Warum sind Viele der Meinung, dass sie zu beschäftigt für Gott sind?

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12 Antworten

Ich denke da geht es nicht wirklich darum seine knappe Zeit Gott zu widmen, sondern eher den kleinen Dingen des Lebens. Die meisten Menschen sind ja gefangen in diesem öden Kreislauf des Lebens, denken nur noch an die Arbeit, die Finanzen und vergessen sich an den Einzelheiten zu erfreuen. Man sollte jede Sekunde die man hat genießen und für alles was um einen herum geschieht aufmerksam sein. Nicht nur schnell am Morgen duschen, sondern den Wasserstrahl an jeder Stelle des Körpers wahrnehmen, anderen ein kleines Geschenk machen, vielleicht ohne erdenklichen Grund einfach mal der Frau/Freundin einen Blumenstrauß mitbringen, anderen Menschen denen es vielleicht nicht so gut geht etwas Zeit schenken, ihnen zuhöhren...und wenn jetzt jemand meint "Ich habe doch keine Zeit dafür", das ist totaler Schwachsinn, man kann sich immer ein paar Minuten nehmen.

Wenn ihr meint ihr habt die Liebe zu Gott gefunden und würdet für ihn in den Krieg ziehen, dann habt ihr 'ne Schraube locker. In der Bibel/im Koren heißt es, dass Gott alle Menschen liebt, also wenn ihr Gott liebt und dienen wollt, dann fangt an ebenfalls andere Menschen zu lieben und Andersdenkende (Atheisten, andere Glaubensanhänger) zu tolerieren, ansonsten habt ihr wohl etwas ziemlich falsch verstanden...wobei die Bibel eigentlich eh nur mit Metaphern und Symbolen gefüllt ist.

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Ich bin der Meinung, viele Menschen sind alleine schon

"zu beschäftigt um sich selbst zu kennen"

Sie kennen zwar ihre äußeren Wünsche, also etwa nach einer bestimmten Sorte Eiscreme, oder einer speziellen Modemarke, aber ansonsten sehr wenig darüber, wer sie wirklich sind, oder welche tiefergehenden Bedürfnisse sie haben.

Die meisten modernen Menschen in Industrienationen nehmen sich meiner Meinung nach einfach nicht mehr die Zeit, neben körperlicher Hygiene auch ihren Geist in Ordnung zu bringen

Anstatt sich mit einem inneren Konflikt auseinanderzusetzen, legt man lieber schöne Musik auf, setzt sich vor den Computer, oder und trinkt ein wenig Alkohol, um die harten Kannten der Realität etwas runder erscheinen zu lassen.

Ob man

"mehr Zeit für Gott"

haben sollte, hängt nach meiner Ansicht von der Religiosität des Einzelnen ab und ich kann daher keine Empfehlung aussprechen. Das ist eine individuelle Entscheidung wie ich finde.

Persönlich würde ich es begrüßen, wenn der Mensch

"mehr Zeit für sich"

nehmen würde.


Die ständige Erreichbarkeit über Mobilgeräte, die Sorge, in sozialen Netzwerken etwas Wesentliches zu verpassen und der Wunsch, nach viel  Stress einfach abzuschalten, sich auf die eine oder andere Weise geistig zu betäuben, führt zu einer Entfremdung von sich selbst.

Letztlich geht dadurch auch Lebensqualität verloren, weil man einfach einen Aspekt seines Lebens - die Beschäftigung mit sich selbst - ausklammert.

Für manche Menschen ist beides - sich Zeit für Gott und Zeit für sich selbst zu nehmen - in Form von Selbstreflexion, Kontemplation, oder Meditation, eng miteinander verbunden.

Verschiedene Menschen haben auch verschiedene Gründe für ihr Handeln, aber ich denke, eine "Rückkehr zur Stille", würde vielen Menschen gut tun.

Ob man in dieser Stille dann "Gott begegnet" oder einfach mehr über sich selbst erfährt, ist dabei zweitrangig, denn so lange man diese Erfahrung nicht macht, hilft es auch nicht, groß darüber zu philosophieren was womöglich geschehen könnte.

Neben Äußerlichkeiten bleiben wir nämlich oft auch im Intellekt hängen, reden klug und haben ohne echte authentische Erfahrung letztlich doch keine Ahnung, worüber wir eigentlich reden, wenn wir von "Freiheit" und "Unabhängigkeit" reden, wie es junge Menschen gerne tun.

Es wird meiner Ansicht nach zu viel "gechattet (geschwätzt) und zu wenig echter Dialog geführt - auch als Zwiegespräch mit sich selbst, auch wenn das nach einem Fall für die Psychiatrie klingen mag.

Brauchen wir  als "mehr Zeit für Gott" oder "mehr Zeit für uns"?

Wie schon gesagt, ist beides nicht unbedingt immer voneinander zu trennen, das hängt vom religiösen Geist ab, dem man  empfindet.

Ich denke, es wäre schon schön, wenn wir einfach "der Zeit mehr freien Raum geben" könnten, anstatt uns immer absolut auf Dinge festzulegen.

Termine, politische Ansichten, Berufsziele...alles scheint zementiert, felsenfest und in trockenen Tüchern zu sein - und doch kann ein einziges Ereignis all diese Dinge zunichte machen.

Anstatt an die Stabilität und Beständigkeit zu glauben, wäre es vielleicht sinnvoll, alle Dinge einmal vom Standpunkt der Vergänglichkeit zu sehen.

Da relativieren sich viele scheinbar so felsenfeste Dinge ganz von selbst.

Dazu muss man sich aber selbst zuhören können - und diese Zeit nimmt sich heutzutage aber nicht mehr jeder.

Die Suche nach dem Weg aus dem Gefühl des Hamsterrads führt viele von Stress zu Wellness - der Anspannung zur Entspannung...und man hofft, sich seelisch irgendwie "reparieren" zu können, damit man wieder "funktioniert".

Ein mechanisches Weltbild, das sich meiner Meinung nach in nicht weniger mechanischem Denken und Handeln zeigt.

Der Wert und das Potential der Zeit, der Stille, der Leere wird meiner Meinung nach gewaltig unterschätzt.

Ich glaube, es war Oscar Wilde der gesagt haben soll

"Heutzutage kennen die Leute von allem den Preis und nicht den Wert."

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Also ich habe keinen stressigen Tagesablauf. An Gott glaube ich zwar nicht, informiere mich aber sehr viel über Religion da das sehr interessant ist. Zum Satz; Da ist schon was dran aber man übersieht vielleicht, dass der Grossteil der Leute mit Stressalltag jung sind. Und junge Menschen, besonders in Industrieländern glauben immer weniger an einen Allmächtigen.

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Du hast keine Zeit Gott zu dienen? Das ist doch ein Witz. Der einzige Grund warum du lebst ist Gott zu dienen.

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Kommentar von aicas771
03.11.2015, 21:52

Wenn du den Gott der Bibel meinst, dann hast du einen Volltreffer gelandet. Kürzer und besser geht es nicht !

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Zu beschäftigt für einen Freund / eine Freundin?

Zu beschäftigt für den Ehemann / die Ehefrau?

Der Glaube an Gott ist laut Bibel eine persönliche Gebets- und Liebesbeziehung zu einer Person namens Gott.

Wer dafür zu beschäftigt ist, wer dafür keine Zeit mehr aufbringen kann oder will, der hat ein Problem mit sozialen Beziehungen und dessen Leben läuft aus dem Ruder. Da stimmt dann die "work - life - balance" nicht mehr. Das ist ungesund.

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Man sollte in der Tat Zeit für Gott übrig haben. Denn je mehr Menschen sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen, umso weniger würden diesen Quatsch glauben. Die Naturwissenschaften sind dadurch natürlich nicht zu vernachlässigen.

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Man hat immer mal zeit für gott.und wenn es nur 10 Minuten sind oder 5.  Gott sieht in dein herz. Ich mische ihn überall mit ein egal wo ich bin.das ist auch beziehung. 

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Wer Interesse hat, der findet auch die Zeit dazu, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wofür hat denn jeder Zeit? Für alles mögliche, teilweise auch nutzlose Dinge.

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Ich bin ein viel beschäftigter Mann, finde aber immer Zeit für den glauben an meine Götter.

Meiner Meinung nach findet jeder der wirklich will ein wenig Zeit die er seinen Göttern/seinem Gott widmen kann.

Natürlich ist es auch nicht schlimm wenn man nicht an einen Gott glauben will, das aber diese Begründung ist nur eine faule Ausrede. 

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Nun ja, wenn das Schauen einer dumpfbackenen Sendung in RTL oder RTL2 zu einem stressigen Alltag hinzu zu zählen gehört, dann kann ich verstehen, wenn solch eine Aussage getätigt wird...

Der Tag hat 24 Stunden: Zehn Stunden (Ausnahmen gibt es immer) für die Arbeit, acht Stunden Schlaf, der Rest Freizeit. Und in dieser freien Zeit gibt es bestimmt  innerhalb einer Woche einen Zeitrahmen von zB 10 Minuten, in denen man sich zurücknehmen könnte...

Es ist nicht die Frage eines fehlenden Zeitrahmens, sondern die Frage einer festen Terminierung bzw. die Abwägung von Prioritäten, wie zB Doku auf RTLschauen vs 'Kontemplation' ausüben...

Alles andere sind fadenscheinige Ausreden, wenn man nicht ehrlich zugibt, dass man dafür gar keinen Bock habe...

Gruß Fantho

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Wenn du meine Meinung hören willst: Ich finde es naiv hezutage überhaupt noch an einen Gott zu glauben nur weil man es so von den Eltern erzählt bekommen hat. Wieso sollte man an einen Gott glauben, wenn man ihn nicht braucht? Ich verstehe all die Menschen denen es wirklich schlecht geht und sie jemanden brauchen der ihnen Kraft gibt. Aber diese Kraft die sie bekommen ist weil sie dan glauben sie können es jetzt weil ihnen Gott hilft. Ich gebe auch zu das ich beten würde, wenn ich in einem Flugzeug sitzen würde wenn ich weiss es wird abstürzen. Aber da das nicht der Fall ist und ich und fast alle anderen Menschen aus der 1. Welt nicht solche Probleme haben, finde ich es naiv an einen Gott zu glauben.

Das ist meine Meinung und von mir aus soll jeder glauben was er will, von mir aus auch an ein fliegendes Spaghetti-Monster :D ( gibt so eine Religion ^^). Ich finds einfach dumm von den Menschen die keine Probleme haben und so auf Religiös tun.

LG

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Kommentar von comhb3mpqy
03.11.2015, 15:14

Ich glaube auch an Gott, würde mich aber nicht als naiv bezeichnen. (Wenn du wissen willst warum ich glaube, kannst du das auf meinem Profil nachsehen.)

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Kommentar von arevo
03.11.2015, 15:42

#Sven Cabeyo

Religiösität gehört zur Grundausstattung des Menschen. Es ist eine anthropologische Konstante, die uns auch von den Tieren unterscheidet.

Kommunisten mußten dies bitter erfahren. Atheisten und Agnostiker  sind auf ihre Art " gläubige " Menschen .Man muß als religiöser Mensch keiner kirchlichen Organisation angehören. Das ist wieder etwas anderes.

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für GOTT braucht man keine zeit ! der ist permanent anwesend in all unsrem handeln .

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