Zu einem Verteidigungskurs gehen?

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9 Antworten

Zuerst einmal: Ein Kurs reicht normalerweise nicht. So etwas solltest Du ständig und regelmäßig trainieren, damit Du die Bewegungsabläufe wirklich verinnerlichst und im Ernstfall nicht mehr darüber nachdenken musst.

Wenn Du nur einmal einen Tanz gelernt hast, z.B. über 10 Stunden und sollst den dann nach einem Jahr noch einmal vorführen, dann wird es auch schwierig, oder?

Dann: Was Du beim Selbstverteidigungstraining vor allem lernst, ist, mehr Selbstbewusstsein zu bekommen. Welche Art von Kampfkunst in Frage kommt, hängt von der Verfügbarkeit an deinem Wohnort und von Deinen Neigungen ab.

Wenn Du gar nicht schlagen magst, ist TaeKwonDo möglicherweise gut für Dich. Da wird zwar auch geschlagen, der überwiegende Teil der Action sind aber Tritte.

Wenn Du lieber zupackst, als zu treten, dann wäre das schon genannte Aikido oder auch Jiu Jitsu eine Alternative. Judo wäre ebenfalls noch eine Option.

Der tänzerische Aspekt: Da wärst Du im Kung Fu am besten
aufgehoben. Meine Empfehlung hier: Shaolin Kung Fu, Mantis Kung Fu
(Gottesanbeterin Stil), Lum Pai Kung Fu oder Ba Gua Zhang (Pa Kua).

Das Wichtigste beim Verteidigen ist aber: Sich verteidigen wollen. Falls Du ein mentales Problem damit hast, einem anderen Menschen ernsthaften Widerstand entgegen zu setzen, dann helfen Dir Selbstverteidigungskenntnisse nur bedingt. In so einem Fall wäre ein Kontaktsport wahrscheinlich besser für Deine Entwicklung, also z.B. Thaiboxen oder Kickboxen.

Da wird Mama aber möglicherweise sagen "Nein, das ist doch viel zu brutal! Das ist nichts für Mädchen." Dann kann sie Dir aber gleich sagen: "Wehr Dich nicht und halte still!" - und Du brauchst keine Selbstverteidigungskenntnisse. Du kannst Dich nicht ernsthaft wehren, ohne dem anderen dabei weh zu tun. Punkt. Ob das durch Schläge, Tritte, Würfe oder Gelenk-Verdrehen passiert, ist dabei ziemlich egal. Dein Angreifer nimmt keine Rücksicht auf Dich, warum solltest Du Rücksicht auf ihn nehmen?

Viel Erfolg!

Hallo!

Ich betreibe seit Mitte der 70er Jahre Kampfsport bzw Kampfkunst und denke, dass ich dir schon ein bisschen was dazu sagen kann.

Du tanzt? Super! Mach das weiter, tolle Sache.

Kannst du auch gut für Kampfsport gebrauchen, da gibt es viele Ähnlichkeiten. Was ich dir als Tänzerin empfehlen würde, speziell da du extra betonst, dass du nicht so gerne Leute schlagen möchtest, wäre an allererster Stelle Aikido. Das ist eine sanfte (naja, sagen wir mal sanft) Kampfkunst mit sehr flüssigen, runden Bewegungen, die sehr viel Tänzerisches hat.

Vielleicht wäre auch Kung Fu oder Wing Tsun für dich geeignet, da geht es dann aber schon härter zu.

Vielleicht hast du schon mal was vom brasilianischen Kampftanz Capoeira gehört? Wenn man da eine gute Gruppe findet, die Capoeira nicht nur als Tanz, sondern so wie in Brasilien in erster Linie als Kampf betreibt, dann wäre Capoeira ganz sicher was für dich.

Schau mal, was es bei dir in der Nähe gibt und dann verabrede bei allen infrage kommenden Gruppen ein paar Probetrainings. Wo es dir am besten gefällt, da bleibe dann.

Du bist ein guter Mensch und hast einen liebevollen Charakter, aber mir scheint es so als wären dir ein paar Dinge nicht bewusst.

Personen die einen auf der Straße angreifen, wollen dich erniedrigen um sich selbst aufzuwerten. Die haben kein Mitleid mit dir und die lassen dich auch nicht in Ruhe, wenn du wenig widerstand leistest, sondern ganz im Gegenteit. Das sollte dir klar sein.

Sie greifen so gut wie nie alleine an und wenn sie es tuen, dann lenken sie dich ab, belügen dich täuschen dich, um dich dann von mehreren Seiten anzugreifen. Sie schüchtern dich ein und spielen zunächst mit dir. Wenn du am Boden liegst, dann fängt es für sie erst an.

Was sich an so einem Tag ereignet, dass ist besonders verstörend für diejenigen die zuvor nicht mit so einer Thematik ausseinander gesetzt haben und einen besonders starken Glauben an die Mitmenschlichkeit haben. Das kann zu weitreichenden Schäden führen und das leben in seiner Form dauerhaft beeinflussen.

Meine Absicht ist es nicht dir Angst zu machen, sondern dir die Augen dafür zu öffnen, dass es auch eine Realtität abseits der Normalität gibt. Du kannst dazu bereit sein jemanden der dich überfällt die Nase zu zertrümmern und trotzdem gleichzeitig mit allen die dich mögen so respektvoll und umsichtig umgehen wie du es bisher tust.

In meinen Augen ist das ein wichtiger Bestandteil von Selbstliebe, sich selbst so zu lieben, dass man dazu bereit ist das Nötige zu Tun um sich selbst zu schützen, damit man nicht zum Opfer wird.

In einen Kampfsportverein zu gehen bedeutet auch nicht sich zu prügeln, sondern alles andere du lernst zu kämpfen, aber gleichzeitig den anderen zu achten. In jedem guten Kampfsportverein sind gute Umgangsformen das wichtigste und jeder gute Trainer achtet darauf, dass seine Schüler sich nicht auf der Straße prügel und noch wichtiger kontrolliertes Sparring betreiben, so dass sich niemand verletzt.


Hallo! Macht auf jeden Fall Sinn. Ich rate da zu Krav Maga.

 Krav Maga hat ein ganzes Paket von Angeboten mit verschiedenen Ausrichtungen und Anforderungen. Dazu gehören Fit Fight, Fighters Circle, Krav Maga, MMA – Mixed Martial Arts – Free Fight, Kettlebell – Training, Bulgarian Bag, Crossfit, Boxen und Fitnessboxen, Poweryoga, Cage Fitness und mehr.

Bei der üblichen Übungsform Krav Maga geht es um Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Beinhaltet hauptsächlich Training von Techniken, Beweglichkeit, Reaktion und Koordination. Kraft und Kondition werden aufgebaut -  halt ein effektives, komplexes Training.

Alles Gute.

Ich kann dir Aikido empfehlen. Du brauchst keine Kraft weil du die Kraft des Gegners intelligent nutzt. Die Energie muss fließen (wie beim Tanzen vermute ich). Und geschlagen wird beim Aikido niemand. Auch getreten wird nicht. Der Gegner wird meistens mit einem Hebelgriff zu Boden gebracht. Macht total Spaß und hilft einem in Notsituationen. Wenn mich einer blöd anfasst, weiß ich was ich zu tun habe. Und zum Selbstbewusstsein: Ich kann nur von mir sprechen aber ich war vor dem Aikido Training sehr schüchtern. Es kommt mir so vor als wäre ich dadurch lockerer geworden. Aber am Besten du probierst es aus. Es lohnt sich!!! :-)

Kampfsport bringt auch Selbstvertrauen das kommt meistens mit der Möglichkeit sich zu verteidigen automatisch mit. Allen in allem kann ich dir sowas nur empfehlen. Eine Horizonterweiterung ist es allemal.

Ju-Jutsu. Ist für die ganzen Spezialkommandos wie GSG9, SEK usw. entwickelt worden. Das Ziel ist es den Gegner ohne viel Kraft und Gewalt abzuwehren. Dort lernt man einiges. Am Anfang grundlegendes wie Blöcke und Griff Sprenger. Später kommen dann Würfe usw. dran.

Ja, unbedingt. Welche Sportart, das musst du selber finden.Hier stehen ja schon einige gut erklärt.

... und mache Chi Gong Eisenhemd-Übungen....

jsch1964 27.01.2016, 14:10

Grins... Super Tipp für Masochisten. ;-)

Ok, Dir macht dann ein Angriff nichts mehr aus. Ob das aber den Verteidigungscharakter hat, der von der Mutter gewünscht wird?

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kwon56 27.01.2016, 14:27
@jsch1964

Mangelhaft Informierte kommen natürlich zu so einem Grinsen.

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