Zeugen Jehovas - warum diese Selbstbezeichnung?

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5 Antworten

Diese Selbstbezeichnung hat historische Gründe.

Ursprünglich nannte sich die Gruppe 'Ernsthafte Bibelforscher' und verbreitete die Ansicht (z.B.  der Gründer Charles Taze Russell in der Zeitschrift 'The Bible Students Monthly vom Oktober 1876), 1914 sei das Datum der Schlacht von Har Mageddon und damit das Ende der Welt. Wie leicht zu erkennen ist, war das ein gewisser Irrtum.

1917 wurde Joseph Franklin Rutherford Präsident der Gruppe und er begann sie nach dem Führerprinzip umzugestalten.

1926 wurde erstmals im Wachturm der Gottesname Jehova als der allein richtige publiziert. Der Name beruht zwar auf einem Irrtum (was damals schon bekannt war), aber objektive Wahrheit war in dieser Gruppe nie gefragt.

In Kongress wird dann der Name 'Zeugen Jehovas' in einem pseudodemokratischen Verfahren angenommen.



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Abundumzu 03.05.2016, 23:22

Hallo  Rosenblad  

Pardon,  aber was daran hilfreich sein soll, dass nicht einmal die Hälfte der Frage beantwortet  wurde, und das auch noch am Kern vorbei, erschließt sich mir nicht,  als Mitbetroffener jedoch, veranlasst es mich  etwas gründlicher zu ergänzen.

Zunächst mache Dir bitte bewusst, dass die Welt voller Versuche ist, den Namen unsers Schöpfers in Misskredit zu bringen;  insofern ist Deine Version, ihn als „vorderasiatischen Gottesbegriff“  zu diskreditieren  nur ein weiterer von vielen untauglichen Versuchen.

Außerdem ist es müßig, darüber streiten zu wollen, wie der Name Gottes am Anfang der Menschheitsgeschichte (!!) ausgesprochen
wurde, denn es gibt keine Tonaufzeichnungen. 
Daher ist es nicht nur unbekannt, wie sich JHWH ursprünglich angehört hat, sondern es ist auch unbekannt, wie sich wohl Namen  wie „Mose“, „Jesaja“, „Amos“ und noch einige hundert mehr DAMALS angehört haben mögen.

Es liegt außerdem in der Natur der Sache, dass ein Buch wie die Bibel, durch das  alle Menschen erreicht werden sollen,  in alle Sprachen übersetzt wird.  Inzwischen ist das auch so gut wie geschehen, nämlich in rund 2.800 Sprachen und in einige von ihnen, wie Deutsch beispielsweise, auch noch einige Dutzend Mal.

Das alles allerdings  hat den “alleinwaren Gott“, wie Jesus seinen
Vater im Johannes 17:3 bezeichnet, nicht daran gehindert, seinem Diener Moses einst folgende Anweisung zu übertragen:

„ . . . 'Jahwe, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, hat mich zu euch geschickt.' Das ist mein Name für
immer
Mit diesem Namen sollen mich auch die  kommenden Generationen  ansprechen."  (2.Mose 3:15   Neue evangelistische Übersetzung)

Im deutschen Sprachraum ist „Jehova“ die am weitesten verbreitete Wiedergabeform, gefolgt von Jahwe. Gottergebene und bibelkundige Menschen wissen wer gemeint ist, und darauf kommt es inmitten einer Welt voller selbstgemacher Götter an.

Deshalb ist und bleibt Gottes Anweisung  (wie oben zitiert):   „Das
ist mein Name für immer.  Mit diesem Namen sollen mich auch die kommenden Generationen ansprechen“.

Völlig  zu Recht weißt Du darauf hin,  dass  Jesus sich an diese Anweisung gehalten hat  und er sich  Zeuge des יהוה   nennen
dürfte   –  deshalb wird es Dich sicher interessieren, dass er als Überbringer des Bibelbuches Offenbarung auch tatsächlich so genannt wird!    Wörtlich  „  . . .und von Jesus Christus, der „Der treue Zeuge“, . . . „  (Offenbarung 1:5)

Dann allerdings gibst Du zu bedenken  „aber "einfache" Menschen?“

JA  -  auch einfache Menschen! Und zwar auf ausdrückliche Anweisung  Gottes.

Dazu muss ich allerdings  -  allein der Schlüssigkeit wegen   -  zu
dieser  „Selbstbezeichnung  etwas weiter ausholen:

Es gibt nämlich in der Tat  ein konkretes Ereignis,  das diese
Namensgebung ausgelöst hat  -  und dessen Entstehungsgeschichte“  findet man gleich auf den ersten Seiten der
Bibel.  Aus der dort geschilderten  Ausgangssituation kann man nämlich  zunächst einmal entnehmen,  dass es dort,

wo es keinen Streit gibt,  auch keiner Zeugen bedurfte  . . .

. . . und daher ist von den ersten beiden Menschen   -  trotz ihrer engen Bindung an ihren Schöpfer  -  nicht bekannt,  dass sie als
„Zeugen für Jehova“  erforderlich waren. Einfach deswegen, weil es ursprünglich niemanden gab,  der angezweifelt hätte, dass  unser 
Schöpfer der schon erwähnte  „allein wahre Gott“ ist   -   und  es gab auch niemanden,  der angezweifelt hätte,  dass dieser allmächtige Gott zudem der rechtmäßige Verwalter seiner  Erde ist.

Das änderte sich  jedoch  ziemlich bald durch den weltweit bekannten   „Sündenfall“.  Damals erschien jemand  auf der Bildfläche,  den die Bibel auf ihren letzten Seiten als  die „Urschlange und  Satan“ identifiziert,  „der die ganze bewohnte Erde irreführt“  (Offenbarung 12:9)

Dieser Intrigant stellte das Weltbild der damaligen  jungen  „Menschheit“   völlig auf den Kopf,  indem er dem Schöpfer widersprach und sinngemäß  verlauten ließ:  „Was der Euch erzählt hat,  ist nicht die Wahrheit,  denn er verschweigt euch,  dass ihr ohne Weiteres  „selbst sein könntet wie Gott“    und auch selbst entscheiden könntet was  „Gut oder Böse“ ist!  „Euch werden dann ganz bestimmt die Augen geöffnet“ um ihr werdet das Ganze durchschauen . . .und sterben werdet ihr deswegen schon gar nicht.“  -  (1. Mose 3:1-7)

Und so,  wie ein kleiner Tropfen Gift ein ganzes Glas Wasser zu einem tödlichen Getränk machen kann,  ebenso lösten dfiese  wenigen,  verleumderischen Sätze eine  Schnellschluss-Reaktion aus,  die unsere Ureltern  veranlasste, statt Dankbarkeit fortan
Unabhängigkeit zu ihrem Lebensinhalt zu machen.   Rückblickend bewahrheitete sich das Bibelwort,  „Wer denn Wind sät  wird den Sturmwind ernten. (Hosea 8:7)

Natürlich hätte ein allmächtiger Schöpfer einem solchen Treiben  . . .

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Abundumzu 03.05.2016, 23:30
@Abundumzu

Natürlich hätte ein allmächtiger Schöpfer einem solchen Treiben mühelos schon in seinen  Anfängen ein Ende bereiten können.  Doch wäre damit die Frage  geklärt worden,  wer von beiden  -  Gott oder der Teufel   -   nun letztendlich und  eindeutig im Recht war?  Würde es wirklich langfristig zu überzeugend  besseren Ergebnissen führen,  wenn eine Menschheit ihre Obliegenheiten ohne Rücksicht auf göttliche Grundsätze,  per Selbstverwaltung sozusagen,  regeln
würde?  Beispielsweise ohne dieses hinderliche   „Du sollst deinen Nächten lieben wie Dich selbst“?   Oder würde es langfristig doch zu besseren Ergebnissen führen,  wenn man mit seinem Schöpfer zusammen arbeitet,  statt gegen ihn?

Diese Fragen wären unbeantwortet im Raum stehen geblieben.

Ein weiser Schöpfer, der das endlose Wohl aller seiner vernunftbegabten  Geschöpfe  (im Himmel und auf der Erde!)  im Auge hatte,  nahm also diesen Zwischenfall zu Anlass,  um diese angezettelte  „Streitfrage“ ein für allemal zu klären  (siehe dazu auch Matthäus 24:21).

Für den Ausgang dieses Entscheidungsprozesses  wurden
nicht nur Zeit sondern ab sofort auch Zeugen benötigt.

In über 100 Jahren Bibelforschung haben wir  uns -   als  Zeugen Jehovas -   sozusagen als „Spezialisten fürs Kleingedruckte“ herangebildet und dabei sehr auffällige Zusammenhänge
herausgefunden.  Allesamt bekräftigen sie unsere nach und nach gewonnene Erkenntnis, dass eigentlich jeder vernunftbegabte Mensch vor seinem Schöpfer in der moralischen Verantwortung
steht,  als Zeuge dafür aufzutreten,  das diesem „Geber aller guten Gaben“  die Ehre dafür gebührt und er ein Recht darauf hat uneingeschränkt als Souverän im Universum und in unserem Leben geachtet zu werden. (Jakobus 1:17)

Zwei markante Anhaltspunkte, die diese Notwendigkeit erkennbar werden lassen:

1.  In dem Bibelbuch,  das mit den sprichwörtlichen  „Hiobsbotschaften“ beginnt  wird Satan mit den Worten zitiert:    „. . . Wenn er damit sein Leben retten kann, gibt ein Mensch alles her, was er besitzt.  Doch nimm ihm seine Gesundheit  und er wird sich bestimmt von dir [Gott] lossagen!“ (Hiob 2:4, 5 Neues Leben.
Die Bibel
)   Im Klartext:  „Du wirst keinen Menschen finden, der dir
(Gott)  loyal  ergeben bleibt, wenn er sich dadurch
Nachteile einhandelt“  -  oder   „du wirst vergeblich nach Zeugen
suchen  -  kein Mensch wird sich da finden“.

2.  Jahrhunderte später ließ dieser Widersacher dann vollends „die Katze aus dem Sack“,  als er dem Sohn Gottes ein deutlich aufgestocktes Angebot (im Vergleich zu dem in Eden) machte, indem er ihm „alle Reiche dieser Welt“ anbot:    „Alles soll dir gehören, wenn du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest.“ (Lukas 5:4-8  Neue evangelistische Übersetzung)  Jesus fiel darauf nicht herein und wird u.a. auch deshalb zu Recht der schon erwähnte  „treue
Zeuge“ 
(seines Vaters)  genannt (in Offenbarung 1:5). 

Zunächst aber entwickelte sich die Menschheit  fernab göttlicher Maßstäbe.  Der erste Mensch,  der  als einzelner Zeugnis dafür ablegte,  dass er Gottes Nähe schätzte und eine Unabhängigkeit konsequent ablehnte,  war Abel, der zweite Sohn Adams  (1. Mose
4:1-16).  Er wird deshalb in der  „großen Wolke von Zeugen“,  die in Hebräer 11:4 bis 12:3  aufgelistet ist,  auch als erster genannt.

Viele Jahrhunderte nach dem  auslösenden Ereignis in Eden, 
legte  derjenige,  der von sich sagen konnte,  „denn die ganze Erde gehört mir“,  Jehova nämlich,   den Grundstein für  ein „auserwähltes Volk für seinen Namen“  (2. Mose 19:5;  4.Mose 6:27 u.v.a.m.) 

Dieses Volk   -  aus den Nachkommen Abrahams   -  war von Anfang an als ein vorübergehendes Modell gedacht.  Es sollte 
der übrigen Welt Anschauungsunterricht  liefern, um in Frage  „mit oder ohne Gott“ Entscheidungshilfen zu liefern. 
Es war (nach Römer 15:4 u. Hebräer 10:1) „ein Schatten der künftigen guten Dinge“.    Daher autorisierte Jehova  dieses besondere Volk  zu einer ganz konkreten Aufgabe  -  und
deren Zweck und Inhalt lautete unmissverständlich:

„Ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, dass ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner.  Ich — ich bin Jehova, und außer mir gibt es keinen Retter“ (Jesaja 43:10, 11).

So wurde ihre Aufgabe zu ihrem Namen und ihr Name zu ihrer Aufgabe  -  von Abel an bis heute hin.

Damit dieser Anschauungsunterricht den  „Rest der Welt“  auch tatsächlich erreichen  würde . . .

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Abundumzu 03.05.2016, 23:38
@Abundumzu

Damit dieser Anschauungsunterricht den  „Rest der Welt“  auch tatsächlich erreichen würde,  hat  „man“ alle   Entscheidungsrelevanten  Ereignisse  in dem „Buch der Bücher“,  in
einem Dokument ohne Gleichen, festgehalten. Es gibt es   inzwischen  -  wie ebenfalls schon erwähnt  -   in so gut wie allen Sprachen dieser Welt  und es erfreut sich mehr denn  je  einer stetig wachsenden Auflagenhöhe  -  nicht zuletzt sogar online.  Kein
anderes literarisches Werk hat auch nur annähernde je eine solche Verbreitung erreicht  und wurde so -  dank seines Autors  -  in
einzigartiger Weise allen Menschen  zugänglich gemacht.

Nun ist allerdings all das lange her  und wir sind heute nicht deshalb Zeugen Jehovas,  weil das alte Israel es war.  Aber wir haben gelernt,  dass unseres Gottes Anschauungsunterricht einen Zweck hat. Wenn wir also heute die gleichen göttlichen Grundsätze
vertreten wie unsere Vorbilder,  dann deshalb weil  „alles, was vorzeiten geschrieben wurde,  zu unserer Unterweisung geschrieben worden ist, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können  . . . um untereinander die gleiche Gesinnung zu haben, die Christus Jesus hatte“  (Römer 15:4, 5)

Dank dieser  „gleichen Gesinnung,  die Christus Jesus hatte“,
wissen wir,  dass unser Schöpfer die ursprünglichen paradiesischen Verhältnisse wieder herstellen wird. Zu dieser gutbegründete Hoffnung gelangen wir durch ein aufmerksames Studium der heiligen
Schrift.  Und davon legen wir Zeugnis ab. 

Dank dieser „gleichen Gesinnung,  die Christus Jesus hatte“,  sehen wir uns veranlasst,  Jesu Aufforderung zu beherzigen,  die er seinen Getreuen unmittelbar vor seiner Rückkehr in den Himmel  hinterließ:   . . . und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“ (Apostelgeschichte 1:8)  Und wer ein Zeuge Jesu ist,  wird  gleichzeitig ein Zeuge seiner Botschaft.  Und ein Zeuge der „guten Botschaft von Gottes Königreich“  ist gleichzeitig ein Zeuge dessen,  der diese Botschaft ins Leben rief  -  ein Zeuge des Vaters also. 

Des Vaters  gute Botschaft rankt sich um eine zentrale Thema, 
nämlich darum, was er aus  seiner Schöpfung „Erde“ machen wird.   Ein Zeuge Jehovas ist also ein Zeuge aller damit in Verbindung stehenden Vorkehrungen,  um aus einem verlorenen Paradies ein wieder hergestelltes Paradies werden zu lassen.  Deshalb  nennt sich das Ganze auch „Gute Botschaft“.

Die  „gleiche Gesinnung, die Christus Jesus hatte“  veranlasst uns auch,  Jesu detaillierte Aufforderung aus  Matthäus 28:19, 20  mit Leben zu erfüllen, sein Apell dort lautet:  „Geht daher hin, und
macht Jünger
aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters [Jehova] und des Sohnes [Jesus Christus] und des heiligen Geistes,  und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluss des Systems der Dinge.“  (oder nach Luther „bis zu der Welt Ende“)

Wir unternehmen daher gegenwärtig und weltweit große Anstrengungen,   alle  Menschen wissen zu lassen,  dass  Jehova  (nach seiner Zusicherung in 2. Petrus 3:9)  „hinsichtlich seiner
Verheißung  [einer neuen Welt] nicht langsam ist, wie  es einige  für Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit [uns], weil er nicht will, dass irgendjemand vernichtet werde, sondern will, dass alle zur Reue gelangen.“ 

Und wir erleben  -  dank dieser Anstrengungen  -  dass sich vor unseren Augen und durch unser Mitwirken so einige  markante biblische Prophezeiungen erfüllen,  wie beispielsweise:

Matthäus 24:14:   „ .. . die Gute Nachricht, dass Gott schon angefangen hat, seine Herrschaft aufzurichten, wird in der ganzen Welt verkündet werden. Alle Völker sollen sie hören. Danach erst kommt das Ende“   (Matthäus 24:14  Gute Nachricht
Bibel)
  Wir legen Zeugnis ab von dieser Botschaft in 239 Territorien und Ländern und in derzeit über 700 Sprachen)

Apostelgeschichte 15:14   das  „Gott . . .  seine Aufmerksamkeit den Nationen zuwandte, um aus ihnen ein Volk für seinen Namen
herauszunehmen“
  -  Wirr erleben daher,  dass sich uns tagtäglich fast 800  neugetaufte Zeugen „für seinen Namen“  Jehova 
anschließen  um ebenfalls Zeugnis abzulegen für den Souverän des Universums.

Und noch dies:  Es liegt uns sehr daran,  immer wieder zu betonen,  dass  wir nicht uns für  „die Besten“  halten,  wie man uns manchmal
gern  vorhält,  sondern es ist die Botschaft,  deren  Überbringer wir sind,  die besten Botschaft  nämlich,  die uns Menschen je erreicht hat.

Deswegen nennen wir uns Zeugen Jehovas  und deshalb sind wir Zeugen Jehovas  -  in Wort und Tat.

 Und wenn Du noch mehr wissen möchtest,  lasse es mich bitte wissen.

Ansonsten wünsche ich Dir alles Gute

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In Jesaja 43:10 (Neue-Welt-Übersetzung der Zeugen Jehovas) heisst es:
Ihr seid meine Zeugen“, ist der Ausspruch Jehovas, „ja mein Knecht, den ich erwählt habe, damit ihr erkennt und an mich glaubt und damit ihr versteht, daß ich derselbe bin. Vor mir wurde kein Gott gebildet, und nach mir war weiterhin keiner.

Die ersten zwei Wörter "Ihr seid" lassen ja erkennen dass eine mehrzahl möglich ist. Und gesagt wurde das zu "einfache" Menschen, soweit ich weiss.

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Rosenblad 12.04.2016, 15:46

Das Buch Jesaja, als Teil des jüdischen Tanach dürften in ihrer eschatologischen Dogmatik durch Jesus erfüllt worden sein - siehe: Röm.7:6, Röm.11: 1,2,7, Galater 3: 23-25; Epheser 2:15, Gal. 3:19 oder Hebr.7:18,19 - wenn dann dürften sich die Juden als Zeugen יהוה‎ bezeichnen, aber nicht eine selbsternannte Konfession, deren Instantiierungen erst mit dem Jahre 1879 anfangen (die reguläre Selbstbezeichnung Zeugen Jehovas wohl erst seit 1931)- zumal das Eponym Jehova für die altisraelitische Zeit nirgends belegt ist.

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Coldnez 12.04.2016, 17:23

Die Aussprache des Tetragrammatons (יהוה) glauben die Zj nicht zu wissen, denn es gibt für die tatsächliche Aussprache auch keinen ausschlaggebenden Beweis. Man entschloss sich damals die bekannteste Vokalisierung zu verwenden, wobei sich 'Jahwe' nach meinem Bauchgefühl inzwischen doch gut durchgesetzt hat. Dennoch würden die Juden sich nicht als Zeugen יהוה bezeichnen, da der Name für die Aussprache zu heilig ist. Und ein 'Zeuge Gottes' definiert nicht von welchem Gott bezeugt wird.

Um mal das Thema zu vertiefen:

In Sacharja 2:11 heisst es, dass sich viele Nationen יהוה anschliessen werden
In Römer 2:28,29 wird der Begriff 'Jude' nochmal ausgeweitet.
Auch wird auf Römer 10:12,13 gerne hingewiesen, in der es heisst:

Denn da ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn da ist derselbe Herr über alle, der reich ist gegenüber allen, die ihn anrufen. Denn „jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden“.

Demnach kann ein Grieche der den Namen Jehovas anruft, gerettet werden.

Zwar findet sich hier in anderen Bibelübersetzung "Wer den Namen Gottes anruft, wird gerettet werden" (oder ähnliches), was aber die Bezeichnung 'Gott' oder 'Herr' nicht zu einen Namen macht. Die Zj setzen überall 'Jehova' dort ein, wo man meint dass dies ein Zitat aus den hebräischen Schriften ist. Demnach sind die ältesten christlichen Schriften nicht die Originale.

Zu deinen genannten Bibeltexte wird auf das Gesetz eingegangen. Ich wüsste jetzt nicht wie das mit dem 'Zeuge' zu tun hat. Wenn ich Zeuge von einem Autounfall bin, ändert das Gesetz nicht daran dass ich Zeuge davon bin.

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Rosenblad 12.04.2016, 18:57
@Coldnez

Der Bezug auf die Gesetze konotiert auf die Neuausrichtung der jüdisch- religiösen Prodromi durch Jesu - die "Zeugenschaft" aus Jes.43:10 war und blieb immer eine jüdische Designation und richtig, die Juden selbst würden sich nie als Zeugen des Gottes יהוה selbst auszeichnen.

Anders die im Zuge der postreformatistischen- religiösen  "Mainstreambewegung"  (im ersten Industriezeitalter entstanden neben den ZJ viele andere Konfessionen wie die Mormonen, die Sieben -Tags-Adventisten, Neuapostolische Kirche, Lorberbewegung, Christliche Wissenschaft et. etc.) entstandene Endzeitbewegung der ZJ.

Hierbei geht es nicht um eine sanktionsfähige Rechtsnorm bei einem Autounfall, sondern um eine hermeneutische Extrahierung die als argumentativer Zirkelschluß proklammiert wird - und zwar im apodiktischen Format und das ist das Verwerfliche an diesem Ergebnis.

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Coldnez 13.04.2016, 11:07

Die Selbstbezeichung "Zeugen Jehovas" wird ja nicht als Argument für die wahre Religion herangezogen. In erster Linie galt dies als ein Mittel zum Zweck zu zeigen das Gott ein Name hat, da dies im 19. Jahrhundert dem einfachen Volk noch recht fremd war. Und für Gott ist es wichtig, dass sein Name verkündet werde. Siehe 2. Mose 9:16, Psalm 22:22, und vor allem in Apostelgeschichte 9:15. Doch wer geht diese Aufgabe heute noch nach? Klar, die Aussprache weiss keiner mehr so genau, doch die gesprochenen Konsonanten genügen aus um andere Götter bei der Erwähnung auszuschließen.
Die Zj sind nur einer von vielen Konfessionen zur seiner Entstehungszeit, ebenso hatten die Isrealiten nur einen von vielen Götter angebetet. Und die Zeit zwischen damals und heute ist zwar riesig, aber die heilige Schrift noch die gleiche. Durch den Buchdruck und der Übersetzung in die eigene Sprache entstanden diese viele Gruppierungen im Industriezeitalter. Nun sagte Jesus nicht dass man die wahre Religion an ihrer Selbstbezeichnung erkenne, sondern "an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen" (Matthäus 7). Man kann es sich also leider nicht einfach machen und nur die Selbstbezeichnung unter die Lupe nehmen. Wichtig ist doch zu überlegen, wer den Willen Jehovas/Jahwe(h)s am besten befolgt.

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Coldnez 13.04.2016, 13:40

Ein Vers weiter: Jeder gute Baum bringt vortreffliche Frucht hervor.

Da wir ja die Früchte untersuchen sollten, und nicht etwa den Baum, bedeutet es mich für mich man sollte die Lehre und ihre Umsetzung untersuchen und nicht wann der Baum gepflanzt wurde, wie hoch und wie schnell er wächst, und vorallem ist es unbedeutend, mit wievielen Bäumen es zu wachsen begann. Mit Baum meine ich natürlich die Geschichte einer Religion.

Und wonach beurteile ich jetzt diese Frucht?

Vers 21:
Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist.

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Rosenblad 13.04.2016, 15:56
@Coldnez

Was will mir der Schreiber damit referieren - das Apodiktum der eigenen Überzeugung als unfehlbare und determinierende Religion(gemeinschaft) der ZJ?

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Coldnez 13.04.2016, 16:49

Nichts ist unfehlbar, was von einem Menschen geleitet wird. Die Leitende Körperschaft der ZJ hatte nie behauptet unfehlbar gewesen zu sein (falsche Endzeitprophezeiung ist ja allgemein bekannt), doch besagt die Bibel nicht dass die richtige Religionsgemeinschaft daran zu erkennen sei, dass sie in ihrer Geschichte immer unfehlbar gewesen sein muss. So zum Beispiel haben die Isrealiten als Volk Gottes ihren Gott mehrmals enttäuscht, und selbst Könige hatten falsche Entscheidungen getroffen. Jedoch hat jeder selbst gewusst was laut dem Gesetz der heiligen Schrift richtig und falsch war, ob in ihren Herzen oder Bewusst, jeder gläubiger Mensch trägt für sein persönliches Verhältnis zu Gott Jehova die eigene Verantwortung, da ist die alleinige Mitgliedschaft der ZJ oder sonst etwas, noch lange nicht getan.

Nun beobachte ich bei vielen Menschen, die einer Konfession angehören, aber selber nicht daran glauben. Die Kirchen geben sich wohl damit zufrieden die Kirchensteuer einzukassieren, aber nicht den Spreu von Weizen zu trennen die sich innerhalb ihrer Gemeinde befinden. Sieht das nach der Frucht aus von der Jesus einst gesprochen hat? Und Geldwechslertische vor dem Tempel warf er zu Boden.. Er vermittelt mir ein ganz anderes Bild wie es die Großkirchen heute handhaben.

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Rosenblad 13.04.2016, 19:36
@Coldnez

Nun es gibt sicherlich in jeder Konfession Menschen die aus den unterschiedlichsten Gründen Teil solcher sozialen Gemeinschaften sind - der Begründungsrahmen dürfte sich von Tradierungsformen bis hin zu commissiven Zwangsformen erstrecken - manche "Gläubige" finden in der Religion eine Identität die sich selbst nicht generieren können, andere eine Bühne auf die sie ihre Identität ausweiten wollen. Diese  Zusammenhänge haben nichts mit der Konfession oder Glaubensgemeinschaft zu tun, sondern mit der psychischen und physischen Architektur des Einzelnen.

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Coldnez 13.04.2016, 21:24

Das ist richtig. Aufgrund dessen sind die Ältesten der Versammlung sehr darauf bedacht, wer sich als ZJ taufen lässt. Nur wer die Überzeugung hat, die Bibel studiert und danach lebt, kann einer werden. So kenne ich einige die gerne beitreten wollten, aber einige Zeit warten mussten bis sie ihren Glauben bezeugen konnten. Und ich rede jetzt nicht von Kindern oder solche, die einen ZJ heiraten wollten.

Wer sozialen Kontakt wünscht sollte besser einen Fußballverein o. ä. beitreten, denn hier verbringen wir nicht die Zeit mit heidnischen Bräuche und Feste in majestätischen Gebäuden, geschmückt mit Götzenbilder. Sondern es wird Gottes Wort studiert, gepredigt und gelebt.

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Im Grund genommen doch eine gewisse Hybris, sagt doch Jesus " Ich bin
der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, als nur
durch mich." (Johannes14,6)

Ähem, und wem darf man angesichts des Zitates nun eine "gewisse Hybris" unterstellen?

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Rosenblad 12.04.2016, 10:36

Mir natürlich weil ich nachgefragt habe!

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Rosenblad 13.04.2016, 16:04
@DonkeyDerby

Hätte ich nur nicht gefragt - Fragen machen das Leben nur schwer und fallen ständig herunter.

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DonkeyDerby 13.04.2016, 19:31
@Rosenblad

Dafür darf Deine Frage, die solange im Raum stand, sich nun hinsetzen!

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Hallo Rosenblad,

schon viele Jahre bin ich ein glücklicher Zeuge Jehovas, und es stört mich gar nicht, dass der Name Gottes, geschrieben JHWH (hebräisch יהוה‎),vom Orient her zu uns nach Deutschland kam, wie übrigens der größte Teil unserer Heiligen Schrift, der Bibel. Auch den Beitrag des gelehrten katholischen Mönchs, der sich im 13. Jahrhundert bemühte, den göttlichen Namen wieder in das Schrifttum einzuführen, schätze ich sehr.

Was Du zur überragenden Stellung Jesu, als des dienstältesten und treuesten Zeugen Jehovas, sagst, hätte man nicht klüger formulieren können, einzig man hätte zu Beginn deines letzten Satzes nicht den Konjunktiv benutzt, sondern den Indikativ, so wie Jesus selbst in seinen Botschaften an die Christengemeinden:

Offb 1,5 ...und von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge...

Offb 3,14 ...Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:

Jesus ist unbestritten der größte Zeuge Jehovas. Aber warum sollten wir kleinen, heute lebenden Zeugen des allmächtigen Gottes, Hochmut zeigen, nur weil wir das tun, was Jesus von seinen Jüngern fordert?

Mk 10,21 Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Komm und folge mir nach!

Lk 9,23 Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.

Lk 9,59 Folge mir nach!

Joh 1,43 Folge mir nach!

Joh 12,26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein.

Zum Schluss: Mein Lob für Deine sachliche, unaufgeregte Art der Fragestellung.

Grüße, kdd

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Rosenblad 14.04.2016, 09:24

Ihr seelischer Zustand freut mich - aber es gibt auch andere Menschen, selbst Menschen die nicht an Gott glauben und glücklich sind, weil sie darin aufgehen in diesem Leben etwas von dem "gut" zu machen was aus dem Ruder gelaufen ist - z.B. ein  Rupert Neudeck. Und: meine Unaufgeregtheit bleibt solange niemand die Bibelverse in Steine verwandelt um damit die "Ehebrecherin" zu steinigen.

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Zu Beginn: Das Tetragram "jhw" wie du es zitiert hast ist nicht ganz korrekt. Gesamt heißt es "jhwh". Mit der Zeit verbannten die Juden den Namen Gottes (jhwh) aus den Schriften und nannten ihn statt dessen Herr, was im hebräischen ungefähr "adonnai" war. Da sie aber keinen Tintenkiller hatten (kleiner Scherz am Rande) stand da immer noch "jhwh" in den Schriftrollen. Also setzten die Gelehrten an das "jhwh" die Vokalpunktuierung für "adonnai", damit die Vorlesenden daran erinnert seien nicht "jhwh" sondern "adonnai" zu sagen.

Nun wird das erste "a" in "adonnai" in Kontxt mit "jhwh" gesetzt aber als "e" gelesen. Hier sei mal festgehalten: Das mit dem 13. Jahrhundert und vorderasiatischer Raum ist Unsinn. Der Gottesname steht so seit der Niederschrift der Bibel in selbiger, also noch weit vor dem 13. Jahrhundert.

Die Namensherkunft "Jehova" ist also wissenschaftlich erklärt. Woher kommt aber das Zeugen? Nun, das geht etwas schneller.

Jesaja 43:10 "'Ihr seid meine Zeugen!', ist der Ausspruch Jehovas..."

Ich denke das erklärt sich von selbst ^^

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