B. wenn du irgendwann 40 Liegestützen oder so schaffst einfach eine schwierigere Variation nehmen, mit der du vllt. sogar nur noch 1-2 Liegestützen schaffst, da gibts genug.

Aber wie trainierst du beispielsweise den Oberschenkel, wenn deine Gewichte daheim nicht mehr reichen? Einfach MEHR Kniebeugen zu machen stärkt die Kraftausdauer, aber nicht die absolute Kraft. (Es kann natürlich sein dass du auch nur Kraftausdauer machen willst)

Das größte Problem was ich beim Training daheim aber sehe, ist der obere Rücken. Ohne Gewichte oder Klimmzugstange geht das so gut wie gar nicht richtig. Wenn du immerhin Hanteln hast, kannst du da wenigstens noch vorgebeugt rudern. Das geht zwar, ist aber auch nicht das gelbe vom Ei. Denn im Idealfall macht man für eine Muskelgruppe immer wieder verschiedene Übungen, und gerade im oberen Rücken ist man doch schon sehr eingeschränkt, gerade wenn es mehr um Kraft als bloße Kraftausdauer geht.

Allerdings sollte man auch beachten, dass es zwingend notwendig ist den oberen Rücken zu trainieren, wenn du auch die Brust trainierst, da nur einseitiges Training (also z.B. nur die Brust, Rücken wird vernachlässigt) zu Dysbalancen und ggf. sogar zu Fehlhaltungen führt (Rundrücken).

Zusammenfassend würde ich sagen, ja, man kann daheim ziemlich gut trainieren, allerdings liefert ein Fitnessstudio durch breitere Auswahl an Gewichten und Geräten, bessere Voraussetzungen gerade für explizites Krafttraining.

Eine Klimmzugstange habe ich z.B. auch 😊

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@cool4000

Oke das ist sehr gut, dann kannst du diesen (sehr großen) Absatz aus meiner Antwort ignorieren^^

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Natürlich kann man zu Hause effektiv Muskeln aufbauen

Es ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, doch dem Muskel selbst ist es am Ende vollkommen egal, wo und an welchem Ort er nun trainiert wird, ob in einem chromblinkenden, riesigen Fitness-Tempel oder in meinem Keller.

Wenn man als Trainierender auf Geselligkeit, Bewunderung und "Likes" verzichten kann, dabei noch genügend Eigenmotivation und die Fähigkeit zur selbstkritischen Analyse seines Trainings mitbringt, hat das Training zuhause eine Menge Vorteile:

  • Ich kann den Zeitpunkt meines Trainings frei wählen und selbst bestimmen.
  • Ich kann mir meine Trainingsmusik frei wählen - und muss nicht zu "Helene Fischer"-Hits pumpen.
  • Ich habe keine unfreiwilligen Wartezeiten oder Unterbrechungen
  • Ich gerate nicht ins "Schnacken", sondern ziehe mein Programm zügig durch - und bin in 40 Minuten fertig
  • Ich wende für mein alleiniges Training die Zeit auf, die ansonsten alleine für Hin- und Rückfahrt draufgehen würde.
  • Trainiere ich mal nicht - zahle ich auch nicht.
  • Mein Equipment hat sich über die vergangenen 35 Jahre mehr als amortisiert; für den zeitgleichen Besuch eines Studios hätte ich - für die besagten vergangenen 35 Jahre - weit über 10.000,- Euro ausgegeben (bei einem Durschnittsbeitrag von 25,- Euro).
  • Man braucht nicht einmal ein Arsenal an Trainingsgeräten, um ein vernünftiges Ganzkörpertraining zu bewerkstelligen - nur ein wenig gesunden Menschverstand und etwas Information.

Dazu noch ein kleiner Tipp am Rande:

Sieh dich bitte mal mit wachen Augen auf der Seite der "Koelbel-Trainingsforschung" um. Der olle Gerd F. Koelbel war der Fitness- und Krafttrainings-Pionier der 70er Jahre in Deutschland und hat u.a. auch den legendären Bullworker erfunden (der dann bald in jedem zweiten Haushalt zu finden war. Damit ist der Mann schwerreich geworden.). Koelbel war immer bekannt für innovative Erfindungen und Kleinstgeräte für das Krafttraining zu Hause. Dazu hatte er auch im Auftrag der NASA Trainingsgeräte entwickelt, weil eine Hantel im All nun mal auch nix mehr wiegt. Ich trainiere beispielsweise seit über acht Jahren ergänzend mit dem Isokinator. Trainingswiderstand stufenlos im Basisgerät bis 90 kg einstellbar. Das Konzept ist gut durchdacht, aber gewöhnungsbedürftig, doch wird der Muskel in jeder Position gleichbleibend hoch beansprucht und bei frei geführten Bewegungen unter Spannung gehalten. Das pumpt nicht schlecht! Eine Hantel hat dazu im direkten Vergleich nur einen relativ kurzen Wirkungsgrad. Es gibt auch spezielle Trainingspläne und -Geräte für Frauen - dazu noch eine Trainingsgruppe auf Facebook.

Und ja, ich weiß, die Preise erscheinen hoch, doch rechne das mal über die kommenden 10 Jahre um und vergleiche damit den Beitrag für einen durchschnittlichen Fitnesstempel. Das relativert die Sache ein wenig. Mein "Green Giant" hat sich inzwischen längst amortisiert.

Hier der Link: www.koelbel.de

Die Hauptnachteile:

Du hast keinen Trainer und musst dich selbst korrigieren. Das setzt die Fähigkeit der Selbstkritik voraus.

Du musst dich fachlich mit der Sache beschäftigen. (Ich hatte aus diesem Grund vor knapp 20 Jahren mal zwei Fachbücher darüber verfasst mit dem Titel "Muckis Marke Eigenbau", Noxxon-Verlag, den es nicht mehr gibt, daher leider kaum noch erhältlich, aber manchmal taucht bei Amazon noch eines davon auf).

Und du musst deinen inneren Schweinhund stets im Alleingang überwinden.

Persönlich war für mich immer klar, dass die Vorteile überwiegen, daher trainiere ich immer noch in meinem Home-Gym - wie bereits seit inzwischen 40 Jahren.

Good Luck !

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