Zeugnis - Arbeitsgericht - Kosten

5 Antworten

So, inzwischen habe ich mit dem Personalchef gesprochen. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Mann hat nicht wirklich viel Ahnung von Arbeitszeugnissen. Er zeigte sich jedenfalls darüber überrascht, dass ich mein Zeugnis als schlecht betrachte und meinte, ich solle ihm mal die für mich unpassenden Passagen mit Veränderungswünschen per E-Mail schicken. Trotzdem werde ich ihm noch ein Einschreiben zukommen lassen, für den Fall der Fälle.

Wenn das Arbeitszeugnis keine offensichtlichen Mängel hat, hast Du kaum eine Chance, eine Änderung vor Gericht durchzusetzen. Das Kostenrisiko ist nicht unerheblich. Wer den Prozess verliert, bezahlt die Gerichtskosten. Außerdem musst Du Deinen Anwalt bezahlen...

Ich würde mal versuchen, mich mit dem Ex-Arbeitgeber gütlich zu einigen, vielleicht wurde das Zeugnis ja nur ungeschickt formuliert.

Ich möchte ja auch nur im äußersten Notfall zum Gericht. Habe vorher beim Personalchef der Firma angerufen (wir hatten keine Probleme miteinander), von dem ich das Zeugnis bekommen habe. Er war nicht am Platz, ich versuche es nachher nochmal und hoffe wirklich sehr, dass wir uns einigen können.

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Wenn dein letztes Arbeitszeugnis nicht gut war, scheint dir gegenüber dein letzter Arbeitgeber nicht sehr wohlwollend eingestellt zu sein. Somit wird er das Zeugnis nicht freiwillig ändern. Vor Gericht hast du nur dann einen Anspruch auf Zeugnisänderung, wenn das Zeugnis schlechter als sinngemäß "befiedigend" ausgefallen ist. Bei Zeugnisabstufungen zwischen gut und befriedigend hast du vor dem Arbeitsgericht schlechte Karten. Es sei denn, du kannst mehrere Zeugen vor Gericht vorbringen, die zweifelsfrei aussagen, dass deine Leistungen besser waren. Das dürfte in der Praxis unmögich sein. Wenn du es dennoch versuchen willst, wird es nur über einen spezialisierten Anwalt gehen. Der wird prüfen, ob deine Rechtsschutzversicherung dafür aufkommt. Wenn ja, bist du finanziell aus dem Schneider, abgesehen von der Selbstbeteiligung. Ohne Versicherung können Kosten von meheren Hundert Euro auf dich zukommen, bei Zeugenladung noch mehr. Auf Fairness und Gerechtigkeit kannst du bei der heutigen Firmenkultur nicht mehr hoffen. Das Land ist in einem katastrophalen Zustand, das hat Auswirkungen. Denn Tipp, den ich dir hinsichtlich deines Zeugnisse geben würde, kann ich hier öffentlich nicht sagen. Viel Erfolg dennoch!

Ich hatte große Probleme mit der Arbeit an sich. Zwar habe ich mir extrem viel Mühe gegeben, sehr viele Mittagspausen geopfert und war oft 50-60 Stunden pro Woche im Büro. Es war ein komplett neues Aufgabengebiet für mich, und die Leute hatten nicht wirklich Zeit um mich so einzuarbeiten, wie das nötig war.

Dummerweise habe ich weder eine Rechtschutzversicherung (ich weiß erst seit kurzem, dass das wichtig ist und möchte so schnell es geht eine abschließen) noch bin ich in einer Gewerkschaft. Ob mein Zeugnis schlechter als befriedigend ist, kann ich nicht beurteilen... aber ich befürchte schon.

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@Readyornot

Tja, ohne finanzielles Risiko ist es schwer. Wenn du finanziell sehr schlecht gestellt bist, gibt es noch die Möglichkeit, so etwas wie kostenlosen Rechtsbeistand zu beantragen. Ich denke, das muss du bei deiner Kommune versuchen oder im Amtsgericht mal nachfragen. Rechtschutzversicherung ist wirklich wichtig, aber für diesen Fall zu spät.

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Hat mein Ex Arbeitgeber Angst vor der Güteverhandlung?

Also ich habe meinen ex AG verklagt, da er mir meine 2 letzten Lohne nicht vollständig ausbezahlt hat. Dabei ging es auch darum das ich krankgeschrieben war und er der Meinung ist in der Krankheit meine Zuschläge nicht zahlen zu müssen. Dann kam noch dazu das er die Schichtpläne falsch ausgerechnet hatte d.h ich war an dem und denen Tagen zu X schicht eingetragen. Er hat diese nicht beachtet und mir nur 2 Arbeitstage pro Woche ausbezahlt. Da lag er aber falsch und somit habe ich ihn verklagt. Zur Güteverhandlung wäre es auch gekommen, hätte er nicht einen Vergleichsvorschlag an das Gericht geboten. Ich soll mich jetzt innerhalb einer Frist entscheiden ob ich den Vergleichsvorschlag annehmen möchte oder nicht. Ich habe den ersten Vergleichsvorschlag nicht angenommen da er weit unter meiner geforderten Summe lag. Also mahnte ich ihn ab, und bat ihn bitte mir meine richtige Summe auszubezahlen, ansonsten gehe ich wieder vor Arbeitsgericht und werde den Vergleich wiederrufen und somit würde es dann zur Güteverhandlung kommen. Anscheinend hat ihm sein Anwalt darauf hingewiesen das wenn er den Prozess verliert noch mehr Kosten auf ihn zukämen, und deswegen der Vergleichsvorschlag. So nun hat er mir einen erneuten Vergleich vorgeschlagen, der beträgt etwas mehr als der letzte aber leider immer noch nicht meine Summe die mir rechtlich zusteht. So nun habe ich ihn einen Vorschlag gemacht, ich habe meine Summe etwas runter gesetzt aufgerundet aber mehr werde ich nicht runter gehn. Und habe ihn wieder eine Frist gesetzt ob er nun meinen Vorschlag annimmt. Sollte er das nicht tun werde ich innerhalb der Frist die das Arbeitsgericht genannt hat, dort erscheinen und den Vergleich nicht zustimmen und ihn wiederrufen. :) Meint ihr das er diesmal meinen Vorschlag annehmen wird? oder meint er er riskiert wegen paar läppischen € vors Arbeitsgericht gehn zu müssen und alle Kosten zu tragen?

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Mein ehemaliger Arbeitgeber verweigert die erneute Ausstellung eines Arbeitszeugnisses. Was kann ich tun?

Liebe Community, Ich hatte vor 7 Jahren eine geringfügige Beschäftigung in einem Bioladen für ein Jahr. Leider kann ich das Arbeitszeugnis nicht mehr finden- ich habe es nicht mehr. Eben habe ich bei meiner ehemaligen Arbeitgeberin angerufen und sie um eine erneute Ausstellung gebeten, da ich das Zeugnis für Bewerbungen dringend benötige. Sie sagte aber, dass sie das nicht machen kann, weil es schon so lange her ist, und sie während dieser Zeit nicht hauptverantwortlich für meinen Arbeitsbereich gewesen, sondern ihre Kollegin, die mittlerweile in Rente ist.

Ich bin in einer verzweifelten Lage. Dieses Arbeitszeugnis ist der Beleg für die einzige Beschäftigung, die ich bisher gut gemacht habe und vorweisen kann. Ich war aufgrund einer Erkrankung nicht in der Lage beruflich etwas Neues anzufangen. Jetzt geht es mir besser und ich strebe ein Studium an. Für die Bewerbung für ein Praktikum benötige ich einfach einen Beleg um es irgendwie glaubhaft zu machen, dass ich schonmal gearbeitet habe. Mir würde ja schon ein einfacher Beleg über die Bestätigung der Arbeitszeit reichen. Habe ich irgendwelche Möglichkeiten nochmal an meine ehemalige Arbeitgeberin heranzutreten? Sie klang sehr kurz angebunden und hat kaum Interesse gezeigt mir entgegenzukommen und konnte sich nicht mehr an mich erinnern... Das ich da gearbeitet habe, hat sie damals aber beim Rentenversicherungsträger angegeben.

Hat jemand eine Idee was ich tun kann?

Ich wäre über Hilfe sehr dankbar

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Kriege ich einbezahlte Kosten vom Amtsgericht zurück?

Ich hatte einen Klagsntrag beim Amtsgericht aufnehmen lassen und sagte der Rechtspflegerin dass das Arbeitsgericht zuständig ist.

Die Rechtspflegerin teilte mir mit dass ich den Prozess verlieren werde und das Amtsgericht zuständig ist. Dabei ging es um Fahrtkosten weil der AG mich zweimal zum Vorstellungsgespräch eingeladen hatte.

Die Rechtspflegerin schickte den Klagantrag ans Amtsgericht Mettmann. Weil die nicht zuständig waren würde der Antrag ans Arbeitsgericht Düsseldorf geschickt wie ich es sagte. Zuvor müsste ich 105 Euro Gerichtskosten einbezahlen.

Tatsächlich habe ich den Prozess auf dem Arbeitsgericht entgegen der Aussage der Rechtspflegerin gewonnen.

Der Richter vom Arbeitsgericht sagte mir dass auf dem Arbeitsgericht keine Kosten angefallen wären und mir der Vorschuss wieder ausbezahlt werden müsste. Habe ich auch schriftlich vom Richter der mir zuerst ein Vergleich angeboten hat. Diesen habe ich nicht angenommen wurde dann geladen und habe komplett gewonnen. Auch in der Verhandlung gab ich den Richter angesprochen dass ich den Vorschuss bei einem Vergleich zahlen müsste. Richter sagte stimmt nicht weil überhaupt keine Gerichtskosten anfallen beim Arbeitsgericht und ich den Betrag zurückerstattet bekommen müsste.

Jetzt sagt die Rechtspflegerin aus Stuttgart dass ich den Vorschuss nicht mehr zurückbekomme. Die Rechtspflegerin vom AG Mettmann und der Richter aus Düsseldorf sagten dass ich den Vorschuss zurückbekommen müsste. Schliesslich ist das Amtsgericht nicht tätig geworden.

Wer hat jetzt Recht? Bekomme ich mein Vorschuss zurück oder nicht?

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Beurteilung Dienstzeugnis/Arbeitszeugnis Bundeswehr

Hallo, bitte bewertet folgendes Zeugnis, gibt es Besonderheiten Schlüsselwörter die besonders gut oder schlecht sind?

Herr Obergefreiter *, geboren am * in *, verlässt zum * nach Beendigung seines Grundwehrdienstes die Bundeswehr.

Nach Einberufung zum * und Grundausbildung im * in * wurde Herr * am * der Sanitätsstaffel * zuversetzt und hier in der Zahnarztgruppe eingesetzt.

Zu seinen Aufgaben gehörten:

  • Terminvergabe der zahnärztlich zu versorgenden Patienten
  • Terminvereinbarungen mit Bundeswehrkrankenhäusern und niedergelassenen Ärzten
  • Militärischer Schriftverkehr mit Bearbeitung von Anträgen/Heil- und Kostenplänen
  • Postgänge
  • Teilnahme am standortärztlichen Bereitschaftsdienst

Herr * ist ein engagierter, zuverlässiger und pflichtbewusster Soldat, der aufgrund seiner raschen Auffassungsgabe nach kurzer Einarbeitungszeitung überwiegend eigenständig arbeitete. Die ihm übertragenen Aufgaben wurden - auch unter Termindruck - von ihm stets zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausgeführt. Sein Auftreteten im Team, gegenüber Vorgesetzten sowie Patienten war stets höflich, taktvoll und zuvorkommend. Mit seiner lebensbejahenden Art und positiven Grundeinstellung bereicherte er die militärische Gemeinschaft und trug so zu einem guten Arbeitsklima bei.

Mit dem Ausscheiden von Herrn * verlieren wir einen engagierte, fachlich und sozial kompetenten Mitarbeiter unserer Sanitätsstaffel, wünschen ihm jedoch auf diesem Wege für die berufliche und private Zukunft Erfolg, Glück und Zufriedenheit.

Dr. * Oberstabsarzt FÄ für Allgemeinmedizin

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