Zivilcourage - Wie erkenne ich meine Grenzen? Oder was macht Sinn? Ohne...

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4 Antworten

Meine Frage ist eigendlich die, ob es wirklich sinnvoll ist "da ich dann nicht nachdenke" oder es besser zu lassen?

Wenn du dann nicht nachdenkst, spielt es im Grunde keine Rolle, ob es sinnvoll ist oder nicht, denn du tust es ja sowieso.

Willst du die Situation im Vorfeld analysieren oder später reflektieren, um zu bestimmen, ob du ein schlechtes Gewissen haben musst, so würde ich mir niemals einen Vorwurf machen, geholfen zu haben.
Man kann so ein Verhalten aber nicht von jedem verlangen! Viele wollen keine Probleme oder haben einfach Angst.
Du kannst fragen, wen du willst. Jeder würde sagen, dass er bei großer Ungerechtigkeit eingreifen würde, aber warum greifen dann in der Realität so wenige ein?
Sei stolz darauf, dass du in so einer Situation nicht "denkst". So eine Situation ist keine Situation für Denker.


Dann solltest du dich fragen, wie und ob es langfristig etwas bringt. Wenn du zu häufig eingreifst, machst du dich zu einer Art "Aufpasser". Das fördert nicht die Fähigkeit des Betroffenen, sich selber zu schützen. Du solltest mit den Tätern sprechen, um künftige Belästigungen zu vermeiden. Das Opfer muss aufgebaut werden.

VIVESCO 01.11.2012, 19:30

Ich habe mal letztens eine Film gesehe der heißt "Platoon". Kriegsfilme mag ich eigendlich nicht aber der war anders. Dort setzt sich auch jemand ein gegen Ungerechtigkeit ein und muss dafür sterben. Warum gibt es keine Einigkeit unter uns? Warum müssen wir immer kämpfen? Es gibt doch unzählige Möglichkeiten sich besser zu verstehen. Keiner gewinnt wenn wir uns nicht besser zu verstehen lernen. Ich glaube nicht an eine traurige Welt. Ich glaube das es irgendwann eine heile Welt geben kann. Vom Wunschdenken zum echten Leben mit allen und allem. Wenn mehr oder viele Menschen so denken kann das passieren denke ich mal. Wir müssen es versuchen oder wir sind verloren. Ich für meinen Teil werde versuchen was ich kann.

Vivesco out

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Suboptimierer 02.11.2012, 09:59
@VIVESCO

Es ist nicht schlimm, sich uneinig zu sein. Ganz im Gegenteil. Es eröffnet andere Perspektiven.
Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und damit eigene Perspektive auf das Leben. Es ist völlig klar, dass dadurch Uneinigkeiten entstehen.

Der "harmlose" Streit zwischen Geschwistern kann global gedacht Krieg bedeuten, wenn man nicht darauf achtet, etwas eskalieren zu lassen und die Möglichkeit der zur Verfügung stehenden Mitteln zur Durchsetzung auszuschöpft.

Freiheitskämpfer sind übrigens genauso für die Kriege verantwortlich. Das sollte man nicht vergessen. Jeder Kämpfer handelt aus seiner Sicht genau richtig, nämlich aus einer Notwendigkeit heraus. Es gibt auch nie einen, der angefangen hat (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Es ist wie bei einem Fußballspiel. Die einen sind Fans der einen Mannschaft, die anderen Fans der anderen Mannschaft. Es gibt kein richtig oder falsch, trotzdem sind die anderen immer die "bösen".


Mein Fazit ist, dass sich Konflikte sowohl auf kleinster als auch auf größerer Ebene nicht vermeiden lassen, ja sogar sinnvoll sind.
Man sollte aber tunlichst darauf achten, welche Mittel man zur Durchsetzung bereit ist, einzusetzen.

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Hallo Vivesco! Also ich finde es sehr lobenswert, wenn du dich für andere und für Schwächere einsetzt. Davon gibt es leider oft zu wenig in der Bevölkerung. Und natürlich ist es sinnvoll, denn für denjenigen oder diejenige, die gerade geärgert oder angegriffen wird, bist du der Retter und die Hilfe in der Not. Wo du vorsichtig sein müsstest: wenn du auch ernsthaft verletzt werden könntest. Wobei es meist wohl so ist, dass die Pöbler dann verschwinden oder Ruhe geben, wenn sie merken, jemand Außenstehendes mischt sich ein.

immer dann, wenn ein anderer mensch einer gefahr ausgesetzt ist, ist hilfe nötig. was anderes ist es, wenn jemand beleidigt, erniedrigt, gedemütigt wird. da solltest du schon genau einschätzen, ob du dich nicht selbst in gefahr bringst, wenn die situation durch dein einmischen eskaliert. zivilcourage an sich ist eine tugend, allerdings sollte sie nicht zur gefahr für das eigene leben werden.

wenn du dich nicht selber in gefahr bringst immer helfen. egal ob du selber jemanden hilfst oder z.B. bei körperlicher gewalt die polizei rufst, helfen kannst du immer, und im schlimmsten fall nur mal angenommen jetzt du machst nichts von dem bekommst du noch einen drauf. also je nach situation selber helfen oder hilfe holen :P

VIVESCO 29.10.2012, 20:02

Da liegt ja mein Problem. Die "Supermänner" in Schwarz sind ja immer erst dann da wenns zu spät ist. Und wenn ich vorher nichts mache ist es ja meistens zu spät.

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theNameless666 29.10.2012, 20:33
@VIVESCO

das ist doof kla. in dem moment hast du das gefühl nichts machen zu können aber eig hast du ja geholfen. deine "supermänner" sind zwar auch nicht beim geschehn dabei aber in den meisten fällen können sie danach noch etwas regeln auch wenn es bei den meisten nich so rüberkommen mag. kenn ich selber auch.

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