Zitieren in einer Seminararbeit?

3 Antworten

Es gibt Zitierrichtlinien am Lehrstuhl, die man einfach nachfragen kann, man muß nicht andere Studenten fragen (was zudem zu Falschinformationen führen kann.

Hier spricht man von Zweitzitaten, die nach Möglichkeit zu unterlassen sind. Es gehört zur Aufgabe, zu überprüfen, ob in einer Quelle zitierte Literatur auch korrekt zitiert wurde. Wer nur aus wenigen Quellen zitiert, kann für sich nicht in Anspruch nehmen, diese verwendeten Quellen auch in ihrem Inhalt validieren zu können. So werden teils gerne zwingende Voraussetzungen nicht übernommen, was dann zu falschen Ergebnissen führt. Z.B. wurde in einer Studie zum Bau einer Straßenbahn auf die positive Umsatzentwicklung im Quartier aufgrund externer Studien geschlossen, wobei man die externen Studien hätte lesen müssen, um zu erkennen, daß in ihnen nur Geschäfte in direkter Haltestellenlage berücksichtigt wurden, damit aber eine Aussage über das Quartier daraus  gar nicht hätte abgeleitet werden dürfen (es gab noch andere Mängel, die eine Übertragung erst gar nicht erlaubt hätten). Wenn man aber die Originalquelle prüft, braucht man sie nicht mehr als Zweitzitat ("zitiert nach ...") einfügen. Die Frage ist, ob alle benannte Literatur über Bibliotheken (UB, Seminarbibliotheken, auch fachbereichsfremd) auffindbar ist. Katalogrecherche sollte möglich sein, oder?

Dabei sind 50-100 Zweitzitate mehr als nur bedenklich, denn das bedeutet auch, daß man nur sehr wenige Quellen selber herausgesucht hat, also keine hinreichende Recherche betrieben haben dürfte. 50-100 Literaturstellen sind eigentlich normal für Seminararbeiten, zumindest bei der Recherche, in der Arbeit reduziert es sich dann meist deutlich. Rechnet man jetzt pro Zweitzitat 37 Zeichen in der Arbeit, dann wären alleine darüber schon 3.700 Zeichen abgedeckt, was aber deutlich mehr als 50% des Textteils ausmachte. Eine Seminararbeit als Anhäufung von Zitaten, dabei dann noch überwiegend Zweitzitate? Zu meiner Zeit wäre hier eine 5 vorprogrammiert gewesen.

Auch widersprichst Du dir gerade selber. Wenn Du 50-100 Literaturstellen als Zweitzitate einbinden willst, müßten diese hinreichend Bezug zum Thema haben, d.h. es gäbe genug Literatur zum Thema, wenn auch ggf. Translation erforderlich sein kann.

Ich könnte aus diesen 50-100 Quellen jedoch immer nur 2 Sätze verwenden, da sie sich im Groben mit einem für mich irrelevantem Thema befassen. An unsere Schule hieß es außerdem zwischen 5 und 10 Quellen und keine 50-100 wie Sie meinen. Und ich habe keine Bibliothek etc zur Verfügung wo ich da einfach mal in die Bücher "reinschauen". Die einzige Möglichkeit, die ich habe, ist mir diese Bücher auszuleihen für 2€ pro Buch ich kann keine 200€ für eine Seminararbeit bezahlen.

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@Minimaus1309

Ich ging auch von einer universitären Arbeit aus, was aber durch die Fragestellung selber angelegt war ("Seminararbeit" ist als schulischer Begriff ungebräuchlich), was dann den Besuch der Fachbereichsbibliothek ermöglichte. Ist eine Universität in Ihrer Nähe? Die UB besitzt regelmäßig reduzierte Präsenzbestände, Seminarbibliotheken (Bibliotheken der Fachbereiche) hingegen haben meist alles im Präsenzbestand (einige Lehrbücher auch verleihbar).

Gehen Sie einfach zum Lehrer und sagen, daß Sie Zweitzitate prüfen wollen und welche Möglichkeiten für Sie bestünden, hier auf Fachbereichsbibliotheken zurückzugreifen (oder, wenn nicht zumutbar, ob Sie hier mit Zweitzitaten arbeiten dürften).

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@PolluxHH

Als kleiner Hinweis: ein "Zweitzitat" ist immer nur dann gegeben, wenn die verwendete Quelle sich die Aussage nicht "zueigen" macht. Wird in der Quelle Präsens verwendet (ohne wörtliches Zitat), so wird die Aussage übernommen mit dem Zitat als Belegung der Herleitung, also nicht eingebunden gemäß "nach [...] soll [...]". Präsens stellt es als "geprüft und für richtig befunden" dar und eine Benennung der Primärquelle ist nicht nötig. Damit dürfte in weiten Bereichen der Verweis auf die Primärquelle mindestens läßlich sein.

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Vielleicht noch als weitere Information: Ich bin Schülerin

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Also in meinen Quellen ist so gut alles im Präsens oder Imperfekt, halt praktisch nach jedem Absatz eine Fußnote aber ohne vgl oder so

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Also, ich kann dir nur meine Erfahrungen von meiner Seminararbeit berichten. Bei uns hätte es genügt die Sekundärquellen anzugeben. Ich weiß nicht, wo du deine Information her hast und ich glaube auch, dass die mit Sicherheit offiziell auch richtig sind, aber es hängt eigentlich immer vom Lehrer ab, was für Vorgaben er/sie erwartet.

Daher würde ich einfach mal deinen Lehrer / deine Lehrerin über dasProblem informieren und fragen, ob er / sie eine Meinung dazu hat bzw. wie er / sie das bewerten würde. Ich würde die Problematik genauso schildern, wie du es hier getan hast. Schließlich weiß dein Lehrer am besten, wie er /sie bewerten wird.

Ansonsten musst du wohl in den sauren Apfel beißen und alle Quellen angeben. Ich hattte am Ende auch ein dreiseitiges Literaturverzeichnis.

Wie hat sich das auf deine Bewertung ausgewirkt? :)

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@Minimaus1309

Meinst du jetzt das lange Literaturverzeichnis? Nö, da gab es keine schlechtere Bewertung deswegen. Ich glaube bei uns wurde nur bewertet, ob wir überhaupt richtig zitiert haben, aber die Menge der Quellen und damit die Länge des Literaturverzeichnisses war egal (solange man nicht nur ein oder zwei Quellen einbezogen hat)

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1) Offenbar fragen Sie uns Sachen, die Sie als Studentin längst nachgelesen und gelernt haben sollten.

2) Ihre Frage, ob die Angabe der Sekundärquellen genüge, erweckt bei mir den Verdacht, dass Sie aus wenigen Werken mit vielen Angaben von Originalquellen eine neue zusammenschustern.

1. Ich bin keine Studentin, sondern Schülerin und habe das nicht gelernt.Ich 2. Um die Situation vielleicht genauer zu erläutern: ich vergleiche die soziale ländliche Struktur in Bayern der 20er Jahre dargestellt im Roman "Walching" mit den wahren Strukturen. Da dazu jedoch sehr wenig Quellen existieren, musste ich auf eben zum Beispiel Doktorarbeiten zurückgreifen, um überhaupt irgendetwas zu haben. Wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, an Information zu kommen, würde ich diese sicherlich ausschöpfen, gibt es aber nicht.

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@Minimaus1309

Dann bitte auch deutlich machen, denn "Seminararbeit" ist ein universitärer Begriff, der im Schulbereich nicht gebräuchlich ist. Alleine die Verwendung als auch der Umfang lassen keinen anderen Schluß zu, als daß es hier um die Uni geht.

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Heißt bei uns leider so und leider ist auch der besagte Umfang gefragt... In Bayern ist die Verfassung einer solchen Pflicht, um zum Abitur zugelassen zu werden.

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@Minimaus1309

In Niedersachsen ist das ganz genauso. Ich glaube, das gehört inzwischen in allen Bundesländer zum Pflichtprogramm, denn die Seminararbeit wird zu einem nicht ganz geringen Anteil in das Abiturzeugnis einbezogen

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@Vogellina

Es heißt nur nicht überall "Seminararbeit", da sie auch nicht im Rahmen eines Seminars erstellt wird, also hier nur eine Adaption eines universitären Terminus vorliegt, der sich aus der Sache nicht rechtfertigen läßt. Deshalb ist, ohne auf die schulische Erstellung zu verweisen, die Benennung als Seminararbeit mindestens mißverständlich. Da die Ansprüche unterschiedlich sind, verlangte man damit den Antwortendenden ohne Benennung ab, eine zweigeteilte Antwort je nach Erstellungskontext auszuarbeiten. Ich für meinen Teil ging auch von einem universitären Kontext aus.

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Dann tut es mir Leid für das Missverständnis, ich habe nur die aus der Oberstufe gebräuchliche Formulierung verwendet.

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