Zitieren beim wissenschaftlichen Arbeiten - Indirekte Zitate Konjunktiv auch bei belegten Fakten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

du musst du doch nicht immer "gemäß autor a" schreiben. die quelle kommt ja in die Fußnote..

also ich schreibe das nur im Fließtext wenn ich wirklich ausdrücklich auf den Autor hinweisen will. aber ansonsten schreibst du ja deinen eigenen Text. wenn du was inhaltlich/wörtlich übernimmst steht die quelle ja in der Fußnote.

Prinzpiell müsste ich das ja auch im Konjunktiv schreiben wenn ich nicht "gemäß Autor" verwende....

Eigene Worte -> Paraphrasen, oder nicht?

Dementsprechend müsste es doch eig. immer im Konj. sein.

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bei deinem Link steht ja auch "Es muss jederzeit erkennbar sein, ob Sie etwas aus einem anderen Text übernommen haben oder ob Sie ihre eigenen Gedanken darlegen.4"

und in Fußnote 4 dann Standop & Meyer.

und nicht "nach Standop und Meyer müsse jederzeit erkennbar sein, dass...."

weißt du was ich meine?

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@comedyla

Per se versteh ich schon was du meinst ;)

Aber selbst wenn ich meinen eigenen Text schreibe - sprich, meine eigenen Worte verwende, greife ich ja dennoch auf das Gedankengut des Autors zurück, dessen Buch ich gelesen habe.

Will damit sagen: Ich verfasse das Gelesene in meine eigenen Worte (Paraphrase) und müsste es ja dann immer im Konjunktiv schreiben. (Auch ohne "gemäß blubb" Simpel im Fließtext)

Aber wie ist das dann eben bei wissenschaftlich erwiesenen Fragen?

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@comedyla

und auf seite 11 stehen ja bsp für Paraphrasen. b ist das gute bsp dazu. und da ist auch kein konjunktiv...

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@comedyla

mmh was sind denn wissenschaftlich erwiesene Fragen? woher willst du wissen, was erwiesen ist und was nicht?

bis zum 19 Jahrhundert galt als erwiesen, dass es nur weiße schwäne gibt.. bis der erste schwarze schwan gesichtet wurde.

wenn das 10.000 Grad hatte (und jemand bewiesen hat), wer sagt dass nicht bald rauskommt dass es doch nur 5000 Grad hatte.?

ich denke nicht, dass jemand verlangen kann, dass du alles prüfst. du kannst dich nur auf vorhandene Literatur stützen oder eben selbst prüfen.

du verlässt dich auf seriöse Autoren und auf zitierfähige Quellen... wenn sich autoren widersprechen kannst du beide aufnehmen.

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@comedyla

Gutes Argument!

Dann werd ichs einfach mal so tun wie ihr das sagt, immerhin deckt sich da schon einiges :)

Herzlichen Dank!

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Selbstverständlich ist eine solche Umschreibung unsinnig. Schreib auf jeden Fall im Indikativ und kennzeichne die Aussage, die Du einer bestimmten Quelle zuordnest, durch einen Index.

Auch Fomulierungen wie: "Man geht davon aus, dass .." Oder "Man kann davon ausgehen, dass bei dem Aufprall Temperaturen von bis zu 10 000 °C geherrscht haben". Dahinter gehört dann die Index-Ziffer. Am Schluß mußt Du natürlich ein Verzeichnis erstellen, wo die Quellen genannt sind.

Weitere Möglichkeiten: "Nach wissenschaftlichen Untersuchungen von (Autor)" oder "Eine Theorie von (Autor) besagt, dass ..." oder "aufgrund von Studien zur ...".

Wichtig ist, dass Du deine Ausdrucksweise variierst. Sonst klingt der Text eintönig und "gestelzt".

Viel Spaß!

Ah, das klingt dann schon nach etwas einleuchtendem!

Danke schonmal...

Dennoch stehe ich hier immernoch im Konflikt, dass man eigener Fliestext ja immernoch eine Paraphrase ist daher im Konjunktiv stehen müsste?

Mein Lehrer meint das ja auch...letzlich sind ja eig alle durch die Bücher erhaltenen Infos die ich benutze und selbst formuliere, dass in eigenen Worten wiedergegebene Gedankengut der Autoren. -> Ergo doch eig. alles indirekte Zitate ;)?

Die Bayrische Oberstufe lehrt das Leider so in ihrem Tollen Buch:

Regel "sinngemäße Zitate immer im Konjunktiv" - ei ei ei...

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@Esharion

Zitate, die so treffend sind, dass man sie direkt zitieren möchte, kann man auch in direkte Rede mit Anführungs- und Schlußzeichen setzen. Indirekte Rede nur bei Thesen, die unbewiesen sind oder eine ganz eigene Sichtweise einer einzelnen Person oder Gruppe widerspiegeln.

"XY vertritt hingegen die Auffassung, beim Meteoritenaufschlag müsse vor Schreck alles gefroren sein. Als Beleg führt er an, dass man noch heute in Nördlingen Eis verkauft werde"

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du musst indirekte zitate nicht im konjunktiv schreiben! du gibst den inhalt einfach mit eigenen worten wieder, so dass schön in deinen fließtext passt.

Das entspricht dann aber nicht dem Aspekt der Paraphrase oder nicht? http://www.uni-bielefeld.de/philosophie/personen/beckermann/Veranstaltungen/Orientierung/Zitieren.pdf

Mal die PDF nach "Paraphrase" durchleuchten. Ist ja ne Uni und daher glaub ich denen halt schon..^^

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@Esharion

naja, ich hab auch auf der uni zitieren gelernt und der konjunktiv war nie thema ;)

schau doch bei google books in ein w- werk rein, da siehst du wie mans macht und dass niemand den konj. verwendet

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@ailuj

so, hab mir deinen taxt angeschaut:

"Zitate und Paraphrasen werden grundsätzlich so verstanden, als stimmten Sie mit dem Zitierten oder Paraphrasierten überein, wenn Sie sich nicht ausdrücklich davon distanzieren, indem Sie zum Beispiel das Zitierte anschließend diskutieren, indem Sie sich explizit distanzieren (etwa so: „zwar behauptet der Autor: ‚…‘, dieser Behauptung ist aber nicht zuzustimmen, da…“) oder indem Sie bei ihrer Paraphrase den Konjunktiv II wählen („die Revolution von 1848 wäre, so der Autor, gar keine Revolution gewesen“ statt Konjunktiv I „die Revolution von 1848 sei, …“):"

das machst du nur, wenn du nicht der selben meinung bist, wie der autor!!! geht ja eindeutig aus dem text hervor (und ist auch logisch, so macht man es ja auch im normalen sprachgebrauch!)

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