Zins Freistellungsantrag

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4 Antworten

Du kannstd en Freistellungsauftrag noch bis relativ kurz vor Jahresende ändern. Ruf die jeweilige Bank an, frag, wieviel ausgeschöpft wurde. Dann gehts, je nachdem, wie Du es machst, per Onlinebanking oder Formular. Bei "meiner" Bank gibgs letztes Jahr garantiert bis zu nem G´Datum in Dezemvber (meine heißt, ich hab dort gearbeitet)

Die Übersicht müsst ihr selbst behalten, weil keine Bank wissen kann, welche Freistellungsaufträge ihr bei anderen Banken gestellt habt. Im Zweifel bei allen Konten mal einloggen und nachschaun (wenn ihr Online-Banking betreibt), oder auf den Jahres-Steuerbescheinigungen der Banken vom letzten Jahr nachschaun. Oder alle Banken einzeln befragen.

Ja, es kann noch geändert werden. Egal, wann im Jahr du einen Freistellungsauftrag änderst, er gilt immer für das ganze laufende Kalenderjahr.

Wenn du allerdings im laufenden Jahr schon Zinsen ausbezahlt bekommen hast, werden die hierauf angefallenen Steuern nicht von der Bank erstattet, wenn du nachträglich den Freistellungsauftrag erhöhst. Und wenn du nachträglich den Freistellungsauftrag senken willst, dann geht das nur soweit, wie du ihn noch nicht in Anspruch genommen hast.

Beispiel: Du hast schon 100 Euro Zinsen erhalten und darum 25 Euro deines Freistellungsauftrages in Anspruch genommen (also auf 100 Euro keine 25% Steuer abgeführt). Dann kannst du für dieses Jahr den Freistellungsauftrag höchstens auf 25 Euro senken, nicht tiefer.

romunkenwally 24.10.2012, 15:19

Hallo Schleichdi, Dein Beispiel ist leider falsch.

Wenn jemand 100€ Zinsen erhält, nutzt er in dem Moment 100€ des Freibetrages.

Hat derjenige bei der entsprechenden Bank allerdings nur einen Freistellungsauftrag von 60€ hinterlegt, werden 40€ mit 25% KapESt belastet & somit 10€ ans Finanzamt abgeführt.

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Schleichdi 25.10.2012, 12:31
@romunkenwally

Oha, stimmt ja. Die Höhe der Zinsen ist entscheidend, nicht die Höhe der Steuern. Bitte um Entschuldigung.

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die Übersicht über die Freistellungsaufträge müsst Ihr schon selbst behalten und der Freistellungsauftrag kann bei der Bank so lange geändert werden, solange er noch nicht benutzt wurde. Abgesehen davon könnt Ihr bei der Einkommensteuererklärung immer noch Korrekturen vornehmen, wenn beantragte Freibeträge/Freistellungsaufträge nicht ausgeschöpft wurden. Dazu müssen natürlich dann alle relevanten Einnahmen aufgeführt werden.

Am Jahresende wird sich das bei der Einkommensteuererklärung ohnehin ausgleichen. Bei zwei Personen sind 1602 Euro Zinsertrag steuerfrei (p. P. 801 Euro).

Die bereits gezahlten Abschläge auf die erhaltenen Zinsen werden mit der von den Banken am Jahresende zugeschickten Bescheinigungen dem Finanzamt in der Einkommensteuerklärung für 2012 vorgelegt und entsprechend berücksichtigt.

Hast du zuviel an Zinsen gezahlt, bekommst du sie zurück.

Es ist übrigens in den meisten Fällen günstiger, die pauschale Versteuerung mit 25 % der Zinserträge zu wählen, weil den Spitzensteuersatz vermutlich bei 2 Verdienern über 25 % liegt!

Eine Änderung der Freistellungsbeträge für die letzten 2 Monate des Jahres wird dir nicht viel bringen... ist aber möglich.

altermann58 24.10.2012, 13:50

Nur zur Erklärung: Bei einem Freibetrag von ca. 1500 Euro und einem üblichen Zinssatz von 2 % müsstest du übrigens schon mindestens 75.000 Euro angelegt haben...

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Rexyangi 25.10.2012, 11:44

Hallo, danke für eure Antworten.

Es geht mir hauptsächlich darum, z.B. mein Mann hat seine Lebensvers. ausbezahlt bekommen, da mußte er eine Freistellung wegen dem Finanzamt eintragen. Das Geld ist auf unser Konto überwiesen worden und ist jetzt auf dem Sparkonto, bei dem wir ja auch einen´Freistellung haben. Ist diese Freistellung von der Lebensvers. dann am Jahresende wieder frei ? Jetzt müssen wir bei der Bausparkasse erhöhen, ich weiß aber nicht wieviel wir noch zur Verfügung haben. Deshalb auch meine Frage, wo ich das erfahren kann.

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