Zeugen Jehovas dürfen (sollten?) keinen Geburtstag feiern. Wird ihnen auch vorgeschrieben ...?

6 Antworten

Zeugen Jehovas wählen nicht. Sie sind der Meinung, dass nicht der Mensch, sondern Gott die Welt beherrschen sollte.

Ähnliche Fragen gab es schonmal und auch passende Antworten dazu:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-man-anhaenger-bei-den-zeugen-jehovas-darf-man-dann-zur-politischen-wahl-hin

Danke :)

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Das erinnert mich an Steinzeitmoslems

*grusel*.

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@StefanTrett

Im Gegensatz zu den Moslems akzeptieren sie aber die Regierung. Unterstützen diese /deren Bildung nicht. Daher wählen sie nicht.

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Dann sollen sie doch Gott zum Bundeskanzler wählen.

Na ja, dazu sind die Zeugen zu klein und unwichtig.

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Nach Meinung der Zeugen sollte es also weltweit keine weltliche Regierung geben und die Menschheit im Chaos versinken. Wenn die weltlichen Regierungen abtreten würden käme sicher kein Jesus und würde die "Regierung" übernehmen. Unsere Zivilisation würde untergehen.

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@Gerhard040545

Die Sekte der Zeugen Jehovas ist wohl nicht zuletzt deswegen nicht allzu attraktiv, weil die Menschen sich nicht alle mit den Regeln wohlfühlen.

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Glaube sie wählen nicht weil die Politiker von "dieser Welt". Da sie ja auf Gottes Königreich warten. Wenn ich es damals richtig verstanden habe. Das ist länger her, wusste nicht das sie jetzt wählen können/dürfen. Also die AFD wählen sie bestimmt nicht :-)))

Zeugen Jehovas haben ihre Erkenntnis, keine Geburtstage zu feiern, aus der Bibel. Geburtstage wurden damals nur von Heiden / Nichtchristen gefeiert. Gottesfürchtige Menschen feierten ihre Geburtstage nicht. Auch Jesus feierte seinen Geburtstag nicht. Niemand weiß genau, wann er geboren ist.

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Wen wählen ZJ?

Sie wählen als ihren König den Sohn Gottes — Jesus Christus. Diese Wahl treffen sie einmal in ihrem Leben und müssen sie nicht in gewissen Wahlperioden wiederholen. Sie haben sich für das „Reich Gottes“ entschieden, um das Christen im „Vater-Unser“ (Mat. 6) beten gelehrt werden.

Jesus erwartet von seinen Nachfolgern, dass sie sich aus der Politik dieser Welt heraushalte / neutral bleiben:

“Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.““ (Joh. 18:36)

Man kann die Einstellung von ZJ vergleichen mit der Haltung eines Diplomaten, der zwar in einem Land tätig ist, aber in Bezug auf Politik dieses Landes streng neutral ist, weil er nur die Belange seines Landes zu vertreten hat.

Dennoch grenzen sich ZJ nicht aus, denn sie zahlen Steuern, geben ihre Arbeitskraft, und unterlaufen auch nicht Anordnungen des Staates, solange der nichts verlangt, was den Grundsätzen Gottes widerspricht.

Durch ihr gottesdienstliches Werk leisten sie der Gesellschaft in ihrer Freizeit unbezahlt einen nützlichen Dienst, denn wer die biblische Botschaft annimmt, wird oft zu einem wertvolleren Mitglied der Gesellschaft, da dadurch eine Persönlichkeitsverbesserung einhergeht. Menschen bekommen wieder einen Sinn in ihrem Leben, so dass sie z. B. bewusster mit ihrer Gesundheit umgehen, oder friedliebender und ehrlicher werden.

LG ...

Menschen bekommen wieder einen Sinn in ihrem Leben,

Soll das heißen, Zeugen Jehovas suchen sich nur labile Menschen aus? Das wäre prekär....

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@OhNobody

So stellt der Wachturm in seinen Illustrationen Jesus dar, ein nicht blutender Leichnam, angehängt an einen Besenstil.

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@OhNobody
Verstehe nicht, was Du meinst.

Verstehst Du es nicht oder darfst Du es nicht verstehen?

Weißt Du es nicht oder darfst Du nicht zugeben, dass Du es nicht weißt?

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Geburtstage wurden damals nur von Heiden / Nichtchristen gefeiert

Woher weißt du das denn? In der Bibel finde ich nicht ein Verbot.

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@AdamRiesLuenen

Weder im sogenannten Alten als auch Neuen Testament ist eine Geburtstagsfeier für einen Diener Gottes erwähnt. Auch gebot Jesus nicht das Feiern oder Gedenken seines Geburtstages, sondern erstaunlicherweise den Tag seines Todes. Es ist also nicht verwunderlich, dass die ersten Christen und Nachfolger Jesu sich von Geburtstagsfeiern fernhielten. 

So heißt es im Wörterbuch der deutschen Volkskunde: „Im Frühchristentum wurde der Geburtstag für heidnische Sitte gehalten.“

In der M’Clintock and Strong’s Cyclopædia ist zu lesen: 

„In der Bibel wird kein Fall einer jüdischen Geburtstagsfeier erwähnt“ „Tatsächlich haben wenigstens die späteren Juden Geburtstagsfeiern als Bestandteil des Götzendienstes betrachtet.“

Auch wird in der Encyclopædia of Religion and Ethics gesagt:

 „Der Brauch, des Tages der Geburt zu gedenken, ist . . . seinem Wesen nach . . . mit gewissen primitiven religiösen Elementen verbunden“

So war es z.B. bei den Griechen Sitte zu glauben, jeder habe einen Schutzgeist oder Dämon, der seiner Geburt beigewohnt habe und sein Leben überwache. Es bestünde eine mystische Beziehung zwischen diesem Geist und dem Gott, an dessen Geburtstag der Betreffende geboren wurde. Auch die Römer hatten diese Vorstellung. Sie bezeichneten den Geist als Genius. Diese heidnischen Ideen sind bis heute erhalten geblieben und spiegeln sich im Glauben an Schutzengel und den Schutzheiligen wider.

Auch besteht eine Verbindung zur Astrologie. So war z.B. die Aufzeichnungen über Geburtstage im Altertum wichtig, weil man das Geburtsdatum zum Stellen eines Horoskopes brauchte. Da die Bibel allerdings jegliche Wahrsagerei, Magie, nach Omen schauen und dergleichen verurteilt, wollten die ersten Christen nichts damit zu tun haben. Dieser abergläubische Brauch, die Zukunft anhand der Sterne in Verbindung mit dem Geburtsdatum vorauszusagen hat sich bis heute gehalten.

Aber noch weitaus mehr, was heute bei Geburtstagsfeiern für selbstverständlich genommen wird, trägt die Prägung alter religiöser Riten. So begann wahrscheinlich die Verwendung brennender Kerzen auf dem Kuchen bei den Griechen. Es wurde herausgefunden, das an dem Geburtstag der Göttin Artemis auf den Tempelaltären Kuchen gestellt wurden, die mit brennenden Kerzen geschmückt wurden. Geburtstagskerzen haben seit jeher im Volksglauben besondere magische Kräfte in Bezug auf die Weiterleitung/Erfüllung von Wünschen oder Gebeten an die Götter/Geisterwelt. 

Interessanterweise stammen auch Geburtstagsglückwünsche aus dem religiösen / magischen Bereich. So waren z.B. schon immer Zaubersprüche zum Guten oder zum Bösen das Hauptinstrument der Zauberei. Der Volksglaube besagte, dass man am Geburtstag für Zaubersprüche besonders empfänglich wäre, da zu dieser Zeit die persönlichen Geister anwesend sind. Dementsprechend hätten Geburtstagsgrüße eine stärkere Macht zum Guten oder zum Bösen, weil man an diesem Tag der Geisterwelt näher ist. Dieser „Glaube“ an eine Verbindung zur Geisterwelt hält sich bis auf den heutigen Tag in einigen Regionen der Welt. 

Grundsätzlich könnte man die Liste der Geburtstagsbräuche noch weiterführen, würde aber immer wieder zu dem Ergebnis kommen, dass der Ursprung im Religiösen / Heidnischen oder im Aberglaube mündet.

Auch wenn man jetzt behauptet, man glaube doch als aufgeklärter moderner Mensch nicht mehr an solche Geschichten, so stehen die heutigen Bräuche trotzdem in direkter Verbindung mit den zuvor genannten Fakten. Oder nicht? Vielleicht hilft folgender Denkanstoß bzw. Vergleich:

In der DDR gab es Menschen, die sich mit der Ideologie identifizierten und in dem System aufgingen. Es gab aber auch Menschen, die diese nicht teilten und trotzdem mit dem damaligen System verschmolzen, Ihre Vorteile herauszogen und entsprechend handelten. Ist also die Arbeit eines Stasimitarbeiters, dem innerlich die Ideologie egal war, weniger verwerflich???

Idealerweise sollte jetzt sollte der Groschen gefallen sein ;-)

Beim Feiern von Geburtstagen hat man ohne es zu wollen einen Anteil an den religiösen / abergläubischen Hintergründen, auch wenn man selbst nicht wirklich daran glaubt. Dazu kommt, wie vorhergehend gezeigt, dass sich einige ursprüngliche Hintergründe bis heute hartnäckig halten.

Man könnte sich auch fragen, ob man eine leckere Süßigkeit essen würde, wenn man sie verschmutzt in einem Straßengraben vorfindet? Sicherlich nicht! Sich zu freuen, sich mit Freunden zu treffen, Nettigkeiten oder Geschenke auszutauschen ist nichts Verkehrtes und macht jedem Freude. In Verbindung mit den aufgezeigten Hintergründen des Geburtstagsfestes werden diese Sachen aber für jemanden der ernsthaft an Gott glaubt, oder wie ich lustiger weise immer sage „nicht vom Affen abstammt“, leider wie „verschmutzte Süßigkeiten“.

Die Bibel zeigt interessanterweise nämlich deutlich auf, das Gott davor warnt, Sitten, Bräuche und Religionen zu vermischen und sie stellt eindeutig klar, dass er eine reine / unvermischte Anbetung wünscht.

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In welcher Funktion sehen sich denn die ZJ, wenn sie so viele Dinge ablehnen, die eigentlich neutral sind? Wenn jemand Verwandte oder Bekannte zum Geburtstag einlädt, so ist das doch nett, wenn die Leute sich gut verstehen. So etwas macht Menschen oft zufriedener und auch offener gegenüber Gott. Wer sich um jeden Preis stets an kleinliche Regeln halten muss, wird leicht verbittert und ist insgeheim sicher nicht in der Lage, Gutes zu tun, wenn es besonders notwendig ist.

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@Athina333

In welcher Funktion sehen sich ZJ?

Sie erfüllen den Auftrag des Christus aus Mat. 28:19, 20. Und sie zeigen durch ihre Treue gegenüber den Grundsätzen Gottes, dass Menschen Gott aus Liebe treu sein können.

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