Zielbeziehung zw. außenwirtschaftlichem Gleichgewicht und Vollbeschäftigung

2 Antworten

Für beide Ziele, außenwirtschaftliches Gleichgewicht wie Vollbeschäftigung, gibt es viele Einflussfaktoren. Die klassische Volkswirtschaft geht aber davon aus, dass Ungleichgewichte dieser beiden wichtigen Kennzahlen über längere Zeit sich auch in der Zielerreichung stören. Wenn z.B. Vollbeschäftigung durch Exporte und lange anhaltende Exportüberschüsse zu verzeichnen sind, sammelt die betroffene Volkswirtschaft Forderungen gegen die Importwirtschaften. Sollten diese z.B. wie jetzt Griechenland ihre Schulden nicht mehr bedienen können, würde die gesamte Wirtschaft durch Forderungsausfall vom Finanzsektor über den öffentlichen Bereich bis hin zum produzierenden Sektor und dann letztlich auch zu Beschäftigung gestört. Eine aufgestaute Fehlleitung aller Produktionsfaktoren in den Exportsektor würde sich erst langsam über wirtschaftliche Erschütterungen wieder korrigieren lassen. Dieses Problem einer aufgestauten Fehlleitung aller Produktionsfaktoren infolge der Immobilienblase hat z.B. derzeit Spanien zu verkraften. Da war das außenwirtschaftliche Gleichgewicht durch übermäßig zufließendes Kapital gestört, das zu den sprudelnden Renditen eilte und aber auch genauso schnell wieder weg war und Spanien in Schulden stürzte (das nicht allein, aber auch).

Bekräftigen würde ein (starker) Exportüberschuss das Ziel der Vollbeschäftigung.

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