Zeugung eines Kindes gegen Geld strafbar oder sittenwidrig?

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6 Antworten

Geld zu verlangen ist nur strafbar, wenn man dabei mit einem Messer herumfuchtelt oder sonstwie mit einem erheblichen Übel droht (Erpressung, Nötigung). Sonst nicht.

Nun vom Strafrecht zum Zivilrecht. Ist ein Vertag wirksam oder nichtig, der eine Zeugung gegen Bezahlung zum Inhalt hat?

Was wäre an einer Zeugung unter Erwachsenen sittenwidrig? Was an einer Bezahlung dafür? Schauen wir doch mal ins BGB:

"§ 138 Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher

(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen."

Trifft dies nicht zu, sehe ich keinen weiteren Grund, einen entsprechnenden Vertrag für unwirksam zu halten.

Leistet eine der beiden Seiten nicht, ist sie zu einem Ersatz des dadurch entstandenen Schadens verpflichtet.

Leistet der Mann nicht, müsste er zumindest den vereinbarten Preis zurückerstatten sowie die sonst damit Verbundenen Aufwendungen der Frau (Hotel, Flug, Verdienstausfall, Bärenfell, Gleitcreme usw.).

Leistet die Frau nicht, stehen dem Mann die üblichen zivilrechtlichen Schritte offen: Fristsetzung, Mahnen, Klagen, Pfänden.

Gruß aus Berlin, Gerd

Ich fände es doch etwas merkwürdig. Eine Berufstätigkeit ist es ja wohl nicht. Allerdings bedeutet es auch, dass man(n) einen Schuldschein für Alimente unterschreibt.

Eigentlich sollte es straffrei sein, so lange alle beteiligte Personen alt genug sind. Allerdings bist du am Ende noch unterhaltspflichtig. Anders währe der Verkauf, oder eine Leihmutterschaft.

Finde das es ja fast schon ein Verkauf ist bzw eine Leihmutterschaft oder nicht? Ein Vertrag wird aufgesetzt in dem die Summer definiert ist und was für Pflichten man hat u anderen sich auch zum Akt verpflichtet. Sowas kann doch nicht rechtskräftig sein oder?

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keine ahnung.ich weiß nur,wenn du ein kind gezeugt hast,auch gegen bezahlung,bist du zum unterhalt verpflichtet.und soviel,wie das ausmacht,kannst du garnicht fürs zeugen bekommen.

Müsste dann aber verdammt viel Knete sein, weil du unterhaltspflichtig wirst...

Sehr gute frage! Würde mich auch interessieren!

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