zivilrechtliche Frage: Ist ein Kaufvertrag entstanden?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ganz entfallen macht für mich keinen Sinn. Wenn die Sache eindeutig ist, würde ich einen Satz schreiben. Aber ganz weg lassen ist meiner Meinung nach falsch.

Dafür spricht auch, dass der Vertragsschluss in jedem Fall in der Lösungsskizze auftauchen wird. Wenn du ihn ganz weg lässt, dann wird der Prüfer das nicht positiv bewerten können.

Selbst im zweiten Examen, wo man ja kein Gutachten mehr schreibt, würde man immer kurz schreiben dass zwischen den Parteien ein Vertrag besteht.

Ich fand es auch komisch. Ich hätte bzw. würde im Zweifel immer einen Satz schreiben. Mich interessierte es wie das - wäre so etwas gewollt - aussähe.

Dadurch hätte ich meiner Meinung nach auch Probleme im Leistungsstörungsrecht bekommen, denn dort wird das Schuldverhältnis auch vorausgesetzt und spätestens da wäre meines Erachtens ein kurzer Satz fällig.

Selbst im zweiten Examen, wo man ja kein Gutachten mehr schreibt, würde man immer kurz schreiben dass zwischen den Parteien ein Vertrag besteht.

Gut, aber dass liegt auch an dem Urteil oder irre ich mich? Das ist doch sprachlich und strukturell anders aufgebaut und hat keinen unmittelbaren Sachverhalt, richtig?

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@legifer

Das ist anders aufgebaut, ja. Ich wollte damit nur verdeutlichen, dass man im zweiten Examen vieles deutlich kürzer macht als im ersten bzw. an der Uni. Und trotzdem würde man wohl immer einen Satz zum Kaufvertrag schreiben.

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@uni1234

Verstehe! Super danke für deine Antwort.

Sag mal, vielleicht kannst du mir das auch beantworten, wie genau ist das mit den Schuldverhältnissen ab § 433 ff.?

Schreibe ich Beispiel Kaufvertrag:

Ein Kaufvertrag ist nach § 433 BGB zustande gekommen oder schreibe ich im Sinne des § 433 BGB zustande gekommen.

Denn eigentlich steht doch die Begründung von Verträgen im zweiten Buch 3. Abschnitt - § 311 Abs. 1 BGB - Verträge stehen im ersten Buch 3. Abschnitt. Der Vertrag kommt also nach den Normen dort zustande.

Das erste Beispiel ist falsch richtig? Ich bin da oft verwirrt, den eigentlich sind die genannten Verträge im BT doch nur (gesetzliche) "Beispiel" oder?

Ich habe nämlich schon paar Fälle von Kommilitonen gelesen und da finden sich so viele Formulierungen.

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@legifer

Das ist völlig egal. Mag sein dass das eine sprachlich korrekt ist und das andere nicht. Aber da achtet keiner drauf

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@uni1234

Irgendwie hasse ich Jura. :-D Überall machen die einem Angst, dass man sprachlich aufpassen soll und dann sowas.

Ich hatte "nach § 433 BGB... entstanden" immer nur in Verbindung mit dem Wort "Anspruch" verwendet, denn der ist ja wirklich in § 433 BGB abgedruckt; aber nicht die Begründung des Vertragsschlusses. Na ja. Ich mache mich mal auf den Weg zu meinem nächsten Problem, in Jura dauert das ja nicht wirklich lange.

Danke für deine klasse Hilfe wie immer! Zeichne das morgen aus, bis dann. :-)

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@legifer

Das schaffst du schon. Nur noch 9 Jahre mit dem scheiss, dann bist du Volljurist ;)

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@uni1234

Na super...Eigentlich finde ich das juristische Handwerk so mega cool. Sätze sezieren, auf Logik zu prüfen und dann abstrakte Muster anwenden.

Aber das ist echt alles so blödsinnig erklärt - bzw. ich begreife es nicht richtig - und wenn ich denke ich habs begriffen, dann tauchen sofort viel mehr Probleme auf. Ich hab gar keine Lust die Klausuren zu schreiben. Haha.

Je mehr ich lerne, desto mehr begreife ich, dass ich nichts weiß. (Weiß nicht von wem ich dieses Zitat plagiiert habe.)

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Also erstmal würde ich im Gutachten statt Urteilsstil wenn dann feststellungsstil benutzen.

Das mit dem einem Satz Stimm dann, wenn der Sachverhalt wirklich eindeutig ist und es keine weiteren Angaben zum Kaufvertrag gibt.

Das heißt steht im Sachverhalt: „ A hat sich mit B über den Kauf eines Fernsehers geeinigt. Am nächsten Tag merkt er....“ würde ich nur einen Satz feststellungsstil schreiben.

Stehen im Sachverhalt einige Sätze zum Vertragsschluss kannst du davon ausgehen, dass da auch ein Problem ist und dann musst du es durch prüfen.

Na das betrifft Aufgabentexte:

Wenn da steht A hat von B dieses/jenes gekauft, dann setzt man das als Fakt voraus und schwadroniert ind er Lösung nicht rum, Ob udn Warum da ein Kaufvertrag zustande gekommen ist.

Die Prüfung auf Rechtskraft/tatsächliche Entstehung eines gültigen Kaufvertrags ENTFÄLLT.

Das ist mir bewusst, nur dort steht: "Insbesondere der Vertragsschluss" darauf bezieht sich also das nachfolgende und der Vertragsschluss ist ein Prüfungspunkt und dann steht dort "kann ganz entfallen".

Das ist keine vollständige Prüfung mache ist mir dabei klar, deshalb die andere Variante mit "kurzer Satz".

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Im org. Sachverhalt steht nur: "Als der Klein-Lkw der A repariert werden musste, gestattete der B der A, ihren gesamten Warenbestand. in seinem Lkw einzulagern"

Aus dem "gestattete" entnehme ich nun, dass der Antrag, § 145 ff. BGB von B gekommen ist. Entsprechend müsste ich nun ermitteln (§§ 133, 157 BGB), ob hier eine Rechtsbindungswille vorliegt, richtig?

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Nun habe ich die Lösung die Alpmann Schmidt anbietet angesehen (Foto).

Das ist doch überhaupt nicht der Gutachtenstil und alles was in 1. steht ist im Grunde überflüssig oder nicht? Mir ist also nicht klar ob das wirklich eine Lösung sein soll.

Im Benutzerhinweis zum Buch steht: "Die Lösung der "Fälle" ist kompakt und vermeidet - so wie es in der Klausurlösung auch sein soll - überflüssigen, dogmatischen "Ballast". Die Lösungen sind, wie es eine gute Klausurlösungen erfordern, komplett durchgegliedert und im Gutachtenstil ausformuliert, wobei die unproblematischen Stellen unter Beachtung des Urteilstils kurz ausfallen"

Ich nun nun wirklich etwas verwirrt wie ich den Fall lösen muss.

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