Zeugen Jehovas- Karneval

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7 Antworten

Nein, ZJ nehmen an solchen Bräuchen nicht teil!

Zum Ursprung gabs das auf wikkipedia:

Altertum

Vorläufer des Karnevals wurden bereits vor 5000 Jahren in Mesopotamien gefeiert, im Land mit den ersten urbanen Kulturen. Eine altbabylonische Inschrift aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. gibt Kunde davon, dass unter dem Priesterkönig Gudea ein siebentägiges Fest gefeiert wurde und zwar nach Neujahr als symbolische Hochzeit eines Gottes. Die Inschrift besagt: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Die Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“ Hier wird zum ersten Mal das Gleichheitsprinzip bei ausgelassenen Festen praktiziert und dies ist bis heute ein charakteristisches Merkmal des Karnevals.

In allen Kulturen des Mittelmeerraumes lassen sich ähnliche Feste, die meist mit dem Erwachen der Natur im Frühling in Zusammenhang stehen, nachweisen: In Ägypten feierte man das ausgelassene Fest zu Ehren der Göttin Isis und die Griechen veranstalten es für ihren Gott Dionysos und nennen es Apokries.

Die Römer schließlich feierten vom 17. Dezember bis 19. Dezember die Saturnalien zu Ehren ihres Gottes Saturnus. Das Fest war verbunden mit einem öffentlichen Gelage, zu dem jedermann eingeladen war. Hinrichtungen wurden wegen der Saturnalien verschoben. Sklaven und Herren tauschten zeitweise die Rollen, feierten und saßen gemeinsam myrtenbekränzt bei Tische, tranken und aßen, konnten jedes freie Wort wagen und überschütteten sich mit kleinen Rosen. Aus den Rosen entstand möglicherweise das in unseren Tagen bekannte Konfetti. Die Römer veranstalteten bereits farbenprächtige Umzüge, bei denen ein geschmückter Schiffswagen umhergezogen wurde.

Jedoch werden in der aktuellen Forschung Termine wie Saturnalien oder Lupercalien als Ursprung des Fastnachtsbrauchtums stark angezweifelt. In vielen Masken, Figuren und Bräuchen scheinen sich auch vorchristliche, beispielsweise Riten der keltischen Religion erhalten zu haben, die den Wechsel vom kalten Winterhalbjahr in das warme und fruchtbare Sommerhalbjahr beinhalten. Den Winter habe man versucht zu vertreiben, indem man sich als Geister, Kobolde und unheimliche Gestalten aus der Natur verkleidete und mit Holzstöcken wild um sich schlug oder mit einer Rassel oder Ratsche (Schnarre) Krach machte. Die neuere Forschung bezweifelt mittlerweile auch die germanische Theorie: Sie führt an, dass sich Bräuche und Feste nicht mit einer Unterbrechung von mehreren Jahrhunderten überliefert haben könnten und gehen daher von der heutigen Fastnacht als einem christlichen Fest aus.

Germanische Theorien (sogenannte Kontinuitätsprämissen) hatten insbesondere während des Nationalsozialismus Konjunktur, werden heute aber teilweise unbewusst noch immer zitiert. Die Skepsis gegenüber allen Theorien, die eine Überlieferung germanischen oder keltischen Brauchtums annehmen, hält seit dem Zweiten Weltkrieg ungebrochen an.

Es ist aus diesem Grund davon auszugehen, dass über mehrere Jahrhunderte keine Feste ähnlich der Fastnacht stattfanden, sondern diese eher im hohen und späten Mittelalter mit der Fastenzeit entstanden.

Kommt drauf an wie angepasst sie an ihrer Religion leben und wie ihre Eltern drauf sind.
Rein vom Glauben der Zeugen her dürften sie das nicht.
Aber vielleicht sind die ja noch nicht als Zeugen getauft.
Und vielleicht sind deren Eltern nicht so ernst mit dieser Religion verbunden, sondern etwas lockerer drauf - das gibt es auch bei den Zeugen, wenn es auch nicht die Regel ist.
Also, einfach mal fragen ob sie mit kommen.
LG-B.

Mein liebes Lavendelschäfchen, brauchst du gar nicht fragen. Du machst deine Freundinnen nur traurig, denn sie dürfen auf gar keinen Fall Karneval feiern. Zeugen Jehova behaupten, dass alle Feste oder Fröhlichkeiten, die nicht von ihnen selbst organisiert werden, einen "heidnischen Ursprung" hätten. So wird auch das christliche Weihnachts- und Osterfest strikt als "heidnisch" bezeichnet, ebenso Geburtstag, Muttertag und eben auch Karneval. Du hast Recht: Karneval hat schon lange keinen religiösen Hintergrund mehr und hat erst recht nichts zu tun mit Dämonen und Teufelsaustreibung od so ähnlichem. ABer weil Zeugen Jehovas sich für die einzigen halten, die richtig leben, wollen sie, dass sich ihre Anhänger strikt von anderen, die nicht zu ihnen gehören, absondern, DAs gelingt am besten, wenn man ihnen verbietet, bei allgemein üblichen und traditionellen Feiern mitzumachen. Erlaubt sind nur "Partys" unter ZJ - Überwachung - was sie dann "Spaß haben" nennen. Das gilt auch für Erwachsene! WEnn allerdings die Eltern deiner besten Freundinnen nichts gegen deine Freundschaft haben, auch wenn du nicht mit deinen Freundinnen in die Versammlung gehst, dann kannst du doch mal nachfragen oder sie zum Geburtstag einladen. Vielleicht haben nämlich die Eltern deiner Freundinnen gemerkt, dass niemand jemandem vorschreiben und darf, ob er was feiern will oder nicht., und dann sogar dafür bestraft, wenn er z,.B. Geburtstag feiert, oder Karneval. DAs solltest du auch deinen Freundinnen sagen. Wenn ihr 14 Jahre alt seid, dürft ihr entscheiden, ob ihr einer Religion angehören wollt (die z.B. wie die ZJ alles verbietet), oder in evgl. od. kath. Religionsunterricht gehen wollt, oder - so wie du - gar nix ist. Jedenfalls, mein Lavendelschäfchen, rufst du keine Dämonen (es gibt aber weitaus hübschere Kostüme als Teufel oder Hexe!) herbei, wenn du an Karneval ein bißchen rumalberst, kicherst und Freude hast. Viel Spaß auch beim Kräppel essen.

Lavendelschaf 27.01.2013, 19:39

Danke für die gute Antwort! Endlich versteht mal Jemand warum ich sie nicht direkt fragen will!

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SBerner 29.01.2013, 12:44
@Lavendelschaf

Soweit richtig mollimops. Eine gute Antwort. Nur eine kleine Anmerkung:

So wird auch das christliche Weihnachts- und Osterfest strikt als "heidnisch" bezeichnet, ebenso Geburtstag, Muttertag und eben auch Karneval.

Die Bezeichnung "heidnisch" ist richtig UND falsch ;)

Einerseits sind all diese Fest unchristlich (also heidnisch) wenn man davon ausgeht, dass die Bibel das Christentum lehrt (was sie nicht tut).

Andererseits sind diese Feste nicht "heidnisch", also christlich, weil das Christentum diese Feste selbst entworfen hat (aber auf Basis anderer Religionen).

Weihnachten ist ein römisches Fest mit vielen Elementen anderer Religionen. Und Ostern ist ein germanisches Fest.

Das das aber nicht die Frage war, belasse ich es bei dieser kurzen Erläuterung

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Waldem 29.01.2013, 22:51
@Lavendelschaf

Wenn ich deine Freunding wäre und du würdest mich aus Angst nicht fragen, würde ich mich wiederum fragen, ob du denn überhaupt meine Freundin bist! So wenig Vertrauen in eine Freundschaft - da könnte ich gleich darauf verzichten. Lieber andere über mich und meine Ansichten befragen ist doch unter aller Würde! Äußerst schwach und feige von dir! Wenn jemand behauptet mit mir befreundet zu sein sollter er mich gefälligst selbst zu meinen Ansichten fragen. Andere reden doch oft einfach nur geharnischten Unsinn wie man bei den Kommentaren hier sehen kann.

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HerrVonRibbeck 30.01.2013, 08:36
@Waldem

Hallo Waldem, vielleicht mag die Fragestellerin ihre Freundinnen einfach nur nicht traurig machen, wenn sie die Einladung, sie zum Umzug zu begleiten, ablehnen müssen und doch am liebsten mitkämen.

Deine negativen Unterstellungen kann ich so gar nicht nachvollziehen; meiner Auffassung nach zeugt die Frage von Freundschaft, Toleranz und großer Rücksicht.

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SBerner 30.01.2013, 09:11
@HerrVonRibbeck

Toleranz wird von so vielen Menschen falsch verstanden. Es wird so getan, als müsse man alles tolerieren. Toleranz bedeutet nicht, dass man alles einfach ungefragt hinnimmt und jeden machen läßt was er will.

Wenn man seiner Freundin gegenüber tolerant sein will, dann muss man auch wissen was hinter ihren Entscheidungen etc. steckt. Wenn die TE also nicht weiß, was hinter dem verhalten bezüglich Karneval steckt, und dazu nicht die persönliche Einstellung ihrer Freundin kennt, so kann sie gar nicht tolerant sein. Toleranz erfordert immer auch Wissen.

Ich unterstelle der TE auch keine negativen Absichten, sondern nur Unsicherheit. Da sie noch sehr jung ist, wird sie noch nicht viel von Freundschaft verstehen. Wenn man älter ist wird (oder sollte) man besser verstehen können. Man muss sich in die Lage des Freundes versetzen können, was man nur kann, wenn man miteinander redet.

Also: Direkt darauf ansprechen! DAS macht einen Freund aus: Nicht drum herum reden sondenr direkt raus mit der Wahrheit/Frage.

Ich könnte einen Freund nicht als solchen respektieren, der sich nicht traut mich direkt anzusprechen wenn er eine Frage hat die ihn mich betreffend verunsichert.

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bea7835 30.01.2013, 12:58
@HerrVonRibbeck

die Fragestellerin kann erst dann herausfinden was ihre Freundinnen denken, wenn sie einfach fragt wie sie denn darüber denken. Das kann sie übrigens auch im Vorfeld tun, d.h. bevor sie irgendeine Einladung ausspricht mitzukommen.

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Waldem 30.01.2013, 13:12
@HerrVonRibbeck

An SBerner: wieso denn "große Rücksicht"? Wenn ich mich nicht mal bei so "Nebensächlichkeiten" traue meine Freundinnen etwas zu fragen,was ist denn dann bei wirklich wichtigen Fragen? Wieso soll jemand überhaupt traurig sein, wenn er womöglich gar nicht zum Karneval will? Wenn sie da wirklich hinwollten würden sie das wahrscheinlich schon irgendwie schaffen. Da bin ich mir fast sicher. Andererseits muss man seinen Kindern, da Eltern die Aufsichtspflicht haben, auch nicht alles gestatten. Genau die übergroße Toleranz ist eher ein Zeichen von Gleichgültigkeit. Also einfach fragen und auch nach den Gründen fragen und nicht sich und alle Welt wegen dieser Lappalien verrückt machen

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SBerner 31.01.2013, 15:47
@Waldem

Hallo Waldem, deine Aussage sagt das selbe wie meine. Diese "übergroße Toleranz" und Rücksicht kreide ich ja auch an.

Natürlich müssen Eltern darauf achten, was ihre Kinder tun, sagt ja niemand was anderes. Und ich sage auch nicht, das Karneval wichtig oder gut sei.

Wie du richtig sagst, sollten sie einfach fragen. Ob sie dann traurig sind oder nicht, ist natürlich individuell. JETZT zumindest. Wenn sie aber später mal zurückblicken, dann sind sie vielleicht traurig darüber, dass sie an Dingen nicht teilnehmen durften, aufgrund falscher Erklärungen dazu. Wenn ich einem Kind verbiete auf eine Karnevalsveranstaltung zu gehen, weil mir das wegen Alkohol etc. nicht Altersgemäß erscheint, dann ist das ja völlig ok. Aber den Kindern einzureden, dass man da nicht hingehen darf, wegen bösen Dämonen.....

Viele werden im Erwachsenenalter darüber nachdenken. Diejenigen, die oft gefragt wurden und immer Nein sagen mussten bei Gleichaltrigen (betrifft auch Geburtstag oder andere Feiern), sind dann vielleicht "geheilt" und fangen an eigenständig zu denken. So meinte ich das.

Es ist so wie bei einem Kind, dass man steril einpackt, statt es mal im "Dreck" spielen zu lassen. Es kann keine Abwehrkräfte entwickeln, weil es nie selbst erlebt hat, wogegen man sich wehren muss etc. Deshalb denke ICH persönlich, dass es gut ist, wenn man diese Kinder entsprechend konfrontiert. Also nicht denken "ich sage aus Respekt vor ihrer Religion nichts", sondern besser den Mund aufmachen und sie freundlich fragen.

Nicht das man mich falsch versteht. Karneval interessiert mich nicht und finde ich albern. Es geht nur darum, WIE man Kinder mit etwas konfrontiert und wie ihnen etwas beigebracht wird. Zeugen Jehovas lehnen Dinge ab, die ich auch ablehne. Aber WIE sie das tun, dass ist nicht korrekt. Dämonen einzureden ist einfach ein No-Go.....

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mollimops 01.02.2013, 21:13
@SBerner

SBerner, verzeih mir meine Harnäckigkeit. Die deutsche Sprache hat riesige Anteile aus der griechischen, lat., arab. hebr. germ. und was weiß ich noch für Sprachen. Ist es deshalb nicht mehr "die deutsche Sprache"? DAs Datum f. WEihn. mag aus der röm. Sonnenwendfeier kommen. Inhaltlich wurde es so "christianisiert", dass an Weihnachten rein gar nichts an unchristlichem Gedankengut mehr war. Es ist ein ganz und gar christliches Fest (mag heute wiederrum kommerziell kippen). Am dunkelsten Tag des Jahres kam der Sieger - Christus - als Licht in die Welt. Ein Nichtchrist (Atheist, Islam, Hindu.....) kann diesen Glauben ablehnen Ein Christ sieht in Weihnachten durch den Einbruch des Göttlichen in die Dunkelheit der Welt (Christi Geburt) den Sieg über alle "heidnischen" Mächte. WEr in Weihnachten noch immer "heidnische Verehrung" sieht, disqualifiziert sich als Christ. Desgl. mit Ostern oder Geb. Denn Ostern wird die Auferstehung des Christus gefeiert - was allein daher keine Berührung mit einem germanischen Fest hat. Passah geschah nun mal März/April. Noch eins: Nach Apg. 11, 26 wurden in Antiochien die Christusnachfolger erstmalig "Christen" genannt. In Rom (und anderswo) wurden also "Christen" verfolgt. Lieben, achtungsvollen Gruß,

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mollimops 01.02.2013, 21:23
@Waldem

Also Waldern, besonders feinfühlig scheinst du nicht zu sein. Ein junges Mädchen hat gefragt, nicht ein "cooler" Twen, der hart im Nehmen und hart im Austeilen ist. Ich finde es ist ein Zeichen für Reife, wenn jemand sich bei eigener Unsicherheit beraten lässt und viele Meinungen sich anhört und dann entscheidet, was er für am geeignetsten hält. In diesem Fall: Um der Freundschaft willen!

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Ob DU einen religiösen Hintergrund siehst oder nicht, das ist egal. Zeugen Jehovas beteiligen sich an keinerlei Dingen, die ursprünglich einen religiösen Hintergrund haben.

Karneval kommt aus ihrer Sicht vom Teufel und ist daher verboten.

Übrigens: Zeugen Jehovas dürfen auch nicht "gesundheit" sagen, wenn jemand nießt oder beim Trinken anstoßen. Angeblich würde man damit böse Geister zu vertreiben suchen, und das wäre Spiritismus.

SBerner 29.01.2013, 12:48

Ergänzung:

Ich würde sie aber dennoch fragen. Wenn sie nein sagen, zeige ihnen das du traurig darüber bist und erkläre ihnen, dass du nicht Karneval feierst, weil du Dämonen austreibst, sondern weil es Spaß macht.

Sie sollen ruhig traurig darüber sein. Denn später, wenn sie älter werden, werden sie vielleicht daran zurückdenken wie viel ihnen verboten wurde und wie oft sie ausgegrenzt wurden. Und dann kommen sie vielleicht selbst darauf, dass diese Gruppe schlecht für sie ist und kehren ihnen den Rücken zu. Wenn man es ihnen aber immer recht macht, bleiben sie gern dabei und folgen der Wachtturm-Gesellschaft ohne zu erkennen das sie belogen werden ...

So hart es klingen mag: Es ist besser ihnen zu zeigen, dass sie was verpassen, als das man sie tröstet.

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HerrVonRibbeck 30.01.2013, 08:45
@SBerner

Komischerweise fühlt sich ein ZJ nach Kirmes-/Rummel-/Chilbibesuch weder schlecht noch dämonisiert, obwohl es doch auch heidnischen Ursprungs ist. Kannst Du mir sagen, weshalb ein ZJ zur Kirmes / auf den Rummel gehen, aber nicht bei einem Faschingsumzug dabei sein darf?

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SBerner 30.01.2013, 09:31
@HerrVonRibbeck

Klar kann ich dir das sagen:

  1. Sind ZJ genauso Konsequent/Inkonsequent wie Angehörige anderer Glaubensrichtungen und legen sich alels so wie es ihnen persönlich passt.
  2. Bei Kirmes ist heute kein religiöser Hintergrund offensichtlich erkennbar. Ich wette, dass 99% alle Kirmes-Besucher nicht wissen, welchen Ursprung dies hat. Aber ich würde sagen, dass es weniger religiöser Natur ist. Kirmes entstand in Verbindung mit Einweihungsfesten von Kirchen. Die Händler reisten von überall her an, weil sie wussten, dass zu einer Kircheneinweihung viele Menschen da sein würden. Sie nutzten also aus, dass die Leute froh waren und vermutlich in Kauflaune. Daher sehe ich es so, dass die Händler den Ursprung der Kirmes zu verantworten haben, denn es wurde ja nicht von der Kirche organisiert. Aber hier müssten ZJ konsequent sein, denn sie lehnen ja auch viele Dinge ab, die nur am Rande etwas mit Religion zu tun haben. Auch dürften sie keine Bluttransfusionen ablehnen...
  3. Wissen auch ZJ nicht alles ;)
  4. Bei einem Kirmesbesuch achtet niemand darauf. Beim Fasching/Karneval aktiv teilzunehmen fällt aber auf, vor allem wenn man sonst immer so tut als wäre man etwas Besonderes. Karneval ist so offensichtlich unchristlich wie andere Feste auch. Würden ZJ hier eine Ausnahme machen, würde man sie nochw eniger ernst nehmen als ohnehin schon.
  5. Auch ZJ messen mit zweierlei Maß und es gibt auch welche unter ihnen die tun was sie wollen. Für einen ZJ heißt Kirmes-Besuch aber eigentlich nur, dass man sich durch die Massen bewegt, Fressbuden überfällt und vielleicht mal Autoscooter fährt. Aber an Glücksspielen nehmen sie nicht teil. Erfahrungsgemäß sind sie nur Zuschauer und keien Teilnehmer am Rummel ;)

Übrigens: Ich empfehle dir, den Begriff "heidnisch" aus deinem Wortschatz zu streichen. Denn er ist als Beleidigung gedacht. Katholiken haben damit abwertend Nicht-Katholiken betitelt. Besser wäre es zu sagen, "Nicht christlichen Ursprungs"

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mollimops 01.02.2013, 22:30
@SBerner

In der Tat stimme ich dir zu, von "nicht christlicher Religion oder nicht christlichem Urspung" zu reden. Nur "heidnisch" ist nach wie vor der Begriff, den ZJ mit Vorliebe auf alles legen, was Christen feiern, alles damit bezeichnen, was nicht in ihre Sekte passt, ist dann eben "heidnisch" "Beleidigen" aus Leidenschaft.

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mollimops 01.02.2013, 22:21

Das ist ja entsetzlich, überall den Teufel sehen zu müssen. ZJ brauchen nicht mehr an die Hölle zu glauben; sie leben drin! All überall sich von Dämonen bedroht zu wissen - sie anziehen, sie vertreiben, usw. das ist ja grauenvoll. Nur, wie kann man einen Menschen dazu bringen, sich ständig mit Dämonenkram zu befassen und sich ängstigen zu lassen? Wünscht man jemandem am Geburtstag Gutes:Stopp! Dämonengefahr! Bringt man das Weinglas zum Klingen und wünscht dem anderen was Gutes. Stopp! Dämonengefahr! Verkleidet sich ein Kind in ein Prinzesschen oder Pirat Stopp! Dämonenefahr! Ein Papierstern zu WEihnachten basteln Stopp! Dämonengefahr! Nikolaus legt was in den Stiefel? Todesgefahr! St. Martinsumzug. Todesgefahr. Entdeckt ein Kind seinen Körper und spielt rum. Stopp! Dämonen am Werk! Kann da eigentlich einer geistig gesund bleiben?


Aber: nach Niesen "Gesundheit" zu wünschen, gilt mittlerweile nicht mehr als Höflichkeit. (ganz ohne dämonischen Hintergrund) Die "Peinlichkeit" des Niesens soll, ebenso wie die mit Geräusch einhergehende Geruchsbelästigung, taktvoll überhört werden.


Wissen ZJ eigentlich nicht, dass auch ein Ehering dämonisch belastet ist, ebenso wie die blaue Farbe für männliche Säuglinge, bzw. rosa für Mädchen? Wissen ZJ nicht, dass Krawatten Abkömmlinge von heidn. Sklavenzeichen sind? Bei Nachforschen ließe sich vieles auf "heidnisch" zurückführen, was keinem mehr bekannt ist. Und umgekehrt. So vieles, was als "Aberglaube" gilt, hat ganz praktische, vernünftige Wurzeln, was auch nicht bekannt ist. Manchmal kommt es sogar nur durch sprachliche Weiterentwicklung, dass manches heute völlig anders verstanden wird. Wortumdeutung ist doch bei ZJ, die ihre eigenen, internen Sprachwendungen erlernen, auch nicht unbekannt.

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SBerner 04.02.2013, 13:00
@mollimops

mollimops, du bringst es auf den Punkt!

Ich wollte immer mal eine Homepage erstellen. Du bringst mich da auf eine interessante Idee dazu. Einfach mal Dinge die jeder kennt untersuchen, um zu sehen auf welchen "unchristlichen" Dingen sie beruhen. Habe sowas beim Googlen nicht gefunden :)

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frage sie da am besten selbst... fragen kostet nichts und ist auch nichts verwerfliches... mehr wie nein sagen können sie nicht

Gruffalo 28.01.2013, 00:56

Die werden garantiert mehr als "nein" sagen, und dann wird er die nicht mehr so leicht los.

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bea7835 30.01.2013, 13:02
@Gruffalo

Hä? Wen wird "er" da nicht mehr so leicht los? Ich dachte es handelt sich hier um eine "sie" die fragt und die beiden Mädchen wären ihre Freundinnen ! Was ist denn das hier für eine dumme Antwort...

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Karneval ist heidnisch. Früher wurde der Winter ausgetrieben. Feiern Z. J. nicht!!

blissigo 28.01.2013, 10:19

genau, wusste auch unser früherer kath. Pfarrer - der wegen dem heidnischen Hintergrund nie seine Gemeindehalle dafür vermietete,

aber heut ist ja ALLES erlaubt, hauptsache es macht Spass

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SBerner 29.01.2013, 12:39
@blissigo

"heidnisch" ist ein schlechter Ausdruck, denn er ist nur aus katholischer Sicht zu sehen und bezeichnet jeden der nicht katholisch ist.

Besser wäre es zu sagen: "Karneval ist ein Brauch der vom Christentum in einigen Gegenden aus anderen Kulturen übernommen wurde." (Was auf alle "christlichen Feste zutrifft, da das Christentum eine Religion ist, die aus etlichen zusammenkopiert wurde.

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Waldem 29.01.2013, 22:53
@SBerner

Deshalb ist es auch gut direkt in der Bibel zu überprüfen was echt und unecht, bzw. kopiert ist! Wo ist das Problem . Du kannst doch lesen.

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SBerner 30.01.2013, 09:02
@Waldem

Klar kann ich lesen. Deshalb weiß ich,d ass in der Bibel nichts wahres zu finden ist. In der Bibel zu prüfen ist unsinn. Denn es ist längst bewiesen das dieses Buch nur zu menschlichen Zielen entstanden ist und keine Wahrheiten enthält. Die Geschichten in der BIbel sind alle frei erfunden.

Man kann nur prüfen, ob eine Religion die von sich behauptet nach der Bibel zu leben, dies auch tut. Und da kann man ganz klar sagen, dass es eine solche religion auf unserem Planeten nicht gibt. Es gibt nur Religionen und Gruppen die es sich so zurechtlegen wie sie meinen. Und das ist auch normal, weil die Bibel so geschrieben wurde das man sie frei interpretieren kann. An vielen ecken widerspricht sie sich sogar selbst.

Außerdem müsste man immer sagen ob man AT oder NT meint, weil das zwei paar Schuhe sind. Das AT ist die Bibel der Juden und das NT die Bibel der Jesusnachfolger. Und die Bibel der Christen ist der Katechismus.

Bevor du Einspruch einlegst: Das Christentum hat nichts mit der Bibel zu tun eigentlich. Es hat diese Schriften nur benutzt um eine neue Religion in Rom zu etablieren. Die Leute die das NT geschrieben haben und Jesusnachfolger waren, wurden ausgerottet oder von der Kirche übernommen. Das Christentum nutzt nur einige Bibelpassagen und wendet sie auf ihre Religion an, und ein paar Dinge hat sie aus der Bibel genommen um daraus eine eigene Lehre zu machen. Aber der Großteil der Chritslichen Lehre ist eine überarbeitung der römischen Religion.

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bea7835 30.01.2013, 12:54
@SBerner

Vieles von dem was du schreibst ist leider wahr. Das Chistentum hat nichts oder zumindest wenig mit der Bibel zu tun. Wirkliche Chrtisten wurden verfolgt und viel von ihnen umgebracht. Sie sprachen Wahrheiten aus, die die Menschen so nicht akzeptieren wollten. Die neue Religion in Rom ( ab ca. 4. Jahrhundert u.Z.)ist alles andere als christlich! Hier geht es um Macht und Besitz und darum sich Pfründe zu sichern. Es ist schon eigenartig, dass die vielen Kirchenbesucher das nicht kapieren, obwohl die gesamte Kirchengeschichte das beweist. Aber das hat nichts mit der Bibel zu tun. Hier steht z.B. "Liebe deine Nächsten wie dich selbst". Die Biibel kann durchaus als eine Art Gebrauchsanleitung für Menschen fungieren. Aber man muss sie auch kennen und anwenden.

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SBerner 31.01.2013, 15:35
@bea7835

Wirkliche Chrtisten wurden verfolgt und viel von ihnen umgebracht.

Falsch. Es gab keine frühen christen die verfolgt wurden. Das waren Jesus-Nachfolger, aber keine Christen. Als Christen (im Sinne von Mitgliedern der Religion Christentum, kann man erst ab dem 4. Jahrhundert reden.)

Die neue Religion in Rom ( ab ca. 4. Jahrhundert u.Z.)ist alles andere als christlich!

Das ist so leider nicht richtig. Genau DAS ist Christlich, denn das Christentum ist nichts anderes als ein politisches Werkzeug, so wie jede Religion der Antike.

Die Biibel kann durchaus als eine Art Gebrauchsanleitung für Menschen fungieren. Aber man muss sie auch kennen und anwenden.

Auch dem möchte ich widersprechen. Man kann in der Bibel sicherlich den einen oder anderen Spruch anwenden, aber als Leitfaden für das Leben ist sie gänzlich ungeeignet. Sie lehrt z.B. eine völlig unmenschliche Moral, die heute keinen Sinn mehr ergibt. Früher vielleicht schon, z.B. in Bezug auf Sex, weil es damals noch nicht die Verhütungsmethoden und Vaterschaftstests sowie sozialen Einrichtungen gab.

Warum die einzelnen Bücher der Bibel (die übrigens aus 2 unabhängigen Teilen besteht: dem jüdischen (AT) und dem "christlichen" (NT)) geschrieben wurden, kann heute niemand mehr sagen, da uns die Autoren gänzlich unbekannt sind, bis auf wenige Ausnahmen. Der Inhalt wird durch keine anderen Quellen belegt ebenso wie ein Zusammenhang zwischen AT und NT.

Es ist aber bekannt, dass diese Schriften (als Auswahl aus einem größeren Pool solcher Schriften) zusammengestellt wurden, um politische Ziele verfolgen zu können.

Ich persönlich würde meine Moralvorstellungen und Lebensweise jedenfalls nicht auf solch einem politschen Machtwerk stützen.

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Die Frage ist vielleicht auch so an sie zu stellen: wollen sie denn überhaupt? Ich beispielsweise habe noch nie daran Interesse gehabt Karneval zu feiern. Warum auch. Es gibt doch viele andere gute Feste. Du solltest sie einfach fragen - dann erhälst du auch eine Antwort. Woher kommt nur diese Angst Freundlinnen etwas zu fragen?

mollimops 01.02.2013, 20:52

Waldern, frag mal ein Kind, ob es nicht mit andern Spaß haben will! Ob es nicht Geburtstag, Karneval, Weihnachten feiern will.....Wenn da ein Kind "nein" sagt, ist es garantiert "verbogen" worden. Zur Info: Ich feiere keinen Karneval, höre aber gern die geistreichen Büttenreden bei "Main, wie es singt und lacht". Den Kikolores dazwischen nutze ich, um Chips zu holen oder einen notwendigen Gang zu OO zu machen. Angst kann durchaus daher kommen, einen, den man mag, in Schwierigkeiten zu bringen. Könnte mir vorstellen, dass manche ZJ-Kinder das Wort "Karneval" noch nicht mals aussprechen dürfen, ohne dass ihnen angst vor Dämonen eingejagt wird.

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