zitternde stimme bei referat

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Um weniger aufgeregt zu sein, musst du gut vorbereitet sein. Hier sind ein paar Tipps von mir:

  • Gliederung: Gliedere deinen Vortrag in Einführung in das Thema, Ausführungen und Fazit. Also gehe am Anfang eventuell auf ein aktuelles Beispiel ein, mache einen Witz, der auch zum Thema passt oder stelle deinen Mitschülern eine Meinungsfrage, die du am Anfang und am Ende stellst. Werte beide Ergebnisse aus und befrage danach deine Mitschüler, wieso sie sich umentschieden haben. In den Ausführungen steigst du in deine betreffende Materie ein, erklärst den Aufbau und Zusammenhänge. Zeige geeignete Grafiken, Bilder oder kurze Ausschnitte eines Videos. Wenn möglich, kannst du auch etwas Kleines an der Tafel skizzieren, um es besser erklären zu können. In mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern ist das gut möglich. Zum Schluss ziehst du noch ein Fazit aus deinen Ausführungen, gehst auf den aktuellen Stand der Dinge ein [wenn du über ein Thema berichtest, dass momentan immer in den Nachrichten kommt] oder beziehst deine Mitschüler wieder mit ein, indem du sie über ihre Meinung fragts, wenn du das noch nicht getan hast. Gut geht das zum Beispiel bei Themen wie Umweltschutz, Atomkraftwerke und Ausbeutung der Arbeitskräfte in China oder Bangladesh.
  • Schriftliche Ausarbeitung & Plakat/PowerPoint-Präsentation: Erstelle zu Hause eine schriftliche Ausarbeitung deines Referats. So hast du alles geordnet auf Papier/am PC. Diese hilft dir auch, einen besseren Überblick über dein Thema zu haben, wenn davor ein Inhaltsverzeichnis ist. Für den weiteren Verlauf hilft dir deine schriftliche Ausarbeitung bei der Erstellung eines Plakats oder einer PowerPoint-Präsentation. Achte dabei auch immer auf Übersichtlichkeit und dass du nur das Wichtigste drauf hast. Eventuelle Bilder helfen deinen Schülern den Inhalt leichter und schneller zu verstehen, als ein langer Text. Beim Vortrag selbst kannst du diese auch zeigen und erklären. So musst du nicht die ganze Zeit in die Klasse schauen, sondern kannst dich ganz auf deinen Bilder und Grafiken widmen.
  • Karteikarten & das Lernen: Wie dir schon viele geraten haben, rate ich auch dir zu Karteikarten. Diese sollten in etwa die Größe einer halben DIN A5 Seite haben. Also nicht zu klein, aber auch keine riesigen Karten. Darauf nur Stichpunkte und wenn du eine PowerPoint-Präsentation machst, kannst du auch z.B. rote Pfeile drauf malen an Punkten, wo du deine Folien welches willst. Das Gleiche gilt bei Plakaten. Wenn du etwas zeigen willst, male einen Pfeil auf deine Karteikarte. Genau inhaltlich dort, wo du es zeigen willst. Du kannst auf unterschiedliche Art und Weise dein Referat lernen. Dabei gilt nicht auswendig lernen, sondern zu verstehen und ab und zu auf deine Hilfskarten zu schauen. Du kannst dich vor dein Haustier, Stofftier, Spiegel oder vor Freunden und Familie stellen und deinen Vortrag halten. Zum üben würde ich dir Ersteres raten. Bei den drei wirst du auch keine Kritiker finden. Tiere, Stofftier und Spiegel sind immer freundlich und "hören zu". Du kannst auch dein Referat auf CD oder Kassette aufnehmen und dir dein Referat immer wieder anhören. Vielleicht hilft dir das etwas.
  • Die Präsentation vor der Klasse: Nun, du hast dich ausführlich vorbereit. Geübt und kannst sicheren Gewissens vor deine Klasse treten. Suche dir am besten deine beste Freundin und schaue während des Referats zu ihr. Wenn du dir das nicht zutraust, kannst du dir auch einen Fleck hinten an der Wand suchen und drauf schauen. Du brauchst auch nicht nervös zu sein und Angst haben, dass du Fehler machst. Die macht jeder. Glaub mir und kaum einer kann sich noch dran erinnern, wer vor ein paar Monaten etwas Lustiges oder Falsches gesagt hat. Das merken sich nicht einmal deine Lehrer. Ich selbst habe lange dafür gebraucht, um das zu verstehen. Es kann zwar in dem Moment, wo es passiert, dir sehr peinlich sein. Sei dir aber auch im Klaren darüber, dass nach ein paar Tagen kein Mensch mehr sich darüber Gedanken macht und späterhin es sowieso jeder wieder vergessen hat. Ich habe die gleiche Erfahrung gemacht. Ich präsentiere manchmal jede Woche, ab und zu auch mehrmals. Niemand erinnert sich noch an meine Aussätzer oder Patzer. So kann man Kraft für das nächste Mal gewinnen.

Ich hoffe, ich konnte dir so ein wenig helfen.

Viel Erfolg, Amy

Das was dich nervös macht häufig tun. Solche Situationen bewusst suchen. Regelmässig. Dann verschwindet die Nervosität bestimmt. Man nennt das desensibilisieren. Wirkt bestimmt!
Eine Hilfe kann auch sein, die Zuhörer mit einzubeziehen, indem du ihnen Fragen stellt. Du erhältst damit für dich Redepausen, die deinen "Computer" (=Hirn) entlasten. Und zudem delegierst du einen Teil der Verantwortung auf deine Zuhörer.

danke erstmal für die antworten. hatte bisher schon ein paar referate, war nie nervös iwie. aber bald muss ich meine gfs halten, da hab ich schon ein bisschen angst davor.kennt denn jemand stimmübungen, die ich achen könnte, um meine stimme zu "stärken"?? lg

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