Zigerettenabhängigkeit durch Nikotin oder Gewohnheit?

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5 Antworten

Ich denke, es wird eine Mischung aus beidem sein. Rauchen entwickelt sich aber zur Gewohnheit, man macht es immer am gleichen Ort, zur gleichen Zeit, zur gleichen Gelegenheit, mit den gleichen Leuten. Man geht in die Raucherkneipe und raucht. Man raucht, wenn man nervös ist. Man raucht immer in der Frühstückspause. Man raucht noch eine vor dem Schlafengehen. Usw. Und dann kommt man in die Situation und hat das Gefühl, hm, es fehlt doch was - richtig, ich könnte rauchen. 

Und man hat keine Alternativen. Was tut man, wenn man nervös ist? Was macht man, wenn in der Raucherkneipe alle Stammtischfreunde rauchen? Was macht man in der Frühstückspause, wenn das Frühstück gegessen ist?

Wenn es nur die körperliche Abhängigkeit wäre, warum kann dann nicht jeder mit Nikotinpflastern zu rauchen aufhören? Warum will das gar nicht jeder? Rauchen verbraucht doch so viel Zeit und Geld, das man anderweitig nutzen könnte! Wenn es nur eine körperliche Abhängigkeit wäre, würde man doch diesen Ausweg nutzen, oder nicht?

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Kommentar von Wurzelstock
11.09.2016, 01:02

Die Nicotinpflaster haben die gleiche Wirkung wie Salmiakpastillen oder Gummibärchen. Und bei existierender körperlicher Abhängigkeit müssten alle Raucher Entzugssymptome haben, die sich zudem gleichen müssten. Das ist auch nach den vorgewiesenen medizinischen Statistiken nicht der Fall.

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Die Denkweise deines Freundes ist sehr einseitig. Nikotin ist vor allem in Kombination mit den anderen im Zigarettenrauch enthaltenen Stoffen süchtig machend. Diese entsteht auch bereits bei geringen Mengen Nikotin. 
Der Faktor Gewohnheit ist meiner Meinung aber ebenso beachtlich. Sonst wäre ja ein Nikotinpflaster u.Ä. die optimale Lösung. Durch das Pflaster ist der Abhängige durchgehend mit Nikotin versorgt und das schadet dem Körper nicht mal wirklich. Warum gibt es also immer noch Raucher? Weil das Rauchen einer Zigarette nicht nur Nikotin-Beschaffung ist, sondern für viele eine Art der Entspannung, Teil von Ritualen (am Morgen Kaffee und Zigarette) und vielen anderen Sachen. 

Deshalb gebe ich dir Recht. Beide Faktoren spielen eine große Rolle.

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Du hast Recht! Es gibt den Psychischen und den Körperlichen Entzug wenn man drauf verzichtet. Der Nikotin und die Gewohnheit.

Wenn er es dir nicht Glaubt, soll er sich einfach mal für einen Tag ein Nikotin Pflaster auf den Arm Machen und er wird sehen das er drotz dessen das er Nikotin Aufnimmt, dennoch Verlangen nach einer Ziggarette kommt. Spätestens dann, wenn eine Situation kommt wo er sich normal eine Angesteckt hätte.

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Obwohl es Statistiken aus der Medizin gibt, die Entzugssymptome bei Zigarettenentwöhnung nachweisen, bezweifle ich das Suchtpotential des Nicotins. Es gibt dafür keine spezifischen Rezeptoren im menschlichen Körper, hat eine geringe Eliminationshalbwertszeit, die im Minutenbereich liegt, und es gibt keine Kumulation.

Die Abhängigkeit vom Tabak lässt sich nach meiner Meinung und Selbstbeobachtung völlig ausreichend durch Verhaltensgewohnheiten erklären, die den Charakter erlernter Reflexe haben.

(Man sollte bedenken, dass alles, was wir öfter als zweimal tun, kontinuierlich in eine immer tiefere Routine übernommen wird, an deren Ende der erlernte Reflex steht.)

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Durch Nikotin wird man nicht süchtig! Nikotin hat nur eine nervengruppe (DOPMAIN) für eine sucht braucht es aber 2 nervengruppen. In Tabak sind MAOi-Hemmer enthalten (anit depresivum) und dadurch bekommt das Nikotin eine 2. nervengruppe. Wenn du nikotinpflaster nimmst wirst du auch nicht abhenging ^^. Ist ein weit verbreiteter irrtum.

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Kommentar von theantagonist18
11.09.2016, 00:52

Ich verstehe nicht ganz, was du damit meinst. Hast du zufällig einen Link, wo das erläutert wird?

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