zu früh entwickelt?

4 Antworten

Du beginnst mit "ich bin der festen überzeugung dass meine psychischen störungen zufällig entstanden sind" und dann folgt aber keinerlei Erklärung von was du überhaupt redest. Nebenbei erwähnst du depressive Verstimmungen, die 99% alle Jugendlichen durchleben.

Ich konnte eben leider überhaupt nicht nachvollziehen, welche Störungen du denn hast oder meinst zu haben. Ich lese da nur raus du fühlst dich anders als alle anderen, was ebenfalls auf 99% der Jugendlichen in der Pubertät zutrifft. In der Tat ist es gerade diese Phase in der der Mensch die Erfahrung macht sich gegen Eltern, Umwelt etc. abzugrenzen, neue Beziehungen aufzubauen und so etwas wie Individualität zu erkennen.

Also tut mir leid. Es war interessant deine Theorie zu lesen, doch leider weiß ich weder welche "prägenden Erfahrungen" du meinst und auch nicht von welchen "Störungen" du eigentlich schreibst, daher ist mir eine eigene Analsyse unmöglich.

Es klingt alles ziemlich normal. Also so richtig stinknormal. Derselbe Text, vielleicht mit dem Unterschied, dass deine schriftliche Ausdrucksweise von überdurchschnittlicher Qualität ist, könnte von jedem Jugendlichen stammen, den ich jemals kennen gelernt habe inklusive mir.

Alles Gute! Vielleicht stellst du einfach nochmal eine Frage und versuchst erstmal zu beschreiben, was du meinst bevor du schon deine eigene Interpretation der Analyse lieferst.

Ich nehm jetzt mal einfach die Grundlage, die ich habe, also deinen Text da oben und da steht zwischen den Zeilen der Hilferuf geschrieben: "Ich wäre gerne dümmer", ich mein "dumm" in dem Zusammenhang nicht als diskriminierende Eigenschaft, sondern als Sammelsurium aus Intelligenz, Interpretationsfähigkeit, Wissen, Wahrnehmung, Bildung, Sozialer Kompetenz usw. eben alles, das da mit reinspielt.

Je intelligenter du bist, je mehr du hinterfragst und auch fähig bist zu hinterfragen, desto härter durchlebst du natürlich die Pubertät. Dumme Menschen sind glücklicher - das ist nicht einfach nur so ein dummer Spruch, sondern darin steckt sehr viel Wahrheit.

Du kannst dich aber nicht dümmer machen als du bist. Du steckst wie jeder Mensch in der Pubertät in der Sinnkrise, deine gesamten Fähigkeiten auf irgendetwas bündeln zu wollen und solange du keine Aufgabe, keine richtige eigene Identität, keine Ziele, keine Interessen und Leidenschaften entwickelst, kommt dir eben alles komplett sinnlos vor.

Du hast noch keinen Lebenszweck gefunden sozusagen. Deine Identität ist noch nicht gefestigt. Alles völlig normal in dieser Lebensphase. Besser wird es erst, wenn du deine Fähigkeiten auf irgendetwas richten kannst. Fang an darüber nachzudenken, was dir gefällt, woran du persönlich Freude hast. Meistens braucht es dazu etwas, dass dich interessiert. Du musst Wissen sammeln in verschiedenen Gebieten und anfangen zu schauen wo der Funke überspringt.

Willst du Menschen helfen? Sie inspirieren? Willst du gut werden in irgendetwas? Willst du einfach nur Geld verdienen und dir bestimmte Träume erfüllen, reisen, Haus bauen, materielle Wünsche? Oder ist es erstmal die Liebe, die dir fehlt, einen Partner mit dem du Glück empfindest?

Such dir doch mal ein Fachgebiet? Psychologie, Astronomie, Naturwissenschaften, Kunst? Willst du schreiben? Willst du über etwas mehr wissen? Was liegt dir überhaupt? Identität heißt jedes Individuum lässt sich durch millionen kleine Regler definieren, die von ist mir extrem wichtig bis komplett unwichtig reichen und sich auf alles mögliche beziehen: Schnitzel bei mir auf mag ich ganz gerne. Die Farbe braun bei mir auf ziemlich unwichtig. Astronomie, das Wissen darum wo befinde ich mich im Universum, wie sind die Abstände, welche Möglichkeiten usw. bei mir auf extrem wichtig. Ehrlichkeit bei mir auf ca. 50% Wichtigkeit, ich finde eine Lüge, die ein Lächeln hervorruft besser als eine Wahrheit, die eine Träne verursacht usw. man muss eben zu millionen von Dingen erstmal Stellung beziehen, eine Meinung haben, eine Einstellung und dadurch definiert sich nach und nach deine Identität.

Der nächste Schritt ist dann Charakter, nach welchen Werten, Normen und Prinzipien lebst du. Identität ist nur welche Präferenzen du hast, aber durch Gewohnheiten, welche Dinge du verfolgst und förderst und lebst dadurch entsteht Charakter, nicht wer du im Inneren bist zählt, sondern was du tust, zeigt wer du bist. Aber dieser ganze Prozess dauert Jahrzehnte und eigentlich ist er nie komplett abgeschlossen er nimmt nur immer konkretere Formen an und je konkreter es wird desto mehr sinnerfüllt empfindest du dein Leben, kennst dich, deine Aufgabe, Pläne, Ziele, Interessen, deinen Platz in der Welt und dein Charakter bestimmt dann auch letztlich wie du lebst und was du erlebst.

Also was soll man dir raten? Du bist völlig normal, nur stehst du eben am Anfang deiner Reise. Vielleicht hau ich dir mal eine paar youtube videos raus, bei denen vielleicht (das ist aber natürlich aus meinen Interessensbereichen geklaut) irgendwo ein winziger Impuls ausgelöst wird, vielleicht findest du ein Interesse wenigstens mal den ersten bedeutenderen Regler neben Essgewohnheiten und welche Serien du magst. xD

Ok, lass mal schauen, angefangen hat es bei mir im Jugendalter mit sowas: https://www.youtube.com/watch?v=dLbG84K0wGs&list=PLikmWKyGm7w4foHDk9XjMc7udzX-lS9ir&index=6

https://www.youtube.com/watch?v=qgkOJNevLUU&index=8&list=PLikmWKyGm7w4foHDk9XjMc7udzX-lS9ir

Grundlegendes Wissen über das Univerum also unseren eigentlichen Lebensraum, wie groß, wo sind wir, wie viele gibt es noch etc...

Psychologie:

https://www.youtube.com/watch?v=kiPZkk54E88&t=34s

Wie viele Psychopathen gibt es? Was ist ein Psychopath? Was sind Pfeifen? Was findet man Sinn im Leben? Wie arbeitet man überhaupt an sich selbst? etc. ....

Aber ich will dich jetzt nich zubombardieren, weil deine Interessen wahrscheinlich völlig anders sind. Schreib ein Buch oder les Bücher, fokussiere dich mal auf irgendetwas und verschwende nicht zu viel Zeit damit grundlegend über Dinge nachzudenken, sondern werde mal konkreter und fang mit irgendetwas an anstatt nur alles auf dich wirken zu lassen.

Alles Gute!

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Guter suitman,

du kannst dich doch glücklich schätzen, so eine vorbildliche Mutter zu haben, die dich ohne Zwänge zu einer selbstbewussten Person heranreifen liess !

Ich kenne so manche Fälle, wo ich Kontakt mit Kindern und auch Jugendlichen hatte, die ständig unter Meinungsunterschieden und befehlsartigen Anweisungen ihrer Mütter zu "leiden" hatten und dann oft garnicht mehr wussten, wie sie sich verhalten sollten, um Streit zu vermeiden.

Wenn ich dein Opa wäre, ich würde wirklich stolz auf dich sein !

dfllothar grüsst Dich !

Keine Angst! Du hast nur eine altkluge Phase und meinst, Alles zu wissen! Und genau das macht Dich zu einem ganz gewöhnlichen Teenager, :))

bist du in einer besseren phase? du glaubst mich von der ferne einschätzen und beurteilen zu können und dass erwachsene so weit über den jugendlichen stehen was reife, wissen etc... anbelangt!?

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und ganz gewöhnlich bin ich nicht. dass würdest du spätestens nach den dritten satz in einem persönlichen gespräch mit mir merken. ich bin vielleicht nicht auf dem geistigen niveau eines 50 jährigen aber sicher über dem durchschnitt gleichaltriger und auch von den interessen her sehr weit von gewöhnlich entfernt!+

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