Zivile Chancen als ausgebildeter Fluggerätemechaniker der Bundeswehr?

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5 Antworten

Bezüglich LH siehst Du das total falsch, zum Glück. LH stellt/e immer schon Mechaniker ein, die mindestens die Volksschule (heute Hauptschule?) mit guten Noten abgeschlossen und ein Interesse für Technik haben.

Schau mal hier (da gibt es ein (oder mehrere PDF/s für Warung und/oder Instandhaltung):

https://www.be-lufthansa.com/jobs-und-ausbildung/ausbildung/#/jobs-und-ausbildung/ausbildung/technische-ausbildung/fluggeraetmechaniker-in-instandhaltungstechnik/

"Hauptschulabschluss oder Abschluss der Mittleren Reife"

So, warum also den Umweg über die Bw machen? Die macht für die zivile Ausbildung einen sehr guten Job und vielleicht kannst Du ja sogar als Zivilist in der Instandsetzung eines Geschwaders arbeiten - oder bei der Wehrtechnischen Dienststelle in Manching, wo Flugzeuge, Hubschrauber, Waffen- und Flugführungssysteme getestet werden.

Ich selbst habe vor vielen Jahrzehnten als Flugzeugmechaniker beim JG 71 in der Wartung gearbeitet, dann im Rahmen der Berufsförderung meinen Facharbeiterbrief gemacht, habe als ziviler Mechaniker bei der NATO an der E-3A geschraubt und bin dann zu LH (heute LHT) gegangen und war zum Schluss Teamleiter "Lizenzierung Cockpitpersonal" bei der LH-Passage - alles mit Mittlerer Reife.

Aber wenn Du nur an den zivilen Sektor denkst, kannst Du Dich doch auch gleich bei jedem anderen Ausbildungsbetrieb nach Teil-147 bewerben. Eine Liste der zugelassenen Betriebe findest Du beim LBA. Suche nach "Teil-147".

Ende 2014 (die letzten Daten des LBA) gab es 35 Ausbildungsbetriebe in Deutschland.

Danach musst Du natürlich schauen, wo es einen Job gibt - und da gibt es dann die Teil-145-Betriebe (MRO - Maintenance, Repair & Overhaul).

Und mit Facharbeiterbrief UND einer Lizenz nach Teil-66 kannst Du praktisch überall in Europa arbeiten.

Fluggerätemechaniker sind auch bei zivilen Luftfahrtunternehmen oder Wartungsfirmen ganz normale Facharbeiter. Wichtig ist nur das du einen IHK-Abschluss hast.

Arbeitgeber sind nicht nur große Firmen. Es gibt auch jede Menge kleine luftfahrttechnische Betriebe. So hat die DRF z.B. mit ihrem Operation-Center eine eigene Wartung. Oder schau dir mal kleine Firmen wie http://www.aeroheli.de/aero.htm an.

Eine zivile Ausbildung bei der BW ist nicht mit der Ausbildung im militärischen Bereich als Soldat zu vergleichen.

Die zivile Ausbildung bei der Bundeswehr unterscheidet sich inhaltlich nicht von der Ausbildung in der freien Wirtschaft.

Mechaniker haben übrigens nicht studiert. Wenn du studierst, bist du Ingenieur.

Auch zivile Betriebe bilden zum Mechaniker aus, z.B. die Lufthansa
https://www.be-lufthansa.com/jobs-und-ausbildung/ausbildung/technische-ausbildung/fluggeraetmechaniker-in-instandhaltungstechnik/

oder sehe ich das falsch?

Ja, das siehst du falsch.

Zunächst mal zum Bildungsweg: Ein Fluggerätemechaniker macht eine Lehre, dafür braucht es kein Studium, weder in der zivilen Luftfahrt noch beim Militär.

Bekommst du bei der Bundeswehr die Ausbildung zum Fluggerätemechaniker, also die ATN Fluggerätemechaniker, dann ist das entweder eine auch zivil anerkannte Lizenz, oder du kannst den Ausbildungsnachweis mit geringem Aufwand in eine zivil gültige Lizenz umschreiben lassen.

Meine Erfahrung ist übrigens die, dass die zivilen Luftfahrtunternehmen die Mechaniker der BW mit Kusshand nehmen, weil die die anerkannt beste Ausbildung genießen, weil nicht auf Kosten geachtet werden muss.

Was ich immer so mitgekriegt habe, die Bw bietet eine gute, solide Ausbildung und die Absolventen werden überall gerne genommen.

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