Zeugenaussage in Gegenwart des Beklagten?

4 Antworten

Gute Frage, die hier aber höchstwahrscheinlich keiner beantworten kann. I.d.R. ist es immer so, das Täter/Opfer immer anwesend sind. Es kann aber sein, dass der Richter, wenn du fragst eine Ausnahme macht, wenn du ihm die Umstände schilderst. Das Problem ist: Der Angeklagte muss Möglichkeit haben zu deinem "gesagten" Stellung zu beziehen und deswegen ist es schon fast von Nöten, dass er dabei ist. Du kannst deshalb deine Aussage im Nebenraum/schriftlich machen.

Im Gericht kann er dir aber (fast) nichts tun und du musst ihn auch nicht anschauen, da er ja höchstwahrscheinlich an der Seite von dir sitzen wird ;)

LG ~TheMentalist

Grundsätzlich gibt es tatsächlich die Möglichkeit, den Angeklagten während der Vernehmung aus dem Gerichtssaal zu entfernen. Dazu muß aber die begründete Besorgnis bestehen, dass es andernfalls zu einer Gefährdung von Leib und Leben des Zeugen kommen könnte

https://dejure.org/gesetze/StPO/247.html

Das Problem ist nur, dass sehr viele Zeugen eine diffuse, wenig konkretisierbare Angst vor dem Angeklagten haben. Deshab reicht ein Angstgefühl auch nicht aus. Es muß konkrete, ernstzunehmende Drohungen geben oder Vorfälle, die auf eine Gefährdung des Zeugen durch seine Aussage schließen lassen (allein, dass es eine Körperverletzung gab, reicht nicht).

Hallo im normalfall bleibt der Angeklage im Gerichtssaal sitzen, wärend deiner Aussage. Es kann aber in ausnahmefällen auch eine schriftliche Aussage oder in ein gesonderten Zimmer ausgesagt werden.Dazu ist aber glaube ich ein Antrag notwendig.


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